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2. Bundesliga:Hunt rettet HSV in achter Minute der Nachspielzeit

Hamburger SV - Darmstadt 98

HSV-Kapitän Aaron Hunt (r.) sichert mit seinem Tor ein Unentschieden.

(Foto: dpa)

Dank des Eingriffs des Videoassistenten schießen die Hamburger das 1:1 gegen Darmstadt. Marco Reus wird zum Fußballer des Jahres gewählt. DFB-Juniorinnen verlieren das EM-Finale.

Fußball, 2. Liga: Aaron Hunt hat den Hamburger SV mit einem Elfmetertor in der achten Minute der Nachspielzeit vor einer Auftaktniederlage bewahrt. Der Kapitän rettete dem HSV mit seinem neuen Trainer Dieter Hecking ein unter dem Strich dennoch enttäuschendes 1:1 (0:0) gegen Darmstadt 98.

Nur 15 Sekunden nach Wiederanpfiff bestrafte zunächst Darmstadts Neuzugang Tim Skarke (46.) die bis dahin klar überlegenen Hamburger mit dem 0:1. Kurz vor Schluss durften die HSV-Fans unter den 44.475 Zuschauern doch noch jubeln: Schiedsrichter Robert Hartmann entschied nach langem Austausch mit Video-Assistentin Bibiana Steinhaus auf Strafstroß, Hunt verwandelte sicher.

Im ersten Spiel nach dem Abbau der legendären Stadionuhr begann Hamburg mit mutigem Offensivspiel. Sowohl Kapitän Aaron Hunt (14.) als auch Jeremy Dudziak (27.) ließen aber beste Chancen liegen. Pech hatten die Gastgeber, als Hartmann nach einem Foul an Tim Leibold (26.) keinen Anlass für einen Elfmeterpfiff sah. Nach der Pause dann der Schock: Der gerade erst eingewechselte Skarke köpfte nach einer schwachen Abwehr des HSV-Schlussmanns Daniel Heuer Fernandes zum 0:1 ein. Hunt rettete zumindest das Remis. Vorausgegangen war ein Foul von Dario Dumic an Manuel Wintzheimer.

Fußball, U19-EM: Die deutschen U19-Fußballerinnen haben bei der Europameisterschaft in Schottland den Titel verpasst. Im letzten Spiel der scheidenden Erfolgstrainerin Maren Meinert verlor die Nachwuchsauswahl des Deutschen Fußball-Bundes am Sonntag in Paisley gegen Frankreich mit 1:2 (1:1) und holte Silber. In einem spannenden Finale staubte Nicole Anyomi nach einem Lattentreffer schon in der sechsten Minute zur deutschen Führung ab. Doch Sandy Baltimore (13. Minute) glich wenig später aus. Danach hatte das DFB-Team einige gute Chancen, nutzte sie aber nicht. Nach der Pause kam von Frankreich im Offensivspiel nicht viel. Dennoch gingen die Französinnen durch Maëlle Lakrar (73.) in Führung, wenn auch glücklich. Für die frühere Nationalspielerin Meinert war es das letzte Spiel. Der 45-Jährigen, als Aktive selbst Welt- und Europameisterin, hatte der Verband vor fünf Monaten mitgeteilt, dass ihr Vertrag nicht verlängert wird. Meinert hatte in ihrer Laufbahn als DFB-Nachwuchstrainerin insgesamt fünf Titel (2x U20-WM-Gold, 3x U19-EM-Gold) geholt.

Fußball: Marco Reus von Borussia Dortmund ist zum zweiten Mal zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt worden. Der 30-Jährige erhielt bei der vom Fachmagazin kicker organisierten Wahl durch Deutschlands Sportjournalisten die meisten Stimmen (158) und trat die Nachfolge von Toni Kroos an. Den zweiten Platz belegte Kai Havertz von Bayer Leverkusen (121) vor Joshua Kimmich von Bayern München (35). Reus hatte die Wahl schon 2012 gewonnen.

Jürgen Klopp von Champions-League-Sieger FC Liverpool wurde wie schon 2011 und 2012 zum Trainer des Jahres gewählt (183 Stimmen). Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan (159) von Olympique Lyon wurde zum dritten Mal in Folge zur Fußballerin des Jahres gekürt.

Tennis, Gstaad: Der ehemalige Davis-Cup-Spieler Cedrik-Marcel Stebe hat seine überraschend erfolgreiche Tennis-Woche in Gstaad ohne den erhofften Titel beendet. Der verletzungsgeplagte 28-Jährige aus Vaihingen unterlag am Sonntag in seinem ersten Endspiel auf der ATP-Tour dem favorisierten Spanier Albert Ramos-Viñolas klar mit 3:6, 2:6. Stebe war als Weltranglisten-455. der am schlechtesten platzierte Endspiel-Teilnehmer bei einem ATP-Turnier seit zehn Jahren. Der Beginn des Finals hatte sich aufgrund von Regen um rund vier Stunden verzögert. In der ersten Runde der mit 586 140 Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung hatte Stebe sein erstes Hauptfeld-Match bei einem ATP-Turnier seit September 2017 gewonnen. Erst im April war er nach mehr als einjähriger Verletzungspause und drei Operationen am rechten Handgelenk auf die Tour zurückgekehrt.

Tennis, Hamburg: Der Georgier Nikolos Basilaschwili hat zum zweiten Mal in Folge das Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum gewonnen. Der 27-Jährige, der im Halbfinale Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev (Hamburg/Nr. 2) ausgeschaltet hatte, bezwang im Endspiel am Sonntag den Russen Andrei Rublew 7:5, 4:6, 6:3. Es ist sein dritter Titel auf der ATP Tour.

Im letzten Jahr war Basilaschwili bei dem mit rund 1,85 Millionen Euro dotierten Sandplatzturnier in der Hansestadt über die Qualifikation bis zum Turniersieg marschiert. In der Weltrangliste wird er mittlerweile an Position 16 geführt. Am Vortag des Finals hatte Basilaschwili (Nr. 4) Lokalmatador Zverev mit 6:4, 4:6, 7:6 (7:5) niedergerungen und dabei zwei Matchbälle des Deutschen abgewehrt.

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