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American Football:"In diesem Jahr hat er den letzten Schritt gemacht"

Viele Quarterbacks blühen erst auf, wenn sie die 30 Jahre überschreiten. Darauf setzte auch Thomas Dimitroff - und startete eine letzte Offensive. Er verlängerte den Vertrag mit Star-Receiver Julio Jones, verpflichtete die flinken Passempfänger Mohamed Sanu und Taylor Gabriel, draftete die Running Backs Devonta Freeman und Tevin Coleman. Ihnen allen stellte er den trickreichen Offensivtrainer Kyle Shanahan zur Seite.

Der Plan ging auf: Die Falcons spielen erstmals seit 1999 im Super Bowl. Nur einmal blieben sie in dieser Saison unter 20 Punkten, in sechs Spielen knackten sie die 40. Und endlich schien auch Dimitroffs große Wette sich auszuzahlen: Matt Ryan spielte so gut wie nie. Die NFL hat ihn zum wertvollsten Spieler der Saison (MVP) gekürt. "Er war schon immer gut", sagte Ryans ehemaliger Teamkollege Tony Gonzalez, "aber in diesem Jahr hat er den letzten Schritt gemacht auf dem Weg zur Perfektion."

Die Kritiker himmeln Ryan inziwschen übrigens wieder an. Sie fiebern dem großen Finale entgegen, wo der Kreis sich schließt. Wo Matt Ryan auf die New England Patriots trifft, auf Tom Brady, den Mann, den er einst hätte ablösen sollen.

Und Ryan selbst? Der hat nicht vergessen. Als er inmitten der Saison mal auf die vielen Kritiker von früher angesprochen wurde, meinte er nur: "Um ihnen den Mittelfinger zu zeigen, ist es ein bisschen früh." Sonntagnacht könnte es soweit sein.

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