America's Cup:Oracle schafft den umjubelten Ausgleich

Crew members of Oracle Team USA react after defeating Emirates Team New Zealand during Race 18 of the 34th America's Cup yacht sailing race in San Francisco, California

Das US-Team Oracle beim America's Cup.

(Foto: REUTERS)

Es ist schon jetzt eine der größten Aufholjagden der Sportgeschichte: Nach 1:8-Rückstand gegen Herausforderer Neuseeland schafft das US-Team Oracle beim America's Cup den Ausgleich. Nach dem siebten vergebenen Matchpunkt kommt es in der kommenden Nacht zur entscheidenden Wettfahrt.

Nach einer gigantischen Aufholjagd kann die Oracle-Crew beim 34. America's Cup am Mittwoch eines der größten Comebacks der Sportgeschichte krönen. In der Bucht von San Francisco gewannen die Amerikaner am Dienstagabend gegen das erneut chancenlose Team New Zealand beide Wettfahrten und glichen im Kampf um die legendäre Silberkanne mit dem siebten Sieg in Serie zum 8:8 aus.

Am Mittwoch (22.15 Uhr) steigt der Showdown um den entscheidenden neunten Punkt. "Das ist einer der unglaublichsten Tage meines Lebens", sagte James Spithill, australischer Steuermann des US-Titelverteidigers, "das Boot ist einfach nur fantastisch." Seine Mannschaft habe wieder hervorragend gekämpft: "Dass wir von hinten nach vorne gefahren sind, ist sehr beruhigend für Mittwoch. Wir sind auf alles vorbereitet, wir kämpfen bis aufs Letzte."

In der 17. Wettfahrt kassierten die offensichtlich nervösen Neuseeländer zunächst eine Strafe wegen Behinderung und dann eine weitere wegen einer Kollision, Oracle fuhr auf und davon. 27 Sekunden betrug der Vorsprung im Ziel, es stand nur noch 7:8. Kurz darauf sah es danach aus, als könnten die Kiwis den erlösenden Sieg feiern, doch trotz Führung verloren sie durch einen Wendefehler noch sehr deutlich (54 Sekunden Rückstand).

Für das Team ist der Einbruch ein Drama. Noch am vergangenen Mittwoch schienen die Neuseeländer um Skipper Dean Barker mit einer vermeintlich uneinholbaren 8:1-Führung den dritten Sieg nach 1995 und 2000 sicher zu haben, in der segelverrückten Heimat wurde bereits die Vitrine poliert. Seitdem vergaben die "Kiwis" aber sieben Matchbälle, sie wurden mehr und mehr zu Nervenbündeln.

Nach dem Ausgleich kauerte Barker ratlos auf seinem Boot und blickte ins Leere, die Hoffnung ist fast schon dahin. Oracle, angeführt von Spithill und dem viermaligen britischen Olympiasieger Ben Ainslie als Chef-Taktiker, hatte den Kampf um die prestigeträchtige Trophäe wegen Materialschummeleien mit minus zwei Punkten beginnen müssen - unter normalen Umständen also wären die Amerikaner bereits die Gewinner.

© Süddeutsche.de/sid/ebc
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