2. Bundesliga:Rostock rutscht weiter ab

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Fußball-Zweitligist Hansa Rostock verliert mit 0:1 bei Alemannia Aachen. Die Spieler fühlen sich um einen Punkt betrogen, Trainer Andreas Zachhuber unterstellt dem Schiedsrichter böse Absicht.

Ein nicht gegebenes Tor in der Nachspielzeit hat im Keller-Duell der 2. Fußball-Bundesliga Alemannia Aachen den 1:0 (1:0)-Sieg gegen Hansa Rostock beschert. "Ich habe ein klares Tor gesehen. Das war ein Witz", sagte Rostocks Manager Rene Rydlewitz. "Es gab nichts zu pfeifen. Es war ein klares, ein reguläres Tor", sagte auch Hansa-Trainer Andreas Zachhuber.

2. Liga Hansa Rostock Alemannia Aachen, dpa

Rostocker Rudelbildung: Weil Schiedsrichter Peter Gaggelmann (rechts) ein Tor nicht geben wollte, wurde er von Hansa-Spielern bedrängt. Rostock verlor in Aachen mit 0:1.

(Foto: Foto: dpa)

Aachens Keeper Thorsten Stuckmann hatte einen Schuss des Brasilianers Orestes zunächst glänzend pariert. Mit dem Nachschuss traf Kai Bülow, doch Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) hatte ein vermeintliches Foulspiel von Enrico Kern abgepfiffen. "Herr Gagelmann wollte nicht, dass wir mit einem Punkt nach Hause fahren", meinte Zachhuber.

Kein Glück in Montagsspielen

Vor 21.274 Zuschauern traf Aimen Demai (11. Minute) für die Alemannia, die auf Rang elf mit dem zweiten Sieg nacheinander den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle schaffte. Die kriselnden Rostocker haben als 14. weiter nur drei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Auch in Aachen konnte Rostock seine "Montags-Phobie" nicht ablegen und trudelt nach der vierten Niederlage in Folge der Abstiegszone entgegen. Das Team von der Ostsee hat somit seit Februar 2007 in ihren zwölf Montagsspielen keinen Sieg geschafft.

Nach einer druckvollen Aachener Anfangsphase überraschte Demai Hansa-Schlussmann Alexander Walke und schlenzte den Ball aus halblinker Position in den Winkel. Immer wieder nutzte die Alemannia die Lücken im Rostocker Mittelfeld, wo Hansa-Coach Andreas Zachhuber zentral auf den 18 Jahre alten Kevin Pannewitz und Rene Lange (20) setzte.

Chancen im halben Dutzend

Doch trotz einiger schöner Kombination schaffte es Aachen nicht, die Führung auszubauen und vergab bis zur Pause durch Thorsten Burkhardt (16./26.), Timo Achenbach (23.), Manuel Junglas (41.) und Babacar Gueye (45.) knapp ein halbes Dutzend guter Chancen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte Rostock zwar eine engagiertere Leistung, erspielte sich jedoch auch keine klaren Tormöglichkeiten. Aachens Benjamin Auer verpasste hingegen in der 65. Minute die frühe Entscheidung: Zunächst scheiterte der Stürmer an Walke und traf mit dem Abpraller nur Kevin Schlitte. Dann kam die turbulente Nachspielzeit.

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