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2. Bundesliga:Ingolstadt zurück in der Spur - 1860 am Boden

TSV 1860 München - Erzgebirge Aue

Julian Weigl (links) vom TSV 1860 München im Zweikampf mit Aues Fabian Müller.

(Foto: dpa)
  • Der FC Ingolstadt feiert im Aufstiegskampf einen ungefährdeten 2:0-Heimsieg gegen den FSV Frankfurt und hält die Verfolger auf Distanz
  • Auch Darmstadt 98 und Kaiserslautern gewinnen ihre Heimspiele.
  • Der TSV 1860 München kassiert dagegen eine bittere 0:1-Pleite gegen den bis dato Vorletzten Erzgebirge Aue und liegt nur noch einen Punkt vor dem Relegationsrang.
  • Nürnberg und Fürth müssen ebenfalls Rückschläge einstecken.
  • Die Tabelle und Statistiken zur 2. Bundesliga finden Sie hier.

1860 zurück im Abstiegsstrudel

Mit einem Sieg beim TSV 1860 München hat sich der FC Erzgebirge Aue wichtige Punkte im Kampf um den Verbleib in der 2. Fußball-Bundesliga gesichert. Die Sachsen gewannen am Sonntag mit 1:0 (1:0) und rückten bis auf einen Punkt an die "Löwen" heran. Den Treffer vor 20 300 Zuschauern in der Münchner Arena erzielte Romario Kortzorg bereits in der fünften Minute. Mit erst zwei Heimsiegen bleibt der TSV damit das schlechteste Heimteam der 2. Bundesliga.

Kortzorgs Treffer nach Vorlage von Stefan Mugosa bedeutete einen frühen Rückschlag für die Gastgeber. Wenige Minuten vor der Halbzeit hatte Mugosa (37.) eine große Kopfballchance, vergab diese aber leichtfertig. Zuvor hatte schon Korbinian Vollmann (34.) eine Gelegenheit per Kopf ausgelassen. Nach der Pause wurden die "Löwen" stärker. Einen Kopfball von Daniel Adlung (47.) konnte Aue-Keeper Martin Männel gerade noch aus dem Toreck kratzen. Später verpasste Rodri (67.) den Ausgleich, als er aus kürzester Distanz über das Tor der Gäste schoss. Die Gastgeber versuchten viel, wurden aber für ihre Mühen nicht belohnt.

Ingolstadt souverän

Der FC Ingolstadt hat seine Aufstiegsambitionen untermauert. Mit einem 2:0 (1:0)-Sieg gegen den FSV Frankfurt feierten die Oberbayern am Ostersonntag ihren ersten Heimsieg im Jahr 2015 und hielten an der Tabellenspitze ihre Verfolger auf Distanz. Die Tore vor 9926 Zuschauern erzielten Verteidiger Benjamin Hübner (22. Minute) sowie Lukas Hinterseer (58.). Für die Gäste aus Frankfurt war es die erste Niederlage im neuen Jahr.

Nach einer mühsamen Anfangsphase wirkte der FCI nach dem Führungstor sichtlich beflügelt. Nur wenige Minuten nach dem 1:0 durch Hübners Kopfball nach einer Ecke wurde dem Tabellenführer ein regulärer Treffer durch Stefan Lex (25.) wegen einer vermeintlichen Abseitsposition aberkannt. Vor der Pause traf Mittelfeldspieler Alfredo Morales (43.) zudem die Latte. Im zweiten Durchgang legte das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl nach und belohnte sich mit Hinterseers Treffer für den Aufwand. Der FSV konnte sich bei Torwart Patric Klandt bedanken, dass die Niederlage am Ende nicht höher ausfiel.

Nürnberg verliert trotz Führung

Der 1. FC Nürnberg ist trotz Führung bei RB Leipzig leer ausgegangen. Der heimstarke Aufsteiger aus Sachsen erhielt sich dagegen durch das 2:1 (0:1) gegen die Franken noch eine theoretische Chance auf den Durchmarsch in die Fußball-Bundesliga. Yordi Reyna (46. Minute) und Dominik Kaiser (76.) mit einem wuchtigen Distanzschuss sorgten für den achten Heimsieg und den Sprung auf Platz sechs. Vor 30 479 Zuschauern hatte Guido Burgstaller Nürnberg in der 29. Minute nach einem Freistoß per Kopf in Führung gebracht.

Leipzig spielte in der ersten Halbzeit in der Abwehr ungeordnet und nach vorn ideenlos. Die Nürnberger hingegen erspielten sich viele Chancen. Weil aber RB-Torhüter Fabio Coltorti mehrfach glänzend parierte, brauchten die Franken einen Standard fürs 1:0. Danach steckte Nürnberg zurück, doch bis zur Pause kam Leipzig zu keiner zwingenden Torchance. Ganz anders nach Wiederanpfiff: Nach einem sehenswerten Angriff erzielte Reyna mit seinem ersten Zweitliga-Tor den Ausgleich. Die nun wesentlich aggressiveren Gastgeber bewiesen ihre Offensivqualitäten und erkämpfen so den Erfolg.

Karlsruhe verliert an Boden

Der Karlsruher SC hat im Kampf um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga einen Rückschlag hinnehmen müssen. Der Tabellenvierte der 2. Liga büßte mit dem 2:2 (1:0) beim abstiegsgefährdeten VfR Aalen am Ostersonntag wichtige Punkte ein. Torjäger Rouwen Hennings (2. Minute) und Ilijan Micanski (64.) brachten den KSC zweimal in Führung. Aber der zweifache Torschütze Jürgen Gjasula (54./Foulelfmeter/65.) rettete dem VfR einen Zähler.

Die Karlsruher taten im schwäbisch-badischen Duell vor 7700 Zuschauern in der Scholz-Arena zu wenig, um sich gegen die nie resignierenden, aber insgesamt biederen Aalener durchzusetzen. Das Team von Trainer Markus Kauczinski war zwar spielerisch besser, zeigte aber zu wenig Durchschlagskraft vor dem Tor. Letztendlich hatte der KSC sogar Glück, weil Andreas Ludwig nur die Latte traf (17.). Der Aalener Offensivakteur holte auch den Elfmeter heraus: Reinhold Yabo hatte ihn gefoult.

Zwei Eigentore in Sandhausen

Nach zwei Eigentoren haben sich der SV Sandhausen und der 1. FC Union Berlin in der 2. Fußball-Bundesliga mit einem Unentschieden begnügen müssen. Beim 1:1 (1:0) fälschte erst der Berliner Christopher Trimmel (6. Minute) und dann der Sandhäuser Timo Achenbach (51.) den Ball unglücklich ins eigene Netz ab. Beide Teams boten am Ostersonntag vor 5000 Zuschauern überwiegend bescheidene Leistungen.

Spielerisch konnten weder die Nordbadener noch die "Eisernen" aus Berlin Akzente setzen. So führten zwei kuriose Situationen zu den Höhepunkten der schwachen Partie. Nach einer Flanke von Sandhausens Mittelfeldakteur Manuel Stiefler lenkte Trimmel den Ball mit dem Knie unhaltbar ins eigene Tor ab. Der Union-Verteidiger machte seinen Fehler im zweiten Durchgang wieder wett: Dieses Mal führte Trimmels Hereingabe zum Ausgleich und SVS-Routinier Achenbach war der Pechvogel.

Darmstadt bleibt oben dran

Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 hat mit einem 2:0 (1:0)-Sieg über den VfL Bochum seine Aufstiegsambitionen untermauert. Die Tore erzielten die beiden Abwehrspieler Romain Brégerie (22. Minute) und Leon Balogun (77.). Das Spiel begann mit zehnminütiger Verspätung, weil ein VfL-Fan im Gästeblock zusammengebrochen war und erst ein Notarzt gerufen werden musste.

Darmstadt bestimmte vor 16 000 Zuschauern am heimischen Böllenfalltor die Partie vom Anpfiff weg und hatte bereits nach wenigen Sekunden durch Marco Sailer die erste Chance. Innenverteidiger Brégerie besorgte nach einem Eckball per Kopf die Führung. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Bochum hätte durch Nicolas Abdat (46.) und Marco Terrazzino (62.) ausgleichen können. Für Darmstadt vergaben Dominik Stroh-Engel (48., 66.) und Marcel Heller (60.) hochkarätige Chancen. Balogun machte dann mit einem Volleyschuss erneut nach einer Ecke alles klar.