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Australian Open:Kerber siegt nach 62 Minuten

Besser mit den extremen Temperaturen zurecht kam Mona Barthel, die Luksika Kumkhum aus Thailand mit 4:6, 6:3, 6:4 besiegte. Auch wenn die Schleswig-Holsteinerin ebenfalls von einer außergewöhnlichen Belastung sprach: "Ich habe so viel getrunken wie ich konnte", sagte die 23-Jährige. "Ich bin sehr glücklich, dass ich in der dritten Runde stehe", meinte Barthel, die nun auf Flavia Pennetta aus Italien trifft.

Angelique Kerber hat ebenfalls die nächste Runde erreicht. Die Weltranglistenneunte aus Kiel gewann gegen die Russin Alla Kudrjawzewa 6:4, 6:2 und trifft nun auf Alison Riske (USA). Kerber verwandelte nach 62 Minuten ihren zweiten Matchball und sparte somit Kraft für die Runde der besten 32 Spielerinnen. "Das war sehr wichtig für mich", sagte die Linkshänderin, "die Hitze ist unmenschlich".

Sie habe so viel getrunken wie noch nie zuvor in ihrem Leben, erzählte Kerber, für die sich nun die harte Vorbereitung im europäischen Winter auszahlt: "Die Fitness ist entscheidend, um da draußen zu überleben."

Julia Görges schied in der zweiten Runde dagegen aus. Die Weltranglisten-73. aus Bad Oldesloe verlor nach 2:16 Stunden gegen Lauren Davis (USA) 5:7, 6:2, 4:6. Auch die 19 Jahre alte Annika Beck scheiterte dagegen bei den Australian. Die Bonnerin war in der zweiten Runde gegen die ehemalige Weltranglistenerste Ana Ivanovic (Serbien/Nr. 14) chancenlos und verlor nach 56 Minuten 1:6, 2:6. Ivanovic trifft am Freitag auf die australische Hoffnungsträgerin Samantha Stosur. Die ehemalige US-Open-Siegerin setzte sich in der Night Session 6:2, 6:0 gegen Zwetana Pironkowa (Bulgarien) durch.

Von ursprünglich acht deutschen Spielerinnen im Hauptfeld haben damit nur Angelique Kerber (Kiel/Nr. 9) und Mona Barthel (Neumünster) den Sprung in die dritte Runde geschafft.

An seine körperlichen Grenzen musste an diesem Mittwoch Florian Mayer gegen Michail Juschni gehen. Mehr als drei Stunden lang boten sich beide einen Kampf mit Höhen und Tiefen für beide Spieler. Doch Mayer gewann letztendlich gegen den an Nummer 14 gesetzten Russen Juschni mit 6:4, 3:6, 6:3, 3:6, 6:3. Der Bayreuther steht damit zum dritten Mal in Melbourne in der dritten Runde. Am Donnerstag hat nur Qualifikant Michael Berrer (Stuttgart) die Chance, Mayer in die dritte Runde zu folgen.

Ohne Mühe meisterte die Weltranglisten-Erste Serena Williams ihre zweite Runde. Gegen Vesna Dolonc aus Serbien gewann die Amerikanerin klar mit 6:1, 6:2. Damit zog die Favoritin nach Siegen bei den Australian Open mit der legendären Margaret Court gleich. Es war der 60. Sieg von Williams bei den Australian Open.

Novak Djokovic konnte auch sein zweites offizielles Match an der Seite der deutschen Tennis-Ikone Boris Becker gewinnen, gegen Leonardo Mayer (Argentinien) spielte der Serbe 6:0, 6:4, 6:4. Djokovic stand nur 1:47 Stunden auf dem Platz und sparte damit Kraft. "Man will nicht zu lange in der Hitze bleiben und daher so schnell wie möglich gewinnen", sagte Djokovic: "Ich habe mich auf diese Bedingungen vorbereitet, nicht nur körperlich. Im Kopf musst du bereit dazu sein, nicht aufzugeben, und darfst nicht darüber nachdenken, was dir diese Bedingungen antun können."

Djokovic spielt in Melbourne um seinen fünften Titel, zuletzt triumphierte der Weltranglistenzweite dreimal in Folge beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres. In der Runde der besten 32 Spieler trifft der 26-Jährige am Freitag auf Denis Istomin (Usbekistan) oder Dmitri Tursonow (Russland).