Analyse des DFB-Kaders – Offensives Mittelfeld

Löws absolute Luxusposition, auf der man jeden Tabellenführer und jeden Spitzenreiter schlagen kann. In der Dreierreihe hinter einem Solostürmer hat sich der Kader so beeindruckend entwickelt, dass Löw hier eine der breitesten Spitzen der Welt moderieren darf. Aktuell lautet das Stammtrio (noch) Müller-Özil-Podolski, aber Podolski wird inzwischen wöchentlich von neuen Herausforderern bedroht: Erst war André Schürrle drauf und dran, ihm den Stammplatz abzuknöpfen, jetzt kommt noch der famose Mario Götze hinzu. Schwer vorstellbar, dass Podolskis Wucht und Torgefahr auf Dauer reichen, um Rivalen dieser Kragenweite zu kontrollieren - zumal diese Spieler trotz ihrer Jugend schon imstande sind, eine Siegermentalität mental rüberzubringen.

Götze kann rechts wie links, Schürrle und Müller ebenfalls, Löw kann rochieren und rotieren lassen, und wenn er Lust hat, testet er Marco Reus, Kevin Großkreutz, Lewis Holtby oder Sidney Sam. Marko Marin und Piotr Trochowski? Kann Löw natürlich jederzeit zurückholen. Nur: Warum sollte er das tun?

Bild: REUTERS 11. August 2011, 17:452011-08-11 17:45:48 © SZ vom 11.08.2011/jbe