Süddeutsche Zeitung

2. Bundesliga:Leipzig wahrt die Chance auf die Bundesliga

  • RB Leipzig gewinnt beim VfL Bochum und hat deswegen noch eine kleine Chance, dieses Jahr noch in die Bundesliga aufzusteigen.
  • Aalen und Aue verschenken dagegen wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg.
  • Tabellen und Ergebnisse zur 2. Bundesliga finden Sie hier.

Poulsen und Kaiser treffen für Leipzig

RB Leipzig hat weiterhin eine Minimal-Chance, noch in dieser Saison in die Fußball-Bundesliga aufzusteigen. Beim VfL Bochum siegten die Sachsen 2:1 (1:0) und liegen nun sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz drei.

Yussuf Poulsen (13.) und Dominik Kaiser (67.) erzielten vor 18.529 Zuschauern die Treffer für den Tabellensechsten. Bochum kam durch Simon Terodde (62.) lediglich zum zwischenzeitlichen Ausgleich und bleibt nach der zweiten Heimniederlage in dieser Spielzeit im Tabellenmittelfeld. Der Bochumer Anthony Losilla sah wegen wiederholten Foulspiels (76.) zudem Gelb-Rot.

Aue bleibt in der Abstiegszone

Der FC Erzgebirge Aue hat den Sprung auf die Nichtabstiegsplätze in der zweiten Fußball-Bundesliga verpasst. Die Sachsen verloren am Samstag gegen den SV Sandhausen mit 0:1 (0:0) und bleiben auf dem vorletzten Tabellenplatz. Vor 9250 Zuschauern in der Erzgebirgsarena erzielte der eingewechselte Alexander Bieler (74.) den entscheidenden Treffer für die Gäste, die nun elf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze haben.

Aue tat sich anfangs schwer. Sandhausen investierte mehr für das Spiel und hätte durch den in der Winterpause aus Aue gekommenen Solomon Okoronkowo (41.) in Führung gehen können. Doch Martin Männel kratzte den Kopfball des Ex-Kollegen von der Linie. Nach dem Wechsel lenkte Sandhausens Torhüter Manuel Riemann einen Freistoß von Selcuk Alibaz (55.) gekonnt an die Latte. Als Aue den Druck erhöhte, nutzte Sandhausen einen Abwehrfehler von Kapitän René Klingbeil zum Siegtor.

Union gleicht per Elfmeter aus

Der am Grünen Tisch bestrafte VfR Aalen bleibt Tabellenletzter. Das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck holte am Sonntag beim 1. FC Union Berlin ein 1:1 (0:0) und vergab trotz einiger guter Chancen den möglichen Sieg in der Schlussphase. Collin Quaner (71. Minute) hatte Aalen vor 18 623 Fans an der "Alten Försterei" in Führung gebracht. Mit einem verwandelten Foulelfmeter sorgte der Berliner Toptorjäger Sebastian Polter im 300. Zweitliga-Spiel für Union noch für den Ausgleich (83.).

Der VfR, der mit seinem Einspruch gegen einen Abzug von zwei Punkten wegen Verstößen gegen die Lizenzierungsauflagen in erster Instanz gescheitert war, zeigte in Berlin einen mutigen Auftritt. Bei zwei strittigen Situationen im Gäste-Strafraum entschied Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus nicht auf Elfmeter für Union - nach einem leichten Einsteigen von Oliver Barth an Steven Skrzybski zeigte sie auf den unkt. Polter ließ sich die Chance auf seinen elften Saisontreffer nicht entgehen.

Zwei Tore zu Beginn der Halbzeiten

Eintrach Braunschweig hat mit einem klaren 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen 1860 München seine kleinen Aufstiegschancen gewahrt. Zugleich verschärften sich die Münchner Abstiegssorgen.Gewinnt Erzgebirge Aue am Sonntag, rutscht der Klub auf den Relegationsplatz. Hendrik Zuck (5. Minute) und Jan Hochscheidt (47.) erzielten am Samstag die Tore für die Eintracht, die in den vier zurückliegenden Partien zehn von zwölf möglichen Punkten holte.

Im Duell der deutschen Ex-Meister von 1967 und 1966 ging von den Münchner Löwen wenig Gefahr aus. Das Team von Trainer Torsten Fröhling agierte vor 22 050 Zuschauern umständlich und spielte im Angriff unpräzise. Der Spanier Rodri (38.) scheiterte bei der besten Chance am Braunschweiger Keeper Rafal Gikiewicz. Die Eintracht kontrollierte über weite Strecken die Partie und vergab noch mehrere gute Gelegenheiten. Hochscheidt überzeugte als Vorbereiter und Torschütze.

Fürth ist sieben Spiele in Serie sieglos

Die SpVgg Greuther Fürth ist unter ihrem neuen und alten Trainer Mike Büskens weiter sieglos. Auch am Samstag kam der Tabellen-14. im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga nur zu einem 1:1 (0:1) beim FSV Frankfurt. Die Franken haben nun sieben Spiele in Serie nicht gewonnen, Niko Gießelmann (58.) rettete mit einem Freistoßtor aus 30 Metern wenigstens einen Punkt. Joni Kauko hatte den FSV in der 20. Minute in Führung gebracht. Kurz vor Schluss sah der Frankfurter Edmond Kapllani nach einem groben Foulspiel die rote Karte (90.)

Vor 4745 Zuschauern standen die Frankfurter sicher in der Defensive. Fürth begann engagiert, hatte durch Sebastian Freis im ersten Durchgang aber nur eine gute Chance (30.). Nach der Pause bauten die Franken mehr Druck auf und erzielten den verdienten Ausgleich: Gießelmann traf mit einem direkt verwandelten Aufsetzer-Freistoß zum 1:1. Anschließend erspielte sich Fürth weitere Torchancen. Die beste Möglichkeit hatte Robert Zulj in der 69. Minute mit einem Fernschuss.

Groß trifft für Ingolstadt

Der FC Ingolstadt hat in der 2. Fußball-Bundesliga seine Spitzenposition untermauert. Der Tabellenführer brachte am Freitag beim 1. FC Heidenheim das von Pascal Groß in der 27. Minute erzielte 1:0 (1:0) über die Zeit. Ingolstadt hat nun 55 Punkte auf dem Konto.

Vor der Rekordkulisse von 13 600 Zuschauern in der Voith-Arena hielt Heidenheim die Partie in den ersten 20 Minuten offen, dann bekam der Spitzenreiter mehr Zugriff auf das Spiel. Insbesondere in Person von Pascal Groß. In der 27. Minute nutze er seine Freiheiten zum 1:0 aus Sicht der Ingolstädter. Nach der Pause machten die Gastgeber enormen Druck, konnten das Blatt aber nicht mehr wenden.

Darmstadt lässt Punkte liegen

Darmstadt 98 hat im Rennen um den direkten Durchmarsch in die Fußball-Bundesliga zumindest einen Punkt erkämpft und belegt mindestens bis Montagabend einen direkten Aufstiegsplatz. Der Zweitliga-Neuling kam durch ein Tor von Marco Sailer (73.) am 28. Spieltag bei Absteiger 1. FC Nürnberg noch zu einem 1:1 (0:1) und kletterte auf Rang zwei.

Die Gastgeber begannen aktiv und umtriebig. Angreifer Jakub Sylvestr traf früh für den FCN (22.), doch das Tor wurde wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt. Nach dem Führungstreffer von Burgstaller hatte Sylvestr (37.) die Möglichkeit, vor der Pause zu erhöhen. Der noch in der ersten Halbzeit eingewechselte Sailer sorgte für den Ausgleich nach einer Standardsituation.

Karlsruhe lässt St. Pauli alt aussehen

Dem KSC gelang gegen St. Pauli ein echter Blitzstart. Bereits kurz nach Beginn schoss Rouwen Hennings (3.) die Badener nach einer Vorlage von Hiroki Yamada in Führung. Eine Viertelstunde später war es erneut Hennings (19.), der nach einer Flanke von Enrico Valentini in der Mitte nur noch vollenden musste.

In der Folge verwaltete der KSC seine Führung, bevor Manuel Gulde (69.) für den 3:0-Endstand sorgte. Von den vergangenen zehn Partien verlor der Aufstiegsaspirant keine einzige.

Bestens informiert mit SZ Plus – 14 Tage kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.2430909
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ.de/sid/dpa/cmy/mane
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.