Amorim und Manchester UnitedDer Trainer, der gern auch Manager gewesen wäre, muss gehen

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Keine schlechte Saison: Rúben Amorim führte United wieder in Sichtweite der Champions-League-Plätze. Das bewahrte ihn nicht vor der Entlassung.
Keine schlechte Saison: Rúben Amorim führte United wieder in Sichtweite der Champions-League-Plätze. Das bewahrte ihn nicht vor der Entlassung. (Foto: Ian Hodgson/AP)

Rúben Amorim schien das abgestürzte Manchester United wieder auf Kurs zu bringen. Nun muss er plötzlich gehen, weil er seinen Job offenbar zu weitreichend interpretierte.

Von Sven Haist, London

Die plötzliche Trennung zwischen Manchester United und Trainer Rúben Amorim könnte ihre Ursprünge bereits bei seinem Amtsantritt gehabt haben. In seiner ersten Pressekonferenz im November 2024 reagierte der Portugiese auf die Frage nach seinem Einfluss auf mögliche Spielertransfers mit der Bemerkung, dass er zwar nicht das letzte Wort habe, aber eine bedeutende Verantwortung trage. „Ich bin der Manager, der Head Coach“, erklärte Amorim und betonte, dass er für die Auswahl der Spieler zuständig sei. Ein bemerkenswertes Detail, das damals wenig Beachtung fand, war seine explizite Stellenbeschreibung sowohl als „Manager“ als auch als „Head Coach“. Der Klub hatte ihn hingegen in einer offiziellen Mitteilung ausschließlich als „Head Coach“ vorgestellt – eine Premiere in der fast 150-jährigen Vereinsgeschichte. Bis dahin hatte Manchester United seine Trainer stets als „Manager“ betitelt.

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