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Afrika Cup:Schock für Nigeria in der 95. Minute

Das Team von Trainer Gernot Rohr erlebt ein bitteres Ende gegen Algerien. Die Bayern-Basketballer verlieren offenbar ihren Besten und die Bayern-Fußballer haben ein neues Trikot.

Fußball, Afrika Cup: Gernot Rohr hat mit der nigerianischen Nationalmannschaft den Einzug ins Finale des Afrika-Cups nach einem Gegentreffer in letzter Sekunde verpasst. Im Halbfinale gegen Algerien verlor das Team des deutsch-französischen Trainers 1:2 (0:1), Riyad Mahrez (90.+5) vom englischen Meister Manchester City verwandelte kurz vor dem Abpfiff einen direkten Freistoß zur Entscheidung. Algerien bekommt es im Finale am Freitag (21.00 Uhr/DAZN) mit dem Senegal zu tun, der sich zuvor 1:0 (0:0) n.V. gegen Tunesien durchgesetzt hatte. Rohr, der in seiner langen Karriere schon Gabun, den Niger und Burkina Faso trainiert hat und das nigerianische Team seit 2016 betreut, muss somit weiter auf seine erste Finalteilnahme beim Afrika-Cup warten. Nigerias William Troost-Ekong (40.) unterlief kurz vor der Pause ein Eigentor.

Odion Ighalo (73./Handelfmeter) glich aus, doch Mahrez besiegelte Nigerias Niederlage mit seinem Freistoß von der Strafraumkante. Der Senegal hatte zuvor dank eines Eigentores gejubelt: Tunesiens Dylan Bronn lenkte in der 101. Minute eine Flanke unglücklich ins eigene Tor, nachdem Torhüter Mouez Hassen am Ball vorbeigesprungen war. Beide Teams hätten das Spiel jedoch mit Elfmetern bereits in der regulären Spielzeit entscheiden können. Zunächst parierte Senegals Torwart Alfred Gomis in der 75. Minute einen schwach geschossenen Foulelfmeter von Ferjani Sassi, dann wehrte Hassen Henri Saivets Strafstoß ab (80.). In der 115. Minute nahm Schiedsrichter Bamlak Tessema aus Äthiopien nach Ansicht der Videobilder einen Handelfmeter für Tunesien zurück, was noch einmal für reichlich Unruhe sorgte.

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Das Toptalent Kai Havertz bleibt bei Bayer 04. Ein Gespräch über Wertschätzung, wilde Ablösesummen - und das vergebliche Werben des FC Bayern.   Interview von Philipp Selldorf

Radsport, Tour de France: Daryl Impey hat die neunte Etappe der 106. Tour de France gewonnen. Der 34 Jahre alte Südafrikaner vom Team Mitchelton-Scott konnte sich am Sonntag nach 170,5 Kilometern von Saint-Étienne nach Brioude im Sprint zweier Ausreißer gegen den Belgier Tiesj Benoot durchsetzen. Dritter wurde der Slowene Jan Tratnik. Überschattet wurde das Teilstück vom Sturz des Italieners Alessandro De Marchi. Der CCC-Teamkollege des gebürtigen Berliners Simon Geschke kam bereits zehn Kilometer nach dem Start zu Fall und blieb zunächst regungslos liegen. De Marchi wurde anschließend mit dem Krankenwagen abtransportiert und zog sich nach ersten Angaben seines Teams Risswunden im Gesicht zu. Der zehnte Tagesabschnitt der Frankreich-Rundfahrt 2019 führt am Montag über 217,5 Kilometer von Saint-Flour nach Albi. Dort wartet am Dienstag dann auch der erste Ruhetag auf die Radprofis.

Basketball, FC Bayern: Der frühere NBA-Profi Derrick Williams steht einem Medienbericht zufolge vor dem Abgang beim FC Bayern. Der 28 Jahre alte Amerikaner habe sich mit dem Istanbuler Basketball-Spitzenclub Fenerbahce grundsätzlich auf einen Vertrag geeinigt, schrieb das Internetportal Eurohoops am Sonntag unter Berufung auf Quellen. Williams war 2018 zu den Münchnern gewechselt und hatte in seiner ersten Bundesligasaison mit den Bayern die Meisterschaft gewonnen. Mit 11,4 Punkten pro Partie war er drittbester Werfer seines Teams. Sein Vertrag war nach der Saison ausgelaufen. Am Donnerstag hatte Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic gesagt, dass er die kommende Woche mit einer Entscheidung rechne. Direkt nach dem Sieg in der Finalserie gegen ALBA Berlin hatte Vereinspräsident Uli Hoeneß berichtet, dass es Gespräche über eine Verlängerung gegeben habe: "Man muss abwarten. Wenn ein Angebot aus der NBA kommt, wird es schwer. Wenn keines kommt, dann haben wir eine Chance." Fenerbahce hatte vergangene Saison in der Königsklasse Euroleague den vierten Platz belegt.

Afrika Cup: Die Fußball-Nationalmannschaft des Senegal ist beim Afrika-Cup in Ägypten als erstes Team ins Finale eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Aliou Cisse setzte sich in einem verrückten ersten Halbfinale 1:0 (0:0) n.V. gegen Tunesien durch und zog damit zum zweiten Mal nach 2002 in das Endspiel dieses Turniers ein. Finalgegner am Freitag in Kairo ist Algerien oder Nigeria mit seinem deutschen Trainer Gernot Rohr, die sich am späten Abend gegenüberstanden. Ein Eigentor von Dylan Bronn in der 101. Minute entschied die ausgeglichene Partie zugunsten der Mannschaft um Champions-League-Sieger Sadio Mane vom FC Liverpool. Im zweiten Durchgang waren beide Teams in Kairo zunächst vom Punkt gescheitert.

Fußball, FC Bayern: Die Spieler des deutschen Fußball-Meisters Bayern München bestreiten in der kommenden Saison in einem überwiegend weiß gehaltenen Trikot die Auswärtsspiele. Am Sonntagvormittag wurde das neue Outfit des deutschen Rekordchampions gemeinsam mit seinem langjährigen Partner adidas vorgestellt. Schon in der Vergangenheit trugen die Bayern zum Beispiel bei den Europacupsiegen 1967, 1976 und 1996 weiße Trikots. Bei der letzten Trainingseinheit vor dem Abflug zur Audi Summer Tour am Montagmorgen liefen die Bayern-Profis in den neuen Trikots, Hosen und Stutzen auf. Serge Gnabry, der am Sonntag seinen 24. Geburtstag feierte, trainierte individuell im Leistungszentrum.