Spaniens Fußball:"Und wenn jemand einen Sack Kokain in meinen Kofferraum legt?"

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Liest das Kleingedruckte nach: Luis Rubiales, der Präsident des spanischen Fußballverbandes, ist empört über das Abschöpfen von Nachrichten aus seinem Mobiltelefon. (Foto: Irina R. Hipolito/Zuma/Imago)

Eine Abhöraffäre wirft neues Licht auf die Vergabe des spanischen Supercups an Saudi-Arabien. Vertrauliche Audionachrichten stürzen Verbandschef Luis Rubiales und Barça-Profi Gerard Piqué in Erklärungsnöte.

Von Javier Cáceres, Berlin/Madrid

Es soll schon mal vorgekommen sein, dass ein millionenschwerer Unternehmer für die Organisation eines sogenannten Sportevents eine Provision einstreicht. Es ist auch nicht völlig neu, dass derartige Maklergebühren zehn Prozent des Umsatzes betragen. So gesehen hat es in der Geschichte des Profifußballs schon Enthüllungen gegeben, die bizarrer angemutet haben als die Affäre, die Spaniens Fußball gerade nachhaltig erschüttert: die aus vielerlei Gründen fragwürdige Vergabe des spanischen Supercups nach Saudi-Arabien. Im Zentrum: Barça-Profi Gerard Piqué und dessen Firma Kosmos einerseits, sowie Luis "Rubi" Rubiales, Präsident des spanischen Fußballverbandes RFEF, andererseits.

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