Argentinien:Einzelverhöre zu Maradona

Über ein halbes Jahr nach dem Tod von Argentiniens Fußball-Ikone Diego Maradona treten die Ermittlungen der Justiz wegen des Verdachts des Totschlags in ihre entscheidende Phase. Die Staatsanwaltschaft beginnt die Einzelverhöre von sieben Beschuldigten, ehe nach Auswertung der Ergebnisse ein Gericht über die Eröffnung eines Strafprozesses entscheiden wird. Die Befragungen hatten ursprünglich bereits im Mai stattfinden sollen. Wegen der Verschärfung der Corona-Krise in Argentinien allerdings wurden die Verhöre zunächst verschoben. Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP ist Maradonas Neurochirurg Leopoldo Luque für die letzte Einvernahme der Reihe am 28. Juni geladen. Im Falle einer Anklageerhebung drohen den Beschuldigten in einem Prozess, der monatelang dauern könnte, zwischen acht und bis zu 25 Jahre Haft. Nach der Untersuchung von Maradonas Tod durch einen Herzinfarkt kam der Abschlussbericht zu dem Schluss, dass der Ende November mit 60 Jahren verstorbene Weltmeister von 1986 unzureichend medizinisch versorgt wurde.

© SZ vom 15.06.2021 / sid
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