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2. Fußball-Bundesliga:1860: Sechs wunderbare Tore gegen die Tristesse

TSV 1860 München - Erzgebirge Aue

Kollektive Freude: die 1860-Spieler Sascha Mölders, Michael Liendl, und Fanol Perdedaj (von links) feiern sich und ihre sechs Tore gegen Aue.

(Foto: Matthias Balk/dpa)

1860 München hat seinen Negativlauf in der 2. Fußball-Bundesliga gestoppt und damit wohl auch die Diskussionen um Trainer Kosta Runjaic vorläufig beendet. Gegen Aufsteiger Erzgebirge Aue feierten die Sechziger am elften Spieltag mit 6:2 (3:1) ihren ersten Sieg nach vier Liga-Pleiten in Folge. 1860 verbesserte sich mit elf Punkten zunächst auf Platz zwölf, während Aue (10) nach der siebten Saisonniederlage nur noch 15. ist. Levent Aycicek (16., 72.), Michael Liendl (23./Foulelfmeter, 43./Handelfmeter), Sascha Mölders (49.) und Daniel Adlung (90.) schossen die Hausherren vor 16 600 Zuschauern zum dritten Saisonsieg - letztmals hatte 1860 im August 2011 in einem Ligaspiel fünf oder mehr Treffer erzielt. Pascal Köpke (28.) und Cebio Soukou (55.) trafen für Aue, das nach der fälschlich verhängten Roten Karte gegen Sebastian Hertner (42.) wegen eines vermeintlichen Handspiels auf der Torlinie lange in Unterzahl spielte.

Im Duell der Krisenklubs waren die Auer über weite Strecken mindestens ebenbürtig. So scheiterten Louis Samson (7.) und Steve Breitkreutz (37.) jeweils am Pfosten. Die Veilchen drängten die Löwen auch in Unterzahl lange in deren Hälfte, erst mit dem 5:2 durch Aycicek nach starker Vorarbeit des zuletzt gesperrten Ivica Olic war die Partie entschieden.

Dresdens Kutschke dreht mit drei Toren das Spiel gegen Braunschweig

Zweitliga-Spitzenreiter Eintracht Braunschweig hat gegen Dynamo Dresden einen sicher geglaubten Sieg noch verschenkt. Das Team von Trainer Torsten Lieberknecht verlor trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung bei Aufsteiger Dynamo Dresden mit 2:3 (1:0), weil Stefan Kutschke (69., 75., 81.) ein Hattrick gelang. Für die Braunschweiger hatten Onel Hernandez (10.) und Domi Kumbela (52.) getroffen. Die Gäste, die mit 25 Punkten auch nach dem Spieltag Tabellenerster sein werden, verpassten damit eine gelungene Generalprobe für das Niedersachsenderby gegen Hannover 96 in der kommenden Woche. Die Gastgeber, die am Dienstag gegen Arminia Bielefeld aus dem Pokal ausgeschieden waren, liegen mit 16 Punkten im Tabellenmittelfeld. Das Spiel vor 29 097 in der Dresdner Arena wurde wegen Verkehrsproblemen bei der Anreise mit 15 Minuten Verspätung angepfiffen. Die Braunschweiger kamen mit der Verzögerung besser zurecht und gingen mit ihrer ersten Chancen sofort in Führung. Einen abgefälschten Schuss lenkte Torjäger Domi Kumbela zunächst an die Latte, den Abpraller verwertete Hernandez per Kopf. Dynamo hatte im weiteren Spielverlauf zwar viel Ballbesitz, konnte damit aber nur wenig anfangen. Die beste Dresdner Möglichkeit in der ersten Hälfte hatte Niklas Hauptmann, dessen Schuss jedoch am Tor vor bei ging (20.).

In den zweiten 45 Minuten ging es fast genauso weiter wie in der ersten Hälfte. Dresden machte das Spiel - Braunschweig die Tore. Nach einem Fehler der Dresdner in der Vorwärtsbewegung schoss Kumbela mit seinem siebten Saisontor das 2:0. Etwas überraschend drehten die Gastgeber dann die Partie: Dynamo nutzte eine Unordnung in der Hintermannschaft, Kutschke traf aus kurzer Distanz. Wenig später gelang ihm sogar noch der Ausgleich - und gegen eine nervöse Eintracht-Deckung auch noch das 3:2.

Carsten Rump feiert eine gelungene Premiere

Arminia Bielefeld hat bei der Premiere von Interimscoach Carsten Rump seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Eine knappe Woche nach der Entlassung von Trainer Rüdiger Rehm gewannen die Ostwestfalen gegen den SV Sandhausen verdient mit 1:0 (0:0). Den Siegtreffer erzielte Andreas Voglsammer (84.),der zwölf Minuten nach seiner Einwechslung zu seinem ersten Saisontreffer kam. Nach elf Spieltagen bleibt Bielefeld, das sich drei Tage zuvor im DFB-Pokal 1:0 bei Ligarivale Dynamo Dresden durchgesetzt hatte, mit acht Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz. Sandhausen (13) liegt im Mittelfeld. Vor 13.241 Zuschauern waren die Hausherren über weite Strecken die tonangebende Mannschaft, die durch Kapitän Fabian Klos in der 14. Minute auch die erste gute Möglichkeit verbuchte. Die beste Gelegenheit hatten die Gastgeber aber 25 Minuten später, als Manuel Junglas mit einem Foulelfmeter an SVS-Torwart Marco Knaller scheiterte, der den Strafstoß selbst gegen Klos verursacht hatte.

df

© sz.de/dpa/sid/schma
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