Sicherheit in Stadien:Wir sollten reden, nicht zahlen

Sicherheit in Stadien: Hässliche Szenen: Fans aus Hannover prügeln sich beim Auswärtsspiel in Hamburg mit der Polizei und Anhängern vom FC St. Pauli.

Hässliche Szenen: Fans aus Hannover prügeln sich beim Auswärtsspiel in Hamburg mit der Polizei und Anhängern vom FC St. Pauli.

(Foto: Claus Bergmann/Imago)

Indem die Vereine Kosten für Polizeieinsätze selbst tragen müssen, lassen sich Ausschreitungen bei Fußballspielen nicht verhindern - eine massive Wettbewerbsverzerrung wäre überdies die Folge. Nur Prävention und Stadionallianzen verhindern Gewalt.

Gastbeitrag von Oke Göttlich, Hamburg

Das Bild, das der Fußball in den vergangenen Wochen in der Öffentlichkeit abgegeben hat, ist mitunter verheerend. Unter anderem wegen jener Bilder, die Mitte November in unserem Millerntor-Stadion entstanden sind: Beim Zweitliga-Spiel gegen Hannover 96 kam es im Gästeblock zu Ausschreitungen, die Polizei setzte Knüppel und Pfefferspray ein, Beamte wurden mit Bechern und Plastikstangen beworfen. Danach folgte einmal mehr ein Schlagabtausch, der etwas von einem eingeübten Ritual hat: Alle Beteiligten schieben den jeweils anderen die Schuld zu, in den Medien und sozialen Netzwerken kursieren Begriffe wie "Gewaltorgien", "Fanchaoten", "Polizeigewalt". Solche Vorfälle lassen alle schlecht aussehen, die Fans, die Vereine, die Polizei, den Fußball insgesamt. Darin dürften sich alle einig sein. Die Frage ist nur: Was lässt sich dagegen tun?

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