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Abfahrt in Kitzbühel:Jansrud triumphiert auf der halben Streif

Jansrud of Norway reacts after his run in men's Alpine Skiing World Cup downhill race in Kitzbuehel

Schon kurz nach seinem Zieleinlauf in Kitzbühel hat Kjetil Jansrud ein gutes Gefühl - tatsächlich kann keiner seine Fahrtzeit auf der Streif unterbieten.

(Foto: REUTERS)
  • Der Norweger Kjetil Jansrud gewinnt die Sprintabfahrt auf der Streif in Kitzbühel.
  • Zweiter wird mit zwei Hunderstel Rückstand Dominik Paris aus Italien, der Franzose Guillermo Fayed fährt überraschend auf Rang drei - zwei Deutsche verpassen knapp die halbe WM-Norm.
  • Zum Ergebnis und dem Stand im Weltcup geht es hier.

Achter Weltcupsieg für Jansrud

Der norwegische Skirennfahrer Kjetil Jansrud hat zum ersten Mal in seiner Karriere die Weltcup-Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel gewonnen. Bei dem wegen Nebels stark verkürzten Rennen setzte sich der 29-Jährige vom Seidlalm-Sprung aus am Samstag hauchdünn vor dem Italiener Dominik Paris durch. Dem Super-G-Sieger vom Vortag fehlten nur zwei Hundertstelsekunden auf Jansrud, der den achten Weltcupsieg seiner Laufbahn schaffte.

"Für mich ist das ein wahnsinniger Tag. Das ist mein schönster Sieg", sagte Jansrud 2013 war er bei der Kitzbühel-Schussfahrt Siebter und 2014 Neunter geworden. Als Dritter schaffte es der Franzose Guillermo Fayed aufs Podest.

Deutsche auf Rang 16 und 18

Ein starke Leistung boten zwei deutsche Läufer. Andreas Sander schob sich mit der hohen Startnummer 43 noch auf einen bemerkenswerten 16. Platz nach vorne, Klaus Brandner belegte Rang 18 und stellte damit sein bestes Weltcup-Ergebnis ein. Josef Ferstl dagegen kam mit der Strecke überhaupt nicht zurecht und belegte mit 1,24 Sekunden Rückstand auf Jansrud nur Rang 37.

"Ich wollte zeigen, dass ich es kann, leider passiert mir der Fehler", sagte Ferstl, der die witterungsbedingte Streckenverkürzung mit gemischten Gefühlen aufnahm. "Sehr schade, dass man nicht mal die Hälfte gefahren ist, aber da kann man nichts machen. Gott sei Dank wurde überhaupt gefahren", sagte er im ZDF.

Wegen einer Nebelbank im Streckenabschnitt "Alte Schneise" war die Startzeit von 11.45 Uhr halbstündig verschoben worden - um 13.45 Uhr wurde dann ab der Seidlalm gefahren. Damit fehlten legendäre Passagen wie die Mausefalle oder der Steilhang, der Höhenunterschied betrug statt 860 Metern nur 440 Meter und damit deutlich weniger, als im Reglement des Internationalen Skiverbandes FIS vorgesehen (800 bis 1000 Meter).

Vor dem Start hatte sich Jansrud bei Twitter zur Verkürzung der Strecke geäußert. "Ein Tiger hat sich in ein Kätzchen verwandelt", schrieb er. Aber Sicherheit gehe vor.