Wenn wenigstens ein Pünktchen hängengeblieben wäre. Doch diese 0:1-Heimniederlage am Samstag gegen den Halleschen FC verschlechterte die Lage der SpVgg Bayreuth im Abstiegskampf der dritten Liga geradezu dramatisch: Vier Zähler und 22 Tore liegen die Oberfranken nun hinter dem rettenden Ufer, das ist zwar in den verbleibenden sechs Partien noch zu korrigieren, aber das verlorene direkte Duell hat durchaus Spuren hinterlassen bei der "Altstadt".
Trainer Thomas Kleine musste dann nach dem Spiel schon beherzt in die Schublade mit den Durchhalteparolen greifen: "Wir sind eine Mannschaft, die beisammen bleibt und die immer wieder zurückkommt. Es sind noch 18 Punkte zu vergeben, wir glauben fest daran, dass wir die nötigen Zähler noch holen", sagte der 45 Jahre alte Coach. Und: "Wir werden bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen."
Zuletzt hatte sich die SpVgg mit dem Überraschungssieg in Dresden und dem klaren 3:0 gegen Schlusslicht Meppen zurückgemeldet, doch die jüngsten Pleiten in Verl (1:4) und nun gegen den direkten Konkurrenten Halle erstickten die neue Euphorie sofort wieder im Keim. Dabei hatte Bayreuth am Samstag zunächst noch Glück, als der HFC durch Jonas Nietfeld die Latte traf (22.), kam anschließend mit guten Chancen von Alexander Nollenberger (25.) und Markus Ziereis (33.) selbst in die Gänge - und kassierte dann doch das letztlich entscheidende Gegentor: Ausgerechnet Kapitän Benedikt Kirsch unterlief an seinem 27. Geburtstag ein Fehlpass, den Aljaz Casar zur Vorlage und Erich Berko zum 0:1 nutzte (40.)
Nach der Pause traf Nollenberger den Pfosten (63.), Kirsch scheiterte per Kopf an Halles Torwart Felix Gebhardt (68.); doch Bayreuth kam nicht mehr zum Ausgleich, auch nicht in Überzahl nach Gelb-Rot gegen Tunay Deniz (81.). "Wir haben alles nach vorne geworfen, aber entweder der Pfosten oder ein Abwehrbein war im Weg", klagte SpVgg-Übungsleiter Kleine. "Und so haben wir es eben nicht geschafft, den Ball über die Linie zu kriegen."
