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2. Liga:Club schlittert in Richtung Abstieg

1. FC Nürnberg v SpVgg Greuther Fürth - Second Bundesliga

Verzweifelt: Nürnberg-Torhüter Christian Mathenia

(Foto: Getty Images)

Der 1. FC Nürnberg verliert das Frankenderby gegen Fürth. Juventus Turin erreicht gegen den AC Mailand das Pokalfinale.

Meldungen im Überblick

2. Liga: Der 1. FC Heidenheim bleibt den Aufstiegsfavoriten in der 2. Fußball-Bundesliga dicht auf den Fersen. Durch einen 4:1 (1:0)-Sieg am Samstag gegen Jahn Regensburg verkürzte der Tabellenvierte den Abstand zum Relegationsplatz auf einen Punkt. Dem Tabellen-16. SV Wehen Wiesbaden gelang mit 2:1 (1:1) bei Holstein Kiel ein wichtiger Erfolg im Abstiegskampf, während der 1. FC Nürnberg nach dem 0:1 (0:0) im Frankenderby gegen die SpVgg Greuther Fürth nicht nur seit sieben Spielen sieglos ist, sondern auch nur noch zwei Punkte vor dem Abstiegsrelegationsplatz steht. Einen Rückschlag musste auch VfL Osnabrück hinnehmen, der Tabellen-14. verlor gegen den VfL Bochum mit 0:2 (0:1).

3. Liga: Tabellenführer MSV Duisburg hat im Aufstiegsrennen der 3. Liga nur mit großer Mühe eine Niederlage verhindert. Der eingewechselte Kurt Karweina traf am Samstag in der 92. Minute zum 1:1 (0:1)-Endstand der Zebras gegen die Würzburger Kickers und sicherte der Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht immerhin einen Punkt. Duisburg hat mit 55 Zählern nur noch einen mehr als Verfolger Eintracht Braunschweig, der mit 2:1 (1:0) gegen Abstiegskandidat SG Sonnenhof Großaspach gewann. Dem FC Hansa Rostock gelang beim 1:0 (0:0) bei 1860 München der dritte Erfolg in Folge, die Norddeutschen lauern mit 51 Punkten auf Platz vier. In Duisburg brachte Hendrik Hansen die Kickers in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit in Führung (45.+4). MSV-Topscorer Moritz Stoppelkamp war zuvor bereits in der 28. Minute verletzt ausgewechselt worden. Würzburg steht nach dem Remis punktgleich mit Rostock auf Platz fünf. Auch Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt verpasste wichtige Punkte im Aufstiegskampf beim 0:0 bei Preußen Münster. Der 1. FC Kaiserslautern verschaffte sich derweil Luft und kann so langsam aber sicher für ein weiteres Jahr in der 3. Liga planen. Der Traditionsverein bezwang den Chemnitzer FC mit 2:0 (0:0) und baute den Vorsprung auf den FSV Zwickau auf Abstiegsplatz 17 auf acht Punkte aus. Dünner wird die Luft für Viktoria Köln. Die Rheinländer verloren auswärts beim 1. FC Magdeburg mit 0:2 (0:1) und stehen nur noch zwei Zähler vor der Abstiegszone. Bereits am Freitagabend war dem Halleschen FC mit dem neuen Trainer Florian Schnorrenberg ein 3:2 (1:0)-Erfolg beim SV Meppen gelungen.

Italien, Pokal: Im ersten Spiel nach der langen Corona-Pause hat Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin mit großer Mühe das Pokal-Endspiel erreicht. Juventus genügte im Halbfinal-Rückspiel gegen den AC Mailand am Freitagabend daheim vor leeren Rängen ein 0:0. Das Hinspiel am 13. Februar in Mailand war 1:1 ausgegangen, das damalige Auswärtstor von Cristiano Ronaldo gab nun den Ausschlag. Gegner im Endspiel am kommenden Mittwoch in Rom ist entweder der SSC Neapel oder Inter Mailand.

Ronaldo hatte im Hinspiel vor fast vier Monaten kurz vor Schluss einen Handelfmeter zum Ausgleich verwandelt, diesmal setzte der Portugiese einen Handstrafstoß in der 16. Minute nur an den Innenpfosten. Zwei Minuten später sah der frühere Frankfurter Ante Rebic nach einem Tritt die Rote Karte. Der AC Mailand war lange Zeit in Unterzahl. In der letzten halben Stunde half auch der eingewechselte einstige Weltmeister Sami Khedira Juventus dabei, die Partie ohne Gegentor zu überstehen.

Boxen, Berlin: Der frühere Box-Weltmeister Jack Culcay hat bei der Rückkehr aus der Coronapause seinen WBO-International-Titel im Superweltergewicht erfolgreich verteidigt. Der 34-Jährige gewann am Freitagabend in den Berliner Havelstudios gegen den erfahrenen Franzosen Howard Cospolite (37) einstimmig nach Punkten und empfahl sich damit für höhere Aufgaben. Culcay hofft künftig wieder auf einen WM-Kampf.

Als erster deutscher Vertreter richtete der Agon-Boxstall am Freitag wieder einen Kampfabend aus, der Berliner Senat hatte im Vorfeld die Genehmigung erteilt. Geboxt wurde unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen, Zuschauer waren nicht erlaubt. Nur unmittelbar mit dem Event befasste Personen wie die Sportler, Trainer und Kampfrichter waren am Ring. Agon-Chef Ingo Volckmann sah die Kämpfe als "weiteren Schritt in die Normalität, und ich bin mir sicher, dass wir in absehbarer Zeit wieder alle Fans an unserem Boxring begrüßen dürfen."

Golf, Bernhard Langer: Für Deutschlands Golfidol Bernhard Langer ist das erste Turnier der US-Tour nach der coronabedingten Pause bereits nach dem zweiten Tag beendet. Der 62-Jährige gebürtige Anhausener, seit 2002 Mitglied der World Golf Hall of Fame, spielte wie schon zum Auftakt eine 70-er Runde und verpasste den Cut im texanischen Fort Worth um zwei Schläge. Weitere deutsche Golfer sind nicht am Start.

Der US-Amerikaner Harold Varner III behauptete mit insgesamt 129 Schlägen seine Führung, ihm sitzen zur Halbzeit seine Landsleute Bryson DeChambeau und der dreimalige Major-Gewinner Jordan Spieth mit einem Schlag mehr im Nacken. Der Weltranglistenerste Rory McIlroy aus Nordirland folgt mit 131 Schlägen auf einem geteilten vier Platz.

In Fort Worth sind 15 Spieler der aktuellen Top 20 der Weltrangliste am Start. Tiger Woods hatte auf eine Teilnahme bei der mit 7,5 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung verzichtet. Wegen der Quarantänebestimmungen sind auch die außerhalb der USA lebenden Adam Scott (Australien) und Tommy Fleetwood (Großbritannien), Nummer sechs und zehn der Weltrangliste, nicht dabei.

Fußball, 2. Bundesliga: Der Hamburger SV hat im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga einen wichtigen Erfolg eingefahren. Die Mannschaft von Dieter Hecking kam am Freitagabend beim Schlusslicht Dynamo Dresden zu einem spät herausgeschossenen 1:0 (0:0)-Sieg und kletterte mit nun 53 Zählern auf Rang zwei. Nach dem enttäuschenden 3:3 zuletzt gegen Kiel erlöste Joel Pohjanpalo mit seinem Treffer in der 84. Minute die Hanseaten. Dresden hingegen bleibt am Ende der Tabelle.

Arminia Bielefeld kommt derweil auf den letzten Metern in Richtung Fußball-Bundesliga weiter nur schleppend vom Fleck. Der Zweitliga-Spitzenreiter kam beim SV Sandhausen nicht über ein 0:0 hinaus und muss sich nun noch eine Weile gedulden: Selbst bei einem Sieg am Montag im Nachholspiel gegen Dynamo Dresden wäre Bielefeld zumindest rechnerisch noch nicht sicher aufgestiegen.

Bundesliga, FC Bayern: Der FC Bayern muss einige Wochen auf Mittelfeldspieler Thiago verzichten. Der Spanier, der zuletzt wiederholt wegen Adduktorenproblemen ausgefallen war, musste sich einer Leistenoperation unterziehen. Er hoffe, dass Thiago vielleicht schon im Pokalfinale wieder zur Verfügung stehe, sagte Trainer Hansi Flick am Freitag in München. Das Cup-Endspiel gegen Bayer Leverkusen findet am 4. Juli statt.

Ob der beim Halbfinal-Erfolg am Mittwoch gegen Eintracht Frankfurt fehlende Serge Gnabry im Bundesliga-Spiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Mönchengladbach wieder dabei sein kann, ließ Flick offen. Da Thomas Müller und Robert Lewandowski wegen Gelb-Sperren fehlen, ist der deutsche Fußball-Rekordmeister zu Umstellungen gezwungen. Eine Option für den Angriff ist der 19-jährige Niederländer Joshua Zirkzee. "Er ist auf einem guten Weg und sicher eine gute Alternative. Joshua hat das Vertrauen, auch von den Mitspielern", sagte Flick. Drittliga-Torjäger Kwasi Okyere Wriedt, der in dieser Saison 19 Mal traf, wird gegen Gladbach im Kader sein.

Basketball: Der FC Bayern wirft sich beim Meisterturnier der Bundesliga im heimischen Audi Dome langsam für die K.o.-Runden warm. Der deutsche Meister besiegte am Freitag die BG Göttingen mit 90:55 (47:31). Für den Turnierfavoriten, der bereits für das Playoff-Viertelfinale qualifiziert ist, war es der zweite Sieg im dritten Gruppenspiel. Die Göttinger mussten dagegen ihre zweite Niederlage hinnehmen.

Vor den Augen von Ehrenpräsident Uli Hoeneß war Danilo Barthel mit 19 Punkten der herausragende Münchner Akteur auf dem Parkett. Bei den unterlegenen Niedersachsen war Marvin Omuvwie mit 13 Zählern der erfolgreichste Werfer. Die Bayern kontrollierten Spiel und Gegner nahezu durchgehend. Neben den Bayern stehen auch ratiopharm Ulm, Alba Berlin und die MHP Riesen Ludwigsburg bereits als Playoff-Teilnehmer fest.

Im Abendspiel unterlag derweil das Team der Hakro Merlins Crailsheim den EWE Baskets Oldenburg mit 83:85 (38:44). Nach vier Niederlagen finden die Playoffs damit ohne Crailsheim statt, das vor der Corona-Zwangspause für Furore in der Bundesliga sorgen konnte.

© Sz.de/dpa/sid/chge
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