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Australian Open:Kerber und Mayer ausgeschieden

Australian Open: Kerber

Die Australian Open gehen ohne deutsche Beteiligung weiter: Angelique Kerber unterliegt im Achtelfinale der Italienerin Flavia Pennetta.

(Foto: Getty Images)

Das erste Grand-Slam-Turnier 2014 geht ohne deutsche Beteiligung weiter. Tennisspielerin Angelique Kerber verliert ihr Achtelfinale gegen die Italienerin Flavia Pennetta, Florian Mayer unterliegt David Ferrer. Völlig überraschend scheidet auch Favoritin Serena Williams aus.

Angelique Kerber und Florian Mayer haben bei den Australian Open den Einzug ins Viertelfinale verpasst. Kerber verlor am Sonntag in Melbourne ihr Achtelfinale gegen die Italienerin Flavia Pennetta mit 1:6, 6:4, 5:7. Mayer musste sich dem an Nummer drei gesetzten Spanier David Ferrer mit 7:6 (7:5), 5:7, 2:6, 1:6 geschlagen geben. Zunächst knüpfte der Bayreuther gegen Ferrer an seine starken Leistungen aus den ersten Runden an. Zwei Sätze lang forderte er dem Spanier alles ab. Doch am Ende ging dem 30-Jährigen die Kraft aus. Damit geht das erste Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison ohne deutsche Beteiligung weiter.

Völlig überraschend ausgeschieden ist auch Topfavoritin Serena Williams. Die Weltranglisten-Erste unterlag der Serbin Ana Ivanovic mit 6:4, 3:6, 3:6. Titelverteidiger Novak Djokovic gab sich dagegen keine Blöße: Der von Boris Becker trainierte Serbe gewann gegen Fabio Fognini aus Italien mit 6:3, 6:0, 6:2.

Kerber musste den ersten Satz nach 24 Minuten abgeben

Angelique Kerber verlor am Sonntag in Melbourne gegen die Pennetta mit 1:6, 6:4, 5:7. Die Kielerin musste sich in der Rod Laver Arena nach 1:52 Stunden geschlagen geben. "Natürlich bin ich ziemlich enttäuscht, dass ich das enge Match verloren habe", sagte Kerber nach dem unnötigen Aus. "Am Ende waren es zwei, drei Punkte, die das Spiel entschieden haben."

Trotz der verpassten Chance, erstmals in Australien das Achtelfinale zu überstehen, zeigte sich die 26-Jährige zufrieden mit dem Start ins neue Jahr. "Ich habe drei gute Turniere gespielt, insgesamt nehme ich viel mehr Positives, als Negatives mit nach Hause."

Kerber erwischte im wieder angenehm kühlen Melbourne einen katastrophalen Start und musste den ersten Satz bereits nach gerade einmal 24 Minuten abgeben. Während sie viele Fehler machte, gelang Flavia Pennetta nahezu alles. "Ich denke, der erste Satz, war der beste, den ich je gespielt habe", sagte die Italienerin. Doch Kerber kämpfte sich zurück in die Partie und sicherte sich nach einer beeindruckenden Energieleistung den zweiten Durchgang.

Die Begegnung schien nun zu kippen, zumal Pennetta ihr Niveau aus dem ersten Satz nicht halten konnte. In den entscheidenden Momenten spielte Kerber aber einfach nicht konsequent genug und vergab letztlich die große Chance auf den Sprung unter die letzten Acht. "Wenn es eng wurde, war sie immer da", meinte die Nummer neun der Welt.

Serena Williams von Rückenverletzung beeinträchtigt

Auch die Weltranglistenerste, Serena Williams, ist völlig überraschend im Achtelfinale ausgeschieden. Die fünfmalige Titelträgerin aus den USA unterlag der Serbin Ana Ivanovic 6:4, 3:6, 3:6, zuvor hatte Williams in vier Duellen mit der früheren French-Open-Siegerin nicht einen Satz abgegeben. Eine Rückenverletzung habe sie beeinträchtigt, berichtete Williams nach dem Match, "ich hätte fast aufgegeben, aber ich bin eine Kämpferin".

Als Entschuldigung wollte sie die Probleme trotzdem nicht verstanden wissen: "Ana hat richtig gut gespielt - und ich habe Bälle verschlagen wie seit den 80er Jahren nicht mehr." Ivanovic sagte: "Sie hat nicht so schnell aufgeschlagen wie sonst, das hat mir Selbstvertrauen gegeben." Sonst habe sie von den Rückenproblemen ihrer Gegnerin jedoch nichts gemerkt. "Ich habe immer an mich und mein Spiel geglaubt", sagte die 26-Jährige.

Williams verlor erstmals seit August wieder ein Match, im vergangenen Jahr war sie überhaupt nur dreimal als Verliererin vom Platz gegangen und hatte die French Open, die US Open sowie das Saisonfinale in Istanbul gewonnen. Zu Beginn des Jahres 2014 triumphierte die 32-Jährige ohne Satzverlust beim Vorbereitungsturnier in Brisbane und schlug dabei ihre ärgsten Kontrahentinnen Maria Scharapowa (Russland/Nr. 3) und Wiktoria Asarenka (Weißrussland/Nr. 2).

Ivanovic trifft im Viertelfinale am Dienstag auf Eugenie Bouchard (Kanada/Nr. 30) oder Casey Dellacqua (Australien). Seit ihrem Triumph in Paris (2008) hatte die frühere Nummer eins der Tennis-Welt nur noch bei einem Grand Slam (US Open 2012) die Runde der besten acht Spielerinnen erreicht.