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Australian Open in Melbourne:Novak Djokovic ist gut erholt

Tennis Australian Open 2013

David Ferrer, muskulöser Halbfinalist in Melbourne. 

(Foto: dpa)

Nur zwei Tage nach seinem Fünf-Stunden-Krimi im Achtelfinale ist der Weltranglistenerste Novak Djokovic bestens drauf und spielt sich ins Halbfinale. Bei den Frauen verliert die Polin Agnieszka Radwanska zum ersten Mal in diesem Jahr ein Spiel - und Maria Scharapowa rauscht weiter durch das Turnier wie keine Spielerin vor ihr.

Titelverteidiger Novak Djokovic steht bei den Australian Open im Halbfinale. Der Weltranglistenerste gewann in Melbourne gegen den Tschechen Tomas Berdych mit 6:1, 4:6, 6:1, 6:4 und trifft nun auf David Ferrer. Der Spanier hatte zuvor seinen Landsmann Nicolas Almagro mit 4:6, 4:6, 7:5, 7:6 (7:4), 6:2 niedergerungen.

Zwei Tage nach seinem Fünf-Satz-Krimi gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka musste Djokovic gegen Berdych zwar erneut kämpfen. Richtig in Gefahr geriet der 25 Jahre alte Tennisprofi dieses Mal aber nicht. Djokovic peilt Down Under seinen dritten Titel in Serie an, was zuvor noch niemandem gelungen ist.

Bei den Frauen stehen Li Na und Maria Scharapowa im Halbfinale. Die 30-jährige Chinesin besiegte in der Rod-Laver-Arena die an Position vier gesetzte Agnieszka Radwanska aus Polen in 1:42 Stunden mit 7:5, 6:3. Die letztjährige Finalistin Scharapowa ließ Kerber-Bezwingerin Jekaterina Makarowa beim 6:2, 6:2 in 66 Minuten kaum eine Chance.

David Ferrer stellte erneut seine Kämpferqualitäten unter Beweis. Der Weltranglistenfünfte gewann das spanische Duell gegen Almagro trotz eines 0:2-Rückstandes in 3:44 Stunden und feierte seinen 500. Erfolg auf der ATP-Tour.

Almagro, an Nummer zehn gesetzt, schlug insgesamt dreimal zum Matchgewinn auf - unter anderem im dritten Satz beim Stand von 5:4. Er konnte allerdings keine dieser Chancen nutzen. Der 30-Jährige Ferrer trifft am Donnerstag im Halbfinale entweder auf den topgesetzten Titelverteidiger Novak Djokovic (Serbien) oder auf den tschechischen Davis-Cup-Sieger Tomas Berdych.

Ferrer gewann damit auch den 13. Vergleich mit seinem Kumpel Almagro. Für Ferrer, der in diesem Jahr zwölf von 13 Matches gewonnen hat, ist es die fünfte Halbfinal-Teilnahme bei einem Grand-Slam-Halbfinale. Bei den Australian Open hatte er bereits 2011 in der Runde der letzten Vier gestanden. Der Rechtshänder aus Valencia wartet noch auf sein erstes Finale bei einem der vier Major-Tournaments.

Fest steht, dass Ferrer in der Weltrangliste seinen vor ihm stehenden und derzeit verletzten Landsmann Rafael Nadal von Rang vier verdrängen wird. In weiteren Viertelfinalduellen stehen sich am Mittwoch im Melbourne Park Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer (Schweiz/Nr. 2) und Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich/Nr. 7) sowie US-Open-Gewinner Andy Murray (Großbritannien/Nr. 3) und der ungesetzte Jeremy Chardy (Frankreich) gegenüber.

Rekord von Scharapowa

Scharapowa hat beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres bislang nur insgesamt neun Spiele abgegeben. In dieser Statistik war in der Open-Era von Melbourne bislang keine andere Spielerin besser. "Diese Zahlen und Rekorde sind mir aber nicht so wichtig. Am Ende geht es nur um das Gewinnen", meinte die 25-Jährige. In der Runde der letzten Vier trifft die viermalige Major-Siegerin Scharapowa am Donnerstag auf die frühere French-Open-Gewinnerin Li Na.

Die Chinesin war im Duell mit Radwanska vor rund 12.000 Zuschauern auf dem Centre Court die aktivere Spielerin. Allein die ersten vier Spiele im Auftaktsatz dauerten 25 Minuten. Doch selbst einen Fauxpas im zweiten Satz steckte die 1,72 Meter kleine Li Na locker weg. Einen ersten Aufschlag traf Li Na mit dem Rahmen, so dass der Ball sogar auf der Tribüne landete.

Li Na hatte 2011 im Endspiel der Australian Open gestanden, aber damals gegen Kim Clijsters aus Belgien verloren. Von insgesamt 33 Matches in Melbourne hat Li Na 26 Partien gewonnen.

Wimbledon-Finalistin Radwandska indes musste die erste Niederlage in dieser Saison nach zuvor 13 Siegen hinnehmen. Die 23-Jährige aus Krakau hatte zu Jahresbeginn die Turniere in Sydney und Auckland gewonnen.