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2. Liga:Punkt für den Club

Der 1. FC Nürnberg sichert ein spätes 2:2 in Regensburg - durch ein kurioses Eigentor eines Jahn-Spielers.

Manchmal reicht Fußballern dieses eine späte Tor, um eine vermaledeite Saison kurz vor dem Ende zu wenden. Genau darauf hofft seit Dienstagabend der 1. FC Nürnberg nach dem 2:2 (1:1) in letzter Minute im bayerischen Zweitliga-Derby bei Jahn Regensburg. Durch ein Eigentor des Jahn-Verteidigers Tim Knipping schaffte der Club den Punktgewinn. Nach dem Bundesliga-Abstieg vor einem Jahr droht den Franken aber weiter der noch tiefere Sturz, nur drei Punkte trennen den Tabellen-15. von Abstiegsrang 17. "Dass das nicht angenehm ist, gar keine Frage", sagte Trainer Jens Keller. "Aber die Mannschaft hat gefightet, daran sieht man, dass sie intakt ist."

Sein Team startete gut. Der erstmals seit dem zwölften Spieltag eingesetzte Mikael Ishak, vor zwei Jahren noch großer Aufstiegsheld, schoss die frühe Führung (11. Minute). Mehr Sicherheit gab der Vorsprung dem Club aber nicht: Stattdessen bestimmten fortan die Regensburger die Partie. Erst scheiterten Andreas Albers (28.) und Chima Okoroji (38.) noch jeweils am rechten Torpfosten, ehe Albers den Ball aus wenigen Metern doch zum Ausgleich ins Tor stupste (44.).

Direkt nach der Pause traf dann der Jahn-Topscorer Sebastian Stolze sogar per Abstauber zum 2:1 (48.), was wiederum die Clubberer anstachelte: Ishak schoss jedoch aus aussichtsreicher Position neben das Tor (68.) und Adam Zrelak köpfte an die Latte. Mehr Glück hatte der Slowake schließlich, als Knipping seinen Schuss zum 2:2 abfälschte (90.+4). Der Jubel war groß, trotzdem könnte der FCN bereits an diesem Mittwoch auf den Relegationsrang 16 rutschen.

© SZ vom 27.05.2020

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