Australian Open:Nadal bekommt sein Rekordspiel

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Australian Open: Favorit auf den Titel in Melbourne: Rafael Nadal bei seinem Halbfinalsieg gegen Matteo Berrettini.

Favorit auf den Titel in Melbourne: Rafael Nadal bei seinem Halbfinalsieg gegen Matteo Berrettini.

(Foto: AFP)

Der Spanier zieht ins Finale der Australian Open ein und kann Rekordsieger der Grand-Slam-Turniere werden. In der WM-Qualifikation zwischen Brasilien und Ecuador gibt es eine brutale Szene und zahlreiche rote Karten.

Meldungen im Überblick

Tennis, Australian Open: Rafael Nadal ist ins Endspiel der Australian Open eingezogen und steht dicht vor einem historischen 21. Grand-Slam-Titel. Mit 6:3, 6:2, 3:6, 6:3 entschied der 35 Jahre alte Spanier das Halbfinale am Freitag gegen den italienischen Wimbledon-Finalisten Matteo Berrettini für sich. Im Endspiel am Sonntag gegen den russischen US-Open-Gewinner Daniil Medwedew - der den griechischen Weltranglisten-Vierten Stefanos Tsitsipas 7:6 (5), 4:6, 6:4, 6:1 bezwang - spielt Nadal darum, Rekordsieger der Grand-Slam-Turniere zu werden. Derzeit haben Nadal, der aus Australien ausgewiesene serbische Weltranglistenerste Novak Djokovic und der verletzt pausierende Schweizer Roger Federer jeweils 20 Siege bei den vier wichtigsten Turnieren. Der 25 Jahre alte Medwedew hatte bei den Australian Open 2021 ebenfalls im Halbfinale gegen Tsitsipas gewonnen, dann aber den Titel gegen Djokovic verpasst.

Fußball, WM-Qualifikation: Das bereits qualifizierte Brasilien und der Drittplatzierte Ecuador haben sich in der WM-Qualifikation in Südamerika in einem überharten Spiel mit einem Unentschieden getrennt. Beim 1:1 (0:1) in Quito am Donnerstagabend (Ortszeit) wurde es kurz nach dem Treffer von Casemiro in der sechsten Minute mit mehreren roten Karten turbulent. Der kolumbianische Schiedsrichter Wilmar Roldán revidierte mehrere Entscheidungen. Der ecuadorianische Torhüter Alexander Domínguez wurde wegen eines brutalen Tritts gegen den ehemaligen Bundesliga-Profi Matheus Cunha des Platzes verwiesen (15.). Cunha (Atlético Madrid) trug von dem Tritt eine Schramme am Hals davon, wie im brasilianischen Fernsehen zu sehen war, das Spiel wurde für sechs Minuten unterbrochen.

In der 20. Minute sah Brasiliens Rechtsverteidiger Emerson die zweite gelbe Karte. Brasiliens Torhüter Alisson bekam von Schiedsrichter Roldán zunächst ebenfalls Rot, diese Entscheidung wurde dann auf Gelb revidiert (26.). Nachdem ein Treffer Ecuadors zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht anerkannt und ein Elfmeter nicht gegeben wurde, glich Félix Torres aus (75.). In der Schlussphase zeigte Roldán Alisson die zweite gelbe Karte und pfiff Elfmeter, beide Entscheidungen wurden nach dem VAR-Check vom Schiri zurückgezogen.

In der Südamerika-Qualifikation für die WM in Katar in diesem Jahr führt Brasilien (36) Punkte) vor dem ebenfalls bereits qualifizierten Argentinien (32), Dritter ist Ecuador (24). Die Albiceleste gewann ohne Lionel Messi und Nationalcoach Lionel Scaloni das Gastspiel in Calama gegen Chile mit 2:1. Ángel Di María (8.) und Lautaro Martínez (33.) trafen für die Argentinier. Ben Brereton glich zwischenzeitlich zum 1:1 aus (20.). Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie schöpfte Uruguay wieder Hoffnung dank Luis Suarez. Der Stürmer von Spaniens Meister Atletico Madrid erzielte am Donnerstag beim 1:0 (0:0) in Paraguay das Tor des Abends (50.), der zweimalige Weltmeister hat nun wieder eines der vier südamerikanischen Direkttickets zur Endrunde im Dezember in Katar in der Hand.

Handball, EM: Die Corona-Fälle in der deutschen Handball-Nationalmannschaft reißen auch nach der Rückkehr von der EM nicht ab. Wie der Deutsche Handballbund am Donnerstagabend mitteilte, sind Torwarttrainer Mattias Andersson und Spieler Fabian Wiede, der wegen der großen Anzahl von Corona-Fällen überhaupt erst nachgereist war, betroffen. Wiede wird somit den Füchsen Berlin zunächst auch nicht zur Verfügung stehen.

Noch am Abreisetag hatte Lukas Stutzke vom Bergischen HC ebenfalls einen positiven Befund erhalten. Die Zahl der insgesamt positiv auf das Coronavirus getesteten Personen aus der deutschen Delegation stieg damit auf 18. Immerhin konnten Marcel Schiller, Sebastian Heymann, Timo Kastening und Lukas Mertens nach DHB-Angaben ihre Quarantäne mit negativen Tests beenden. Die deutsche Mannschaft hatte sich am Dienstagabend mit einem 30:29-Sieg aus dem EM-Turnier in der Slowakei und in Ungarn verabschiedet.

Fußball, BVB: Erling Haaland geht nach seiner Verletzung von einem schnellen Comeback aus. "Es sieht gut aus. Ich trainiere bereits wieder sehr gut", sagte Haaland am Mittwoch im Interview mit Sky und prognostizierte: "Ich werde bald zurück sein." Damit könnte der 21-Jährige im Top-Spiel gegen Bayer Leverkusen am 6. Februar vielleicht wieder zur Verfügung stehen. Der norwegische Fußball-Nationalspieler hatte sich am vergangenen Samstag im Duell gegen die TSG 1899 Hoffenheim nach Medieninformationen einen Muskelfaserriss zugezogen. Die Dortmunder bestätigten diese Diagnose bisher nicht und sprachen in einer Mitteilung lediglich von "muskulären Problemen, die allerdings einer Behandlung sowie weiterer Untersuchungen in den kommenden Tagen bedürfen." Haaland, der sich beim 3:2-Sieg am Samstag in Hoffenheim verletzte, hatte seinem Team bereits in der Hinrunde zweimal aufgrund von Muskelverletzungen gefehlt.

Tennis, Australian Open: Als erste australische Tennisspielerin seit 42 Jahren hat die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty das Endspiel der Australian Open erreicht. Die 25-Jährige gewann ihr Halbfinale beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison am Donnerstag in Melbourne mit 6:1, 6:3 gegen Madison Keys aus den USA. Im Endspiel am Samstag kann Barty als erste Australierin seit Chris O'Neil 1978 den Titel gewinnen. Final-Gegnerin ist die Amerikanerin Danielle Collins, die die polnische Top-Ten-Spielerin und French-Open-Siegerin von 2020 Iga Swiatek mit 6:4, 6:1 bezwang.

Wimbledonsiegerin Barty war als große Favoritin ins Turnier gegangen, auf ihrem Weg ins Finale gab die 25-Jährige keinen einzigen Satz ab. Bartys bestes Ergebnis in Melbourne war bisher der Halbfinaleinzug 2020, als sie gegen die spätere Siegerin Sofia Kenin (USA) verlor. Seit Wendy Turnbull 1980 hatte keine Australierin mehr das Finale erreicht.

Fußball: Nationalteam-Kapitänin Alexandra Popp muss nur vier Tage nach ihrem Comeback erneut am Knie operiert werden. Das teilte ihr Verein VfL Wolfsburg am Donnerstag mit. Die 30 Jahre alte Mittelfeldspielerin hatte nach ihrem 45-minütigen Einsatz am Sonntag beim Testspiel gegen Eintracht Frankfurt über Schmerzen im rechten Knie geklagt. Bei einer MRT-Untersuchung wurde dann ein gelöstes Knorpelfragment festgestellt, das nach Angaben des VfL bereits an diesem Donnerstag operativ entfernt wird.

Popp hatte erst im vergangenen Jahr einen Knorpelabriss an der Kniescheibe erlitten und danach acht Monate pausieren müssen. Jetzt wird erneut mit einer Ausfallzeit von mehreren Wochen gerechnet. Ihr großes Ziel ist die Teilnahme an der Europameisterschaft vom 6. bis 31. Juli in England.

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