MeinungAnti-Doping-KampfFehlbesetzung mit System

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Kommentar von Johannes Aumüller

Lesezeit: 2 Min.

Frank Ullrich (links) und Olaf Scholz bei einer Wahlkampf-Veranstaltung in Oberhof im vergangenen Jahr.
Frank Ullrich (links) und Olaf Scholz bei einer Wahlkampf-Veranstaltung in Oberhof im vergangenen Jahr. Imago

Seine Rolle im DDR-Dopingsystem hat der frühere Biathlet Frank Ullrich nie aufgeklärt. Trotzdem wollte er Aufsichtsrat der Anti-Doping-Agentur werden - und kaum jemand widersprach. Das desavouiert die gesamte Sportpolitik.

Noch im September vergangenen Jahres durfte Frank Ullrich einen besonderen politischen Triumph genießen. Da wurde der frühere Biathlon-Olympiasieger als der Mann gefeiert, der den ehemaligen Verfassungsschutz-Chef und CDU-Rechtsausleger Hans-Georg Maaßen bezwang - im Kampf um das Direktmandat im Wahlkreis 196 in Thüringen. Kurz danach stieg Ullrich zum Vorsitzenden des Bundestags-Sportausschusses auf. Doch nun ist der SPD-Politiker schwer angeschlagen; und sein Fall ist ein Lehrstück über die Ignoranz und die Realitätsverweigerung, die den Sport und die Sportpolitik so oft kennzeichnen.

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SZ PlusVon Johannes Aumüller und Thomas Kistner

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