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Australian Open:Serena Williams verlässt Melbourne unter Tränen

Serena Williams wirkte sehr angefasst in Melbourne.

(Foto: ROB PREZIOSO/AFP)

Die Japanerin Osaka ist zu stark für die 39-Jährige. Williams entgeht eine weitere Chance, sich einen Allzeit-Rekord zu sichern - auf der Pressekonferenz wird sie emotional.

Serena Williams ist im Halbfinale der Australian Open gescheitert und jagt weiter vergeblich dem historischen 24. Grand-Slam-Titel hinterher. Im Duell der Topstars verlor die 39-Jährige gegen die überlegene US-Open-Siegerin Naomi Osaka 3:6, 4:6 und verpasste das 34. Major-Finale ihrer Karriere.

Der US-Amerikanerin fehlt weiterhin ein Grand-Slam-Titel, um den Rekord der Australierin Margaret Court einzustellen. "Ich hatte Gelegenheiten, ich hätte gewinnen können. Aber ich habe einfach so viele Fehler gemacht, zu viele leichte Fehler", sagte Williams auf der Pressekonferenz, ehe sie den Raum nach nur wenigen Minuten unter Tränen verließ.

Ihren 23. und bislang letzten Titel bei den vier wichtigsten Turnieren holte sie 2017 in Melbourne. "Es ist immer eine Ehre, gegen sie zu spielen", sagte Osaka: "Aber das Wichtigste für mich war, einfach Spaß zu haben." Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin, die im vierten Duell mit Williams den dritten Sieg feierte, bekommt es am Samstag mit der Final-Debütantin Jennifer Brady zu tun.

Die vom Deutschen Michael Geserer trainierte US-Amerikanerin schlug die Tschechin Karolina Muchova mit dem fünften Matchball 6:4, 3:6, 6:4. Im Vorjahr hatte Osaka gegen Brady im Halbfinale der US Open in drei Sätzen die Oberhand behalten. Auch im Endspiel von Melbourne ist die Japanerin favorisiert, schon 2019 hatte sie bei den Australian Open triumphiert. Williams beißt sich hingegen seit der Geburt ihrer Tochter Olympia im September 2017 die Zähne am 24. Titel aus, 2018 und 2019 verlor sie jeweils die Finals in Wimbledon und New York.

Im Endspiel der US Open vor drei Jahren musste sie sich Osaka geschlagen geben und sorgte für einen Eklat, als sie sich mit dem Schiedsrichter anlegte. In der Rod-Laver-Arena, die nach dem fünftägigen Lockdown in Melbourne wieder mit Zuschauern gefüllt war, dominierte die Weltranglistendritte Osaka das Match nach etwas nervösem Beginn mit ihrem powervollen und taktisch klugen Spiel.

Williams konnte meist nur reagieren. Die Japanerin leistete sich zwar eine kleine Schwächephase im zweiten Satz, als sie Williams mit drei Doppelfehlern auf 4:4 herankommen ließ, fing sich aber schnell wieder und beendete die Partie nach 1:15 Stunden. Umso überraschender war Bradys erster Einzug in ein Grand-Slam-Finale, war ihre Vorbereitung doch extrem gestört. Die 25-Jährige gehörte wie Angelique Kerber (Kiel) zu den über 70 Profis, die im Vorfeld der Australian Open wegen Coronafällen auf ihren Flügen 14 Tage in strikter Quarantäne verbringen mussten und ihr Hotelzimmer nicht verlassen durften.

© SZ/SID/bix/bek
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