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2. Bundesliga:St. Pauli gewinnt Verfolgerduell

Fin Bartels

Erzielte das Siegtor für den FC St. Pauli in der 88 Minute: Fin Bartels (Mitte).

(Foto: Bongarts/Getty)

Mit einem späten Siegtreffer sichert Fin Bartels dem FC St. Pauli drei Punkte gegen Union Berlin. Durch den Erfolg dürfen die Hamburger nun wieder vom Aufstieg träumen.

Fin Bartels hat den FC St. Pauli zum Sieg im Verfolgerduell der zweiten Liga geschossen. Der Stürmer erzielte in der 88. Minute den späten Siegtreffer beim 2:1 (0:0) gegen Union Berlin und beflügelte die Hamburger Aufstiegshoffnungen. St. Pauli kletterte damit auf den vierten Platz, für die Berliner war es die erste Niederlage im neuen Jahr - damit rutschten sie auf den sechsten Rang ab.

"Für uns war es nur wichtig, einfach mal zurückzukommen, obwohl wir nicht gut gespielt haben. Am Ende ist es egal, wie der Sieg zustande gekommen ist", sagte Pauli-Trainer Roland Vrabec. Sein Gegenüber Uwe Neuhaus haderte mit seiner Mannschaft. "Wir haben es selber in der Hand gehabt. Wir müssen das 1:0 länger transportieren, das Gegentor kurz vor Schluss ist an Enttäuschung nicht mehr zu überbieten", sagte er.

Vor prächtiger Kulisse am ausverkauften Millerntor (29.063 Zuschauer) wirkten beide Teams anfangs gehemmt. Vor allem die Hamburger, die zuvor knapp vier Monaten auf einen Heimsieg warten mussten, agierten konzept- und ideenlos. Und so waren es die Berliner, die zur ersten Chance kamen: Nach einem Eckball von Union-Kapitän Torsten Mattuschka waren erst Damir Kreilach (24.) per Kopf und dann Mario Eggimann mit dem Nachschuss dem 1:0 nahe.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung Fahrt auf, dabei erspielte sich Union zunächst ein Übergewicht und hatte die besseren Chancen.

Den Berliner Führungstreffer erzielte Simon Terodde in der 61. Minute aus kurzer Distanz, nach 180 Sekunden egalisierte St. Pauli durch einen Drehschuss von Außenverteidiger Sebastian Schachten. Kurz vor Spielende sorgte Bartels für die Entscheidung (88.).

Glück hatten die Gäste, als Marcel Halstenberg in der 71. Minute per Freistoß nur den Pfosten traf. Kurz vor Spielende scheiterte Mattuschka mit einem Gewaltschuss an der Latte (85.).

Wenig später drehte Bartels die Begegnung. Torhüter Philipp Tschauner sowie Torschütze Schachten waren die besten Akteure aufseiten der Hanseaten. Neben Mattuschka verdiente sich im Team von Coach Uwe Neuhaus Abwehrchef Mario Eggimann eine gute Note.