bedeckt München

Allstar Game in der NBA:Fliegen, stopfen, zaubern

Wenn die beste Basketballliga der Welt ruft, kommen sie alle. Wichtiger als das Ergebnis sind jedoch andere Dinge. Dunkings, Berühmtheiten und singende Künstler prägen das Wochenende. Mittendrin ist diesmal auch ein Deutscher - und er heißt nicht Nowitzki.

Die Bilder aus Houston.

9 Bilder

NBA All-Star Chris Paul of the Los Angeles Clippers holds up the MVP trophy after the 2013 NBA All-Star basketball game in Houston

Quelle: REUTERS

1 / 9

Wenn die beste Basketballliga der Welt ruft, kommen sie alle. Wichtiger als das Ergebnis sind jedoch andere Dinge. Dunkings, Berühmtheiten und singende Künstler prägen das Wochenende. Mittendrin ist diesmal auch ein Deutscher - und er heißt nicht Nowitzki.

Die Bilder des Wochenendes. 

Text: Jonas Beckenkamp

Als das Spiel der besten Basketballer des Planeten in der vergangenen Nacht vorbei war, durfte sich ausgerechnet einer der Kleinsten auf dem Feld feiern lassen. Chris Paul bekam beim NBA-Allstar-Game die Auszeichnung als wertvollster Akteur des Abends - dabei ist der 1,83-Meter-Mann von den Los Angeles Clippers kein überathletischer Dunking-Spezialist, sondern eher ein Aufbauspieler der Marke "Old School". 20 Punkte und 15 Assists schaffte Paul beim 143:138-Erfolg seiner West-Auswahl über den Osten. Traditionell spielen bei den Allstar Games ausgewählte Spieler aus den westlichen US-Clubs gegen eine Formationen der Spieler aus dem Osten der USA.

Doch das Ergebnis rückte ...

NBA All-Star Griffin of the Clippers dunks as teammate Durant and All-Star Noah of the Bulls look on during the 2013 NBA All-Star basketball game in Houston

Quelle: REUTERS

2 / 9

... in dieser Nacht des Glamours und des Spektakels in Houston deutlich in den Hintergrund: Bei den Allstar Games geht es einzig und allein um die Show. Die NBA feiert sich selbst und ihre medientauglichsten Idole, verteidigt wird in der Partie selbst eher nach dem Motto "Gerne nach Ihnen" und der Dunking hat Hochkonjunktur. Hier der derzeit wohl explosivste Springer im Weltbasketball bei seiner Vorführung: Blake Griffin - der sonst in LA gerne auf diese Art die Pässe von Chris Paul veredelt. 

NBA All-Star Paul of the Clippers goes around All-Star James of the Heat during the NBA All-Star basketball game in Houston

Quelle: REUTERS

3 / 9

Der winzige Spielmacher schreckt trotz seiner spärlichen Körpermaße aber nicht vor den restlichen Riesen zurück. Hier zieht Paul gegen LeBron James beherzt zum Korb. Seine enorme Finesse zeigt er aber zumeist in der Spielorganisation. "Wenn wir auf dem Feld stehen mit all der Feuerpower, wie kann man da nicht gerne passen", sagte Paul, der seine Auswahlkollegen mit zahlreichen sehenswerten Vorlagen bediente. Bester Werfer für den Westen war Kevin Durant von den Oklahoma City Thunder mit 30 Punkten, im Ost-Team erzielte Carmelo Anthony (New York Knicks) 26 Zähler.

NBA All-Star Game 2013

Quelle: AFP

4 / 9

Neben LeBron James (re.) durfte natürlich auch Kobe Bryant nicht fehlen. Der Mann von den LA Lakers ist seit Jahren Stammgast in der Formation des Westens - gewählt werden die Akteure, die in der ersten Fünf stehen, jeweils von den Fans, die Trainer suchen sich dann ihre Lieblings-Ergänzungsspieler aus. Auf diesem Weg schaffte es in der Vergangenheit auch Dirk Nowitzki stets unter die zwölf Auserwählten, doch diesmal fehlte er. Nach seiner Verletzung zu Saisonbeginn verpasste der Deutsche von den Dallas Mavericks das erste Drittel dieser Spielzeit und muss sich derzeit erst in Form bringen. 

NBA All-Star Weekend 2013

Quelle: dpa

5 / 9

Neben den Berühmtheiten auf dem Parkett präsentieren sich beim Allstar Game natürlich auch Promis und Künstler. Immer in der ersten Reihe dabei: Rapper und Multi-Millionär Jay Z, der selbst riesiger Basketballfan ist und sogar als Miteigentümer bei den Brooklyn Nets die Fäden zieht. Auch seine Frau Beyoncé (re.) hatte sichtlich Spaß, so nah dran zu sein. 

Singer Alicia Keys performs at half time during the NBA All-Star basketball game in Houston

Quelle: REUTERS

6 / 9

Zu den Show-Acts in der Halbzeit zählte auch ein Auftritt von Sängerin Alicia Keys, die schon beim Superbowl im Football live zu sehen war. Diesmal lieferte die 32-Jährige eine gekonnte Tanzeinlage an der Seite ihres steppenden Ensembles - nachdem sie zuvor noch ihre Künste am Klavier gezeigt hatte. 

NBA All-Star Weekend 2013

Quelle: dpa

7 / 9

Um mit dem Programm gleich ein ganzes Wochenende zu füllen, organisiert die Liga rund um das Allstar Game am Sonntag ein buntes, werberwirksames Spektakel. Zu den Höhepunkten des Samstags zählte sicherlich der "Dunking-Contest", bei dem sich die besten Flieger der NBA in Kreativität und Athletik messen. Der Gewinner hieß dieses Mal Terrence Ross. Der Flügelspieler der Toronto Raptors setzte sich gegen Titelverteidiger Jeremy Evans (Utah Jazz) durch. Ross sprang über einen Jungen, übergab den Ball im Flug zwischen den Beinen von der linken in die rechte Hand und stopfte ihn in den Korb - dafür gab es von der Jury Höchstnoten. 

Foot Locker Three-Point Contest

Quelle: AFP

8 / 9

Dass es beim Basketball nicht nur ums dunken geht, führte der Wurfkünstler Kyrie Irving gekonnt vor. Beim Dreier-Wettbewerb traf der junge Regisseur der Cleveland Cavaliers im Finale 17 der ersten 18 Würfe und gewann mit 23 von 30 möglichen Punkten gegen Matt Bonner (San Antonio Spurs/20). Irving gilt als pfeilschneller Mann der Zukunft - dass er nun auch einer der besten Dreierschützen ist, macht ihn nicht weniger wertvoll für die großen Klubs der NBA. 

Michael Jordan to turn 50

Quelle: dpa

9 / 9

Mit dem aufregenden Treiben bei Allstar Games kennt sich auch er bestens aus. Michael Jordan, seines Zeichens größter Basketballer aller Zeiten, feierte an diesem Sonntag seinen 50. Geburtstag. Noch vor einiger Zeit hatte "His Airness" gewitzelt, dass er jederzeit wieder einsteigen könnte in der NBA - als Spieler. Mittlerweile führt Jordan aber die Charlotte Bobcats als Eigentümer. Dort muss er sich ans Verlieren erst gewöhnen, denn die Mannschaft gilt als ziemliche Losertruppe. 

Ein Deutscher durfte in Houston übrigens auch mitmachen: Nationalspieler Tim Ohlbrecht feierte beim "kleinen" Allstar Game der NBA-Aufbauliga (D-League) einen Sieg und vollbrachte dabei eine ansehnliche Leistung. Beim 139:125 seines Prospects-Team über die Future-Auswahl stand der 24 Jahre alte Center in der Startformation und kam in 21 Minuten auf zwölf Punkte und zwölf Rebounds. Ohlbrecht hofft bei den Rio Grande Valley Vipers (dem Ersatzteam der Houston Rockets) weiter auf den Sprung in die NBA. 

© SZ.de/jbe/hum/bavo
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema