Abstiegskampf in der Bundesliga:Vom Schmerz geschüttelt, vor Freude gerührt

Die Bundesliga zwischen Frust und Riesenjubel: Während Augsburg die Befreiung im Schlussspurt ausgiebig zelebriert, ist Absteiger Düsseldorf emotional am Ende. Und Hoffenheim? Das Team von Trainer Markus Gisdol muss erstmal die Nerven beruhigen und auf eine erfolgreiche Relegation hoffen.

Reaktionen im Überblick

11 Bilder

Augsburg's Moelders, Callsen-Bracker and Klavan celebrate goal during German first division Bundesliga soccer match against Greuther Fuerth in Augsburg

Quelle: REUTERS

1 / 11

Die Bundesliga zwischen tiefem Frust und Riesenjubel: Während Augsburg die Befreiung im Schlussspurt ausgiebig zelebriert, ist Absteiger Düsseldorf auch emotional am Ende. Und Hoffenheim? Das Team von Trainer Markus Gisdol muss erstmal die Nerven beruhigen und auf eine erfolgreiche Relegation hoffen.

Augsburg ist ganz außer sich: Der Klub, den viele vor der Saison als sicheren Absteiger auf dem Zettel hatten, schafft am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Gegen Greuther Fürth gab es ein 3:1 - und danach nur noch Strahlebacken auf dem Platz. "Die Augsburger Erfolgsgeschichte geht weiter", sagte Kapitän Verhaegh überschwänglich, "wir haben nie aufgegeben und das Unmögliche geschafft."

FC Augsburg - Greuther Fürth 3:1

Quelle: dpa

2 / 11

Der Banner zum Klassenerhalt war sorgsam vorbereitet und zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle. Es folgte eine ausgedehnte Stadionrunde, in der sich die Spieler bei ihren - mitunter leidensfähigen - Fans bedankten. 

Augsburg's coach Weinzierl has beer poured over his head by Moelders and Klavan after German first division Bundesliga soccer match against Greuther Fuerth in Augsburg

Quelle: REUTERS

3 / 11

Besonders eifrig beim Feiern war Sascha Mölders (re.): Der erfolgreichste Torschütze in der Riege der Augsburger lebte sich nach Schlusspfiff auf dem Platz ordentlich aus. Und wies auf einen interessanten Zusammenhang hin: Sein Trikot trägt die Nummer 33 - mit ebenso vielen Punkten schließt der FCA die Saison 2012/13 ab. 

FC Augsburg - Greuther Fürth 3:1

Quelle: dpa

4 / 11

Eifrig duschte Mölders dann auch seinen Trainer Markus Weinzierl mit dem dargebotenen Weißbier. Weinzierl ließ alles über sich ergehen und schüttelte sein Haar im Anschluss Werbespott-reif. Nicht ausgeschlossen, dass sich bei ihm demnächst ein paar Shampoo-Hersteller melden werden. Weinzierls Saison-Fazit: "Wir waren an Weihnachten totgesagt, in einer Scheiß-Situation und alle richtig deprimiert. Wir haben ein kleines Wunder vollbracht."

Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim

Quelle: dpa

5 / 11

Für die Hoffenheimer war die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag katastrophal - 17. Platz, zwei Punkte Rückstand auf Düsseldorf und dann wartete da auch noch Borussia Dortmund. Andreas Beck befürchtete schon Schlimmstes, schließlich war die TSG bis zur 75. Minute sicher abgestiegen.

Hoffenheim's Suele and team mates celebrate victory against Borussia Dortmund during the German first division Bundesliga soccer match in Dortmund

Quelle: REUTERS

6 / 11

Am Ende durfte aber doch gejubelt werden: Mit einem kuriosen 2:1 rettete sich Hoffenheim zumindest auf den Relegationsrang. Andreas Beck schaute dann wieder ganz glücklich drein. "Die Saison ist so chaotisch wie dieses Spiel heute, aber trotzdem überwiegen gerade die positiven Emotionen. Es ist eine unfassbare Chance in diesem unbeschreiblichen Jahr, in dem so viel gegen uns lief, in der Liga zu bleiben", sagte er.

Hoffenheim's coach Gisdol celebrates victory against Borussia Dortmund during the German first division Bundesliga soccer match in Dortmund

Quelle: REUTERS

7 / 11

Trainer Markus Gisdol hüpfte nach dem Schlusspfiff wie ein Flummi über den Rasen. "Die Schlussphase war sehr emotional. Wir freuen uns, dass wir nun noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben", sagte er, nicht ohne die bevorstehende Relegation zu vergessen. "Wir haben noch nicht viel erreicht. Wir haben den ersten Schritt gemacht, aber wir brauchen noch zwei oder drei Schritte."

Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf

Quelle: dpa

8 / 11

Hoffensheims Triumph stürzte Düsseldorf in tiefe Trauer. Das Team von Norbert Meier präsentierte sich beim 0:3 in Hannover zwar wenig Bundesliga-tauglich, hatte aber dennoch lange den Relegationsrang im Blick. Im letzten Moment schob sich die TSG noch vorbei. Bei Axel Bellinghausen kannte die Trauer keine Grenzen. 

Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf

Quelle: dpa

9 / 11

Johannes van den Bergh stand Bellinghausen zur Seite, selbst schwer getroffen von der tragischen Entwicklung. Düsseldorf hatte als Aufsteiger eine grandiose Hinrunde absolviert, umso schmerzhafter trifft das Team der Abstieg. 

Hannover 96 v Fortuna Duesseldorf 1895 - Bundesliga

Quelle: Bongarts/Getty Images

10 / 11

Auch Norbert Meier stand im Anschluss etwas ratlos auf dem Platz. Der Trainer ist in Düsseldorf nicht unumstritten, mit dem Abstieg scheint auch seine Zukunft bei der Fortuna fraglich zu sein. "Ein bitterer Moment, es fühlt sich nicht gut an", sagte Meier, "das sind Momente, die man zuerst verarbeiten muss. Aber es besteht für mich kein Grund, davonzulaufen."

Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf

Quelle: dpa

11 / 11

Jens Langeneke suchte sich Beistand in den Rängen, doch der Schmerz wird wohl noch andauern. "Es ist wie Leere, es fühlt sich total beschissen an", so Langeneke, "wenn man die Tore nicht macht, und das zwölfte Spiel in Folge nicht gewinnt, braucht man sich nicht wundern, dass Hoffenheim beim Champions-League-Finalisten gewinnt."

© SZ.de/ska
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB