Abstieg in die Viertklassigkeit:Alemannia Aachen meldet Insolvenz an

Lesezeit: 13 min

Der Traditionsverein aus dem Rheinland muss den Gang in die Viertklassigkeit antreten. Frankreichs Schwimmer Yannick Agnel stellt über 800 Meter einen neuen Europarekord auf. Boxweltmeister Vitali Klitschko will bald seinen Rücktrittstermin verkünden. Skispringer Martin Schmitt ist nicht für den Weltcup-Auftakt nominiert.

in Kürze

Alemannia Aachen vor der Insolvenz

Mit ein Grund für die finanziellen Pobleme der Alemannia: Der Auszug aus dem alten Tivoli.

(Foto: dapd)

Insolvenz, Alemannia Aachen: Fußball-Drittligist Alemannia Aachen muss den bitteren Gang in die Insolvenz gehen und steht damit als erster Absteiger in die Regionalliga fest. Das teilte der ehemalige Bundesligist und Europapokal-Teilnehmer am Freitag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit. Der Insolvenzantrag werde in der kommenden Woche gestellt. Die Saison soll gemäß Insolvenzordnung und DFB-Statuten aber zu Ende gespielt werden. Danach soll ein Neuanfang in der Regionalliga erfolgen. Bereits Ende Oktober stand Aachen vor dem finanziellen Aus, Geschäftsführer Frithjof Kraemer musste gehen. Damals hieß es, es sei ein Geldgeber aus den eigenen Reihen gefunden worden. Der Alemannia fehlten nach nicht bestätigten Angaben kurzfristig mehr als zwei Millionen Euro. In der 3. Liga liegt der Zweitliga-Absteiger nach 17 Spielen mit 16 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz.

Schwimmen, Yannick Agnel: Schwimm-Doppelolympiasieger Yannick Agnel stellt bei den französischen Kurzbahn-Meisterschaften in Angers weiter Rekorde auf. Über 800 m Freistil verbesserte der 20-Jährige bei seiner zweiten Bestmarke binnen knapp zwölf Stunden in 7:29,17 Minuten den bisherigen Europarekord des Italieners Federico Colbertaldo aus dem Jahr 2009 gleich um 2,01 Sekunden. Zur über vier Jahren alten Weltbestmarke des australischen Olympiasiegers Grant Hackett allerdings fehlten Agnel, der am Donnerstagabend über die halbe Distanz Deutschlands Schwimmer Paul Biedermann in 3:32,25 Minuten als Weltrekordler abgelöste hatte, noch 5,75 Sekunden.

Boxen, Vitali Klitschko: Boxweltmeister Vitali Klitschko hat ein baldiges Karriereende angekündigt. "Ich will keine Rekorde brechen als ältester Boxer der Welt. Fast alle Träume, die ich hatte, habe ich realisiert", sagte der 41-Jährige in der ARD-Sendung "Beckmann", die am Donnerstag um 22.45 Uhr ausgestrahlt wird. "Man muss realistisch bleiben und die biologischen Prozesse im Körper sehen, man wird nicht jünger", sagte Klitschko. Wichtig sei, "zum richtigen Zeitpunkt aufzuhören". Wann er die Boxhandschuhe an den Nagel hängen wird, will der ältere der beiden Klitschko-Brüder noch vor dem 17. Dezember verkünden. An diesem Tag tritt das ukrainische Parlament, in das Klitschko mit seiner Partei UDAR als drittstärkste Fraktion einzieht, erstmals zusammen.

Rudern, Hartmut Buschbacher: Hartmut Buschbacher und der Deutsche Ruderverband (DRV) gehen getrennte Wege. Wie der DRV-Vorsitzende Siegfried Kaidel bekanntgab, wird der Cheftrainer seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag nicht verlängern. "Da ich meine Arbeit für den DRV, verbunden mit meiner persönliche Zielstellung, als erfüllt ansehe, werde ich mir neue berufliche Herausforderungen erschließen", kommentierte Buschbacher. Der Abschied von Buschbacher kommt überraschend. Nach den erfolgreichen Olympischen Spielen mit zwei Goldmedaillen schien eine Fortsetzung der Zusammenarbeit ausgemachte Sache. "Diese Entscheidung haben wir zu respektieren. Hartmut Buschbacher hat gute Arbeit geleistet, betonierte Strukturen aufgebrochen und uns nach 2008 wieder auf Erfolgskurs gebracht", sagte Kaidel. Bei der Suche nach einem Nachfolger sieht der DRV-Vorsitzende keinen sofortigen Handlungsbedarf: "Wir werden zunächst die abgelaufene Olympiaperiode sorgfältig analysieren und uns dann mit der Ausrichtung auf 2016 befassen."

Golf, Alex Cejka: Golfprofi Alex Cejka hat den Nordiren Rory McIlroy klar abgehängt und im Gegensatz zum Weltranglistenersten den Cut beim Europa-Tour-Turnier in Hongkong geschafft. Der Münchner verbesserte sich am Freitag mit einer 69er-Runde und insgesamt 141 Schlägen um 27 Positionen auf den 47. Platz. Nicht für die beiden Schlussrunden qualifizieren konnte sich dagegen McIlroy. Der blieb mit einer 72 auch am zweiten Tag deutlich unter seinen Möglichkeiten und hatte mit 145 Schlägen am Ende drei zu viel auf dem Konto. Spitzenreiter bei Halbzeit in Hongkong war der ehemalige US-Open-Gewinner Michael Campbell. Mit 131 Schlägen nach Runden von 67 und 64 Schlägen hatte der Neuseeländer einen Schlag Vorsprung vor dem Trio Miguel Angel Jimenez (Spanien), Zhang Lian-Wei (China) und Fredrik Andersson Hed (Schweden). Die Hongkong Open sind mit 1,56 Millionen Euro dotiert, der Sieger erhält 260.638.

Skispringen, Weltcup-Nominierung: Ohne Routinier Martin Schmitt starten die deutschen Skispringer in den Weltcup-Winter. Bundestrainer Werner Schuster nominierte am Freitag in Klingenthal seinen siebenköpfigen Kader, mit dem er am 23. November im norwegischen Lillehammer in die Weltcup-Saison startet. Angeführt wird das deutsche Team vom Sommer-Grand-Prix-Sieger Andreas Wank (Oberhof) und Severin Freund (Rastbüchel). Zudem sind Michael Neumayer (Berchtesgaden), Richard Freitag (Aue), Andreas Wellinger (Ruhpolding), Danny Queck (Oberhof) und Karl Geiger (Oberstdorf) dabei. Weltmeister und Olympiasieger Schmitt soll sich im Continental-Cup weiter in Form bringen. Er hatte wegen einer Knieverletzung fast die komplette vergangene Saison aussetzen müssen. "Er braucht bloß ein bisschen. Es hat keinen Sinn gemacht, ihn auf den Weltcup-Auftakt zu pushen", sagte Schuster. Es sei besser, dass Schmitt noch mal "den Umweg geht. Alles andere hatten wir schon. Dann sieht man den ersten guten Sprung und denkt, jetzt kann es gehen. Das löst Stress aus. Ich glaube, er braucht diese Zeit noch."

Basketball, Alba Berlin: Die Basketballer von Alba Berlin haben einen wichtigen Schritt auf dem Weg in die Top-16 der Euroleague verpasst. Gegen den italienischen Serienmeister Montepaschi Siena drehten die Albatrosse am Donnerstagabend zwischenzeitlich ein dramatisches Spiel und verloren am Ende mit 73:75 (34:39). Die Berliner haben mit zwei Siegen aus sechs Spielen aber weiterhin Chancen, in die nächste Runde einzuziehen. Deon Thompson mit 20 und Vule Avdalovic mit 13 Punkten waren die besten Berliner Werfer.

Handball, Champions League: Dank eines überragenden Iker Romero stehen die Füchse Berlin ganz dicht vor dem Erreichen des Achtelfinals in der Handball-Champions-League. Der spanische Rückraumschütze traf am Donnerstag beim 29:27 (12:13)-Sieg gegen HC Croatia Zagreb achtmal. Damit steht der Bundesliga-Dritte weiter auf Platz zwei der Gruppe D. Die Gastgeber fanden sofort Bindung zum Spiel - aggressiv in der Abwehr und effizient in der Offensive präsentierte sich der Hauptstadtclub. So setzten sich die Berliner über die Station 4:1 (8. Minute) zwischenzeitlich auf 11:6 (20.) ab. Doch anschließend folgte der Einbruch. Die Füchse blieben zehn Minuten ohne eigenen Treffer. Ideen- und planlos agierten die Hausherren in dieser Phase. Ganz anders die Gäste: Schnörkellos suchten sie den Abschluss. Mit sieben Treffern in Serie drehten sie den Rückstand in eine 13:11-Führung (30.). In den zweiten 30 Minuten sahen die Zuschauer ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beiden Teams immer wieder Fehler unterliefen. Fast keine Schwächen zeigte Romero. Der Weltstar, der erst zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, traf nach Belieben und war ein Garant dafür, dass sein Team in der 45. Minute mit 21:20 in Front lag und am Ende den vierten Saisonsieg im fünften Spiel der Königsklasse feierte.

MSV Duisburg, Finanzprobleme: Der Fußball-Traditionsverein MSV Duisburg ist bereit, seine finanziellen Probleme durch eine Strukturreform zu beheben. Wie Aufsichtsrat und Vorstand des Zweitligisten am Donnerstagabend gemeinsam erklärten, stehe man einem durch eine Investorengruppe vorgelegten Sanierungskonzept offen gegenüber. "Eine grundsätzliche Zustimmung wurde erreicht, wobei einige Punkte noch finalisiert werden und eine daraus möglicherweise resultierende Satzungsänderung nur durch die Außerordentliche Mitgliederversammlung genehmigt werden kann", hieß es in der Erklärung. Wird dem Sanierungskonzept zugestimmt, wäre zumindest die kurzfristige Zukunft gesichert. Dem Vernehmen nach fehlen dem MSV über zwei Millionen Euro, eine genaue Summe will der Club nicht bestätigen. "Klar ist, dass wir schnell Geld brauchen", meinte Geschäftsführer Roland Kentsch. Durch die prekäre sportliche Situation in der Abstiegszone und dem Ausscheiden aus dem DFB-Pokal beim Drittligisten Karlsruhe fehlen dem Verein eingeplante Einnahmen aus TV-Geldern. Für die Finanzierung des Stadions müssen jährlich rund 4,5 Millionen Euro aufgebracht werden. Im Zweifelsfall müssen die Duisburger wegen Verstoß gegen die Lizenzauflagen mit einem Punktabzug rechnen. Am Dienstag war der bisherige Vereinsvorsitzende Andreas Rüttgers von seinem Amt zurückgetreten, nachdem die Stadiongesellschafter, denen die Duisburger Arena gehört, das Konzept vorgelegt hatten. Wie es heißt, fordern die Investoren mehr Mitspracherecht im Verein. Dafür müsste eine Satzungsänderung vorgenommen werden. Scheitert der Plan, droht dem MSV in letzter Konsequenz die Insolvenz.

Fußball, Wettbetrug: In der Revisionsverhandlung um dem großangelegten Betrug mit Fußballwetten hat der Anwalt des angeklagten Wettpaten Ante Sapina dem Landgericht Bochum schwere Rechtsverstöße vorgeworfen. Sapina sei in erster Instanz mit unlauteren Drohungen dazu gedrängt worden, Beweisanträge zurückzunehmen, sagte Rechtsanwalt Ralf Neuhaus am Donnerstag vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Er beantragte, das Urteil gegen Sapina wegen Rechtsfehlern aufzuheben. Die Bundesanwaltschaft trat dem Antrag entgegen. Sapina war im Mai vergangenen Jahres wegen gewerbsmäßigem Betrug zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er soll gemeinsam mit Komplizen im großen Stil Wetten auf manipulierte Fußballspiele platziert haben. Der BGH will am 20. Dezember eine Entscheidung verkünden. Gleichzeitig werden am BGH auch die Urteile von zwei weiteren mutmaßlichen Wettbetrügern überprüft, die in Bochum zu fünfeinhalb beziehungsweise zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden waren.

Bundesliga, Hannover 96: Präsident Martin Kind von Fußball-Bundesligist Hannover 96 hat Trainer Mirko Slomka im wochenlangen Poker um eine Vertragsverlängerung ein Ultimatum gestellt. "Wir brauchen Planungssicherheit und entsprechend eine Entscheidung, haben als Termin den 20. Dezember gewählt", sagte Kind dem Fachmagazin kicker. Dieses Ultimatum habe er Slomkas Berater Harun Arslan mitgeteilt.

Zuletzt gab es immer widersprüchliche Aussagen aus Hannover zur angestrebten Vertragsverlängerung mit Slomka über Sommer 2013 hinaus. Sportdirektor Jörg Schmadtke sprach von einem Vertrag, der zu "90 Prozent ausverhandelt ist. Es fehlen nur noch Mini-Details". Slomka dagegen meinte: "Es liegt momentan kein unterschriftsreifes Angebot von Hannover 96 vor." Und: "Es ist nicht so, dass wir einen Vertrag zusammengestellt haben, der beide Seiten befriedigt." Slomka hatte Hannover seit seinem Amtsantritt im Januar 2010 aus dem Tabellenkeller und zuletzt zweimal in Serie in die Europa League geführt. Der 45-Jährige wird auch mit dem Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht.

Krise beim Deutschen Tennis Bund: Der umstrittene Hauptgeschäftsführer des Deutschen Tennis Bundes, Stephan Brune, steht nach Informationen der Bild-Zeitung vor dem Rücktritt. Demnach sollen sich zahlreiche DTB-Landesverbände gegen den seit einem Jahr amtierenden Brune ausgesprochen haben. Bei der Mitgliederversammlung an diesem Sonntag in Bad Neuenahr soll nach Angaben der Zeitung vom Donnerstag die Trennung verkündet werden. Vom DTB war zunächst keine offizielle Stellungnahme zu bekommen. Zwei Präsidenten einflussreicher Landesverbände bestätigten allerdings den bevorstehenden Schritt. "Je schneller Herr Brune das aufgibt, desto besser", sagte einer der Landesfürsten am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. "Er hat gezeigt, dass er mit Verbandsarbeit gar keine Erfahrung hat. Er hat ein unglückliches Händchen und Unruhe in der Öffentlichkeit erzeugt." Brune war vor einem Jahr vom damals ebenfalls neu gewählten DTB-Präsidenten Karl-Georg Altenburg als Geschäftsführer des Verbandes eingesetzt worden. Scharfe Kritik gab es immer wieder an Brunes Jahresgehalt von 200 000 Euro und seiner Amtsführung. Zuletzt hatte sich im Zuge des Davis-Cup-Streits mit dem zurückgetretenen Kapitän Patrik Kühnen ein wichtiger Sponsor vom DTB getrennt und dabei schwere Vorwürfe gegen die Verbandsspitze erhoben.

SC Freiburg, Ausfall: Fußball-Bundesligist SC Freiburg muss bis zum Jahresende auf Matthias Ginter verzichten. Bei dem 18 Jahre alten Verteidiger wurde ein Haarriss an einem Rückenwirbel diagnostiziert. Damit plagen die Breisgauer vor der Bundesliga-Partie bei Hannover 96 am Samstag (15.30 Uhr) große Personalsorgen in der Defensive. In Fallou Diagne steht Trainer Christian Streich derzeit nur ein gesunder Innenverteidiger zur Verfügung. Nach den langfristigen Ausfällen von Ginter und Immanuel Höhn (Syndesmoseriss) sind auch die Einsätze von Pavel Krmas und Mensur Mujdza (beide muskuläre Probleme) fraglich. "Wir hoffen, dass zumindest einer am Samstag spielen kann. Wenn beide ausfallen sollte, müssen wir improvisieren", sagte Streich am Donnerstag. Abwehrspieler Beg Ferati hat zwar nach seiner Denkpause wieder das Mannschaftstraining aufgenommen, spielt nach seiner öffentlichen Kritik in Schweizer Medien keine Rolle mehr für die Startelf. Zudem fehlt Streich weiterhin Mittelfeldspieler Johannes Flum (grippaler Infekt).

Eishockey, DEL: Der EHC München hat sich in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) vorerst die Dienste von NHL-Stürmer Paul Stastny gesichert. Der 26-Jährige könne voraussichtlich schon an diesem Freitag im Auswärtsspiel bei den Hannover Scorpions auflaufen, teilten die Münchner am Donnerstag mit. "Die Verpflichtung von Paul Stastny ist ein weiterer Traum, der für uns in Erfüllung geht", sagte EHC-Manager Christian Winkler. "Aufgrund unserer aktuellen Verletzungsmisere ist es ein Glücksfall, dass in der NHL noch nicht gespielt wird."

Erst vor kurzem hatten die Münchner auch NHL-Profi Blake Wheeler verpflichtet. In der nordamerikanischen Profiliga NHL finden wegen des andauernden Arbeitskampfes derzeit keine Spiele statt. Viele Stars gehen deshalb vorübergehend in Europa aufs Eis.

Motorsport, Stefan Bradl: Motorrad-Pilot Stefan Bradl muss sich in der Winterpause wohl einer Operation am rechten Unterarm unterziehen. Grund dafür ist die Rennfahrerkrankheit "arm pump", die dem 22-Jährigen in seiner ersten MotoGP-Saison immer wieder Probleme gemacht hatte. "Alle Anzeichen und meine Beschreibungen deuten auf eine Operation hin", sagte Bradl nach einer Untersuchung in Barcelona der Fachzeitschrift Speedweek. Der Honda-Pilot plagt sich schon seit Monaten damit herum. Bereits im Mai hatte Bradl einen Eingriff in Erwägung gezogen, dann aber wieder davon abgesehen. Bradl, der am Mittwoch in Valencia seinen Vertrag bei Honda um ein Jahr bis 2014 verlängert hatte und anschließend zu Dr. Xavier Mir gereist war, musste einiges anstellen, um abseits der Strecke eine Diagnose zu ermöglichen. "Ich habe 45 Minuten lang eine Hantel rauf und runter drehen müssen, um ähnliche Schmerzen zu simulieren wie beim Motorradfahren. Aber die Schmerzen sind trotz aller Bemühungen nicht so stark gewesen wie auf der Rennmaschine." Von den gemessenen Werten sei eine Operation "nicht unbedingt nötig. Aber Dr. Mir sprach von einem ziemlich klaren Fall, als ich ihm mitgeteilt habe, dass ich nach dem Japan-GP fast 24 Stunden lang Schmerzen gespürt habe." Bradl ist mit dem Problem nicht allein. "Arm pump" tritt bei vielen Motorrad-Piloten auf. Ursache ist laut Bradl "heftiges Bremsen und Gas geben".

Basketball, NBA: Nach drei Niederlagen in Folge haben die Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA mal wieder einen Erfolg eingefahren. Die Texaner besiegten in ihrem Heimspiel die Washington Wizards 107:101 (63:45). Eine starke Leistung bei den Mavericks zeigte der deutsche Nationalspieler Chris Kaman mit 23 Punkten und acht Rebounds. Lediglich O. J. Mayo war mit 25 Zählern aufseiten der Mavericks erfolgreicher. Superstar Dirk Nowitzki fehlt Dallas nach wie vor wegen einer Knieverletzung.

Fußball, René Adler: Nationaltorwart René Adler fürchtete während seiner langen Verletzungspausen in den vergangenen Jahren ein ähnliches Schicksal wie Robert Enke. "Wir haben gefühlt, dass wir ähnlich sind. Deshalb hat es mir ja Angst gemacht, dass ich einen ähnlichen Weg einschlagen könnte", sagte Adler in einem Interview mit dem Magazin Stern über Enke, der an Depression litt und sich vor drei Jahren das Leben nahm. Er habe sich "schon in der Nähe des Stadions, wo ich mich sonst am besten fühlte, total unwohl gefühlt", bekannte Adler. "Ich bekam auf einmal Beklemmungen. Ich war froh, wenn ich wieder zu Hause war, hatte keine Lust, mit Leuten zu reden." Enke war einst Adlers Rivale im Kampf um den Stammplatz im deutschen Tor.

Nach Enkes Tod war Adler zur deutschen Nummer 1 aufgestiegen, er verlor den Platz aber verletzungsbedingt an Manuel Neuer. "Wir sind beide sehr sensibel und hatten keinen Bock, noch mehr Druck gegeneinander zu machen. Der Druck bei der Nationalmannschaft ist auch so groß genug", sagte Adler über Enke. Er selbst, sagte er, habe aufpassen müssen, "dass ich nicht in eine Depression verfalle. Ich hatte mir viel zu viel Druck gemacht, der Körper sucht sich dann ein Ventil, bei mir waren das die vielen Verletzungen." Adler gehörte beim Länderspiel in Amsterdam am Mittwoch gegen die Niederlande nach zwei Jahren Abwesenheit wieder dem DFB-Team an.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB