AusschreitungenFanproteste sorgen für Spielabbruch bei Copa Libertadores

Lesezeit: 1 Min.

Fans von Medellin sorgen für den Spielabbruch.
Fans von Medellin sorgen für den Spielabbruch. Fernando Vergara/AP/dpa

Ultras provozieren den Abbruch, Sicherheitskräfte greifen durch, Spieler verstecken sich in der Kabine. Warum der Protest gegen die Vereinsführung von Medellín so eskalierte.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

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Medellín (dpa) - Das Gruppenspiel in der Copa Libertadores zwischen Independiente Medellín und Flamengo aus Rio de Janeiro ist nach schweren Fanprotesten abgebrochen worden. Anhänger des kolumbianischen Fußball-Clubs Medellín zündeten am Donnerstag (Ortszeit) im Estadio Atanasio Girardot Bengalos und warfen Gegenstände auf das Spielfeld. Schiedsrichter Jesús Valenzuela stoppte die Partie bereits nach drei Minuten und schickte die Teams in die Kabinen.

Sicherheitskräfte griffen im Stadion ein, nachdem Fans von Medellín das Feld stürmen wollten. Da sich die Lage nicht entscheidend beruhigte, erklärte der südamerikanische Kontinentalverband Conmebol die Partie beim Stand von 0:0 nach mehr als einer Stunde Zwangspause dann für abgebrochen.

Die Polizei evakuierte daraufhin das Stadion bis auf den Gästeblock. Später soll es auch in der Umgebung zu Ausschreitungen gekommen sein, wie „AS Colombia“ berichtete. Im Stadion kam es auf den Rängen und im Sanitärbereich zu schweren Verwüstungen. Gemäß den Disziplinarregeln droht Medellín nun eine Wertung des Spiels als 0:3-Niederlage. 

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Fans planten Proteste

Hintergrund der Ausschreitungen sollen geplante Proteste der Ultras gegen die Clubführung von Independiente Medellín gewesen sein. Laut kolumbianischen Medien wollten die Ultras mit ihrer Aktion eine harte Strafe gegen ihren eigenen Verein durch den Dachverband Conmebol provozieren. 

Independiente hatte am vergangenen Wochenende in der kolumbianischen Liga die Meisterrunde nach Platz elf verpasst. Nach der 1:2-Niederlage gegen Águilas Doradas hatte Hauptaktionär Raúl Giraldo die Fans mit abfälligen Gesten verspottet. Er entschuldigte sich für sein „schlechtes Benehmen“ und trat zurück. Das soll vielen Fans aber nicht ausgereicht haben.

Spieler melden sich aus Kabine

Flamengos Mittelfeldspieler Jorginho schrieb während der Unterbrechung auf X zu einem Foto aus der Kabine mit mehreren Teamkollegen: „Uns geht es gut und wir warten hier.“

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Titelverteidiger Flamengo führt Gruppe A der Copa Libertadores mit sieben Punkten an, dahinter folgt Estudiantes de La Plata aus Argentinien mit sechs Zählern. Medellín liegt mit vier Punkten auf Rang drei. Der Wettbewerb ist das südamerikanische Gegenstück zur europäischen Champions League.

© dpa-infocom, dpa:260508-930-51187/1

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