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2. Bundesliga:Marcell Jansen ist neuer HSV-Präsident

Mitgliederversammlung des Hamburger SV

Neuer HSV-Präsident: Marcell Jansen (Mitte, neben Ralph Hartmann, l., der ebenfalls kandidierte, und Jürgen Hunke, der seine Kandidatur kurz vor der Wahl zurück zog).

(Foto: Axel Heimken/dpa)

Der frühere Fußball-Nationalspieler setzt sich bei der Wahl deutlich durch. Die deutschen Biathletinnen laufen in Ruhpolding in der Staffel aufs Podest. Bei der Handball-WM gewinnt Frankreich gegen Spanien.

2. Bundesliga, Hamburger SV: Marcell Jansen ist neuer Präsident des Hamburger SV e.V. mit seinen 35 Sportabteilungen. Der 33 Jahre alte ehemalige Nationalspieler setzte sich bei der Mitgliederversammlung gegen den ehemaligen Schatzmeister Ralph Hartmann (54) durch. Ex-Präsident Jürgen Hunke (75) zog seine Kandidatur kurz vor der Wahl zurück. Jansen erhielt bei der Abstimmung des Gesamtvereins am Samstag 799 Stimmen und damit deutlich mehr als sein verbliebener Kontrahent Hartmann, der auf 489 Stimmen kam. Zwischen 2008 und 2015 spielte Jansen für den HSV und beendete anschließend im Alter von 29 Jahren seine Karriere.

"Wir brauchen eine Leistungskultur in unserem Verein. Es reicht nicht, nur in unserer schönen Stadt zu leben, sondern wir müssen auch erfolgreich sein", sagte Jansen und rief zur Geschlossenheit auf: "Es muss endlich Schluss sein mit Lagerbildung."

Jansen erhält durch seine Wahl zum Klub-Oberhaupt qua Vereinssatzung auch einen Sitz im Aufsichtsrat des Fußball-Klubs und hat damit direkten Einfluss auf die Fußball-AG, an der der HSV e.V. mit 76,19 Prozent größter Anteilseigner ist. Seit knapp einem Jahr ist Jansen aber ohnehin Mitglied in dem Kontrollgremium. Thomas Schulz (Vizepräsident) und Moritz Schaefer (Vizepräsident und Schatzmeister) behalten ihre Posten im Präsidium des Vereins.

Das Präsidenten-Amt im HSV e.V. war seit dem 19. September vakant, nachdem der erst vor Jahresfrist gewählte Bernd Hoffmann (55) zum Vorstandschef der verschuldeten HSV Fußball-AG berufen war. Die Hanseaten schrieben nach dem Abstieg aus der Bundesliga zuletzt zum achten Mal in Folge rote Zahlen, das Geschäftsjahr 2017/18 wurde mit einem Minus von 5,8 Millionen Euro abgeschlossen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 85,4 Millionen Euro (Vorjahr: 105,5 Millionen Euro).

Handball-WM: Bei der Handball-WM hat Titelverteidiger Frankreich zum Hauptrundenauftakt Europameister Spanien mit 33:30 (17:15) besiegt. Durch den Erfolg hat das Team mit 5:1 Punkten das Halbfinale fest im Visier. Ex-Weltmeister Spanien droht mit 2:4 Zählern hingegen das Aus.

Ludovic Fabregas und Dika Mem waren mit jeweils sechs Toren erfolgreichste Schützen des zweimaligen Olympiasiegers in Köln. Ferran Sole verhinderte auch mit elf Treffern die spanische Niederlage nicht. Dabei hatten die Spanier kurzfristig Torwart-Oldie Arpad Sterbik nachnominiert. Der 39-Jährige vertrat Rodrigo Corrales, der sich beim Training am Freitag durch eine umgefallene Werbebande am linken Knie verletzt hatte.

In der Hauptrunden-Gruppe II bei dem Turnier in Deutschland und Dänemark hat Schweden weiterhin eine makellose Bilanz. Der Vize-Europameister bezwang Afrikameister Tunesien in Herning souverän 35:23 (19:14). Niclas Ekberg vom deutschen Rekordmeister THW Kiel und Andreas Nilsson waren mit jeweils sieben Toren beste Werfer ihres Teams. Olympiasieger Dänemark kam zu einem 25:22 (15:10) gegen Ungan und führt mit 6:0 Zählern und der besseren Tordifferenz die Gruppe an.

Wintersport, Biathlon: Auch mit Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier haben die deutschen Biathletinnen beim Heim-Weltcup in Ruhpolding den ersten Staffel-Sieg der Saison verpasst, aber als Dritte den Sprung auf das Podest geschafft. Vanessa Hinz, Dahlmeier, Franziska Preuß und Denise Herrmann kamen am Samstag in der Chiemgau Arena hinter Frankreich und Norwegen ins Ziel. Das Quartett leistete sich insgesamt neun Nachlader und hatte am Ende 23,4 Sekunden Rückstand auf die Siegerinnen, 11,9 Sekunden fehlten auf Rang zwei. Vor einer Woche hatte es in Oberhof für das deutsche Frauen-Team noch ohne Dahlmeier zu Platz zwei gereicht.

Motorsport, Ferrari: Ferrari hat Rennfahrer Mick Schumacher für seine Nachwuchs-Akademie verpflichtet. Der Sohn von Formel-1-Rekordchampion Michael Schumacher habe einen Vertrag unterschrieben und werde vor der neuen Motorsport-Saison an einem Testprogramm teilnehmen, teilte der Autobauer am Samstag mit. Der 19 Jahre alte Mick Schumacher hatte in der Vorsaison die Formel-3-Europameisterschaft gewonnen. In diesem Jahr steigt er in die Formel 2 auf und fährt dort weiter für den Prema-Rennstall. Vater Michael hatte einst fünf seiner sieben Titel im Ferrari-Cockpit gewonnen und gilt in Italien bis heute als Ikone der Scuderia.

Wintersport, Ski alpin: Gut zwei Wochen vor der Ski-WM in Are präsentieren sich die deutschen Abfahrerinnen Kira Weidle und Viktoria Rebensburg schon fast in Medaillen-Form. In Cortina d'Ampezzo fuhr Weidle am Samstag beim erneuten Sieg von Ramona Siebenhofer aus Österreich auf Rang vier, Rebensburg wurde Fünfte. Der 22 Jahre alten Weidle fehlten nach Platz acht am Freitag diesmal nur 0,12 Sekunden zum Sprung auf das Podest. "Wenn sie so weiter macht, kann sie schon zu einer Geheimfavoritin auf eine Medaille werden. Sie lässt es krachen, ist wirklich extrem stark", lobte Rebensburg ihre junge Teamkollegin.

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