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2. Bundesliga:HSV kassiert drei Tore in vier Minuten - und gewinnt trotzdem

SC Paderborn 07 - Hamburger SV

Der HSV ist Tabellenführer der zweiten Liga.

(Foto: dpa)

In einem kuriosen Spiel holen sich die Hamburger drei Punkte in Paderborn. Tampa Bay gewinnt den Stanley Cup in der NHL.

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Zweite Liga, HSV: Der Hamburger SV hat in der 2. Fußball-Bundesliga dank eines Kraftaktes den zweiten Sieg im zweiten Spiel eingefahren. Die Hanseaten um Trainer Daniel Thioune gewannen beim SC Paderborn spektakulär mit 4:3 (2:3) und eroberten die Tabellenführung im Unterhaus.

Neuzugang Simon Terodde gelang wie vor einer Woche ein Doppelpack für den HSV (24./56.). Manuel Wintzheimer (14.) hatte die Rothosen in Führung gebracht, das Siegtor markierte Aaron Hunt per Foulelfmeter (82.). Bundesliga-Absteiger Paderborn hatte die Partie dank eines Blitz-Dreierschlags durch Dennis Srbeny (34., Foulelfmeter) und Chris Führich (36., 38.) zwischenzeitlich zu seinen Gunsten gedreht. Der SCP setzt trotz ansprechender Leistung seine dunkle Serie von nun saisonübergreifend 17 Ligapartien ohne Sieg fort und stehen nach zwei Spielen mit null Punkten da. 300 Zuschauer waren in der Benteler-Arena zugelassen, allerdings nicht nur wegen des Coronavirus, sondern vordergründig aus Lärmschutzgründen. Sie sahen von Beginn an ein temporeiches Duell, in dem der HSV schnell mit 2:0 führte. Doch innerhalb von nur vier Minuten drehten die Hausherren die Partie: Der bärenstarke Debütant Führich, von Borussia Dortmund II gekommen, holte zunächst einen Elfmeter heraus und schnürte im Anschluss einen sehenswerten Doppelpack.

Im zweiten Durchgang meldeten sich die Gäste prompt zurück und glichen durch Terodde aus. Der Neuzugang vom 1. FC Köln kommt damit bereits auf vier Saisontore, zum "ewigen" Zweitliga-Rekord von Dieter Schatzschneider fehlen dem Angreifer noch 32 Treffer. Allerdings ist Terodde seit Montag mit 122 Treffern der erfolgreichste Schütze im eingleisigen Unterhaus.

Eishockey, NHL: Tampa Bay Lightning hat zum zweiten Mal nach 2004 den Stanley Cup geholt. Im sechsten Finalduell in den Play-offs der nordamerikanischen Eishockeyliga NHL setzte sich der Favorit in der Nacht von Montag auf Dienstag gegen die Dallas Stars mit 2:0 durch und entschied die best-of-seven-Serie mit 4:2 für sich. Sieggarant war Goalie Andrei Wassilewski, der alle 22 Schüsse, die auf sein Tor kamen, abwehrte. "Wir hatten viel Selbstbewusstsein", sagte der kanadische Center Brayden Point, der Tampa im ersten Viertel in Führung gebracht hatte: "Wir haben so hart gearbeitet und unseren Spielplan sehr gut umgesetzt. Wir haben nur an das Spiel gedacht, das vor uns lag."

Teamkollege Blake Coleman sorgte im zweiten Viertel für den Endstand. Zum wichtigsten Spieler der Finalserie wurde Tampa-Verteidiger Victor Hedman gewählt. "Ein Traum ist wahr geworden. Es ist das Beste, das ich in meiner ganzen Hockey-Karriere erlebt habe", so Hedman. Der Schwede hat darüber hinaus Chancen auf die Norris Trophy, die dem besten Verteidiger der Liga verliehen wird. Kapitän Steven Stamkos, der aufgrund einer Verletzung nicht zum Einsatz kam, nahm den Stanley Cup in der NHL-Blase in Edmonton von Commissioner Gary Bettman entgegen. "Ich bin so stolz auf dieses Team und alles, was wir erreicht haben", sagte Stamkos: "Ich bin sprachlos. Es ist traumhaft, ein Teil davon zu sein."

Tennis, French Open: Topfavorit Rafael Nadal und US-Open-Sieger Dominic Thiem haben ihre Erstrundenmatches souverän gewonnen. Der zwölfmalige Champion und Titelverteidiger Nadal (34) schlug Egor Gerasimow aus Belarus im Schnelldurchgang mit 6:4, 6:4, 6:2. Thiem löste seine knifflige Aufgabe gegen Marin Cilic konzentriert. Der 27 Jahre alte Österreicher, der im Finale von New York Alexander Zverev besiegt hatte, setzte sich in Paris gegen den kroatischen US-Open-Sieger von 2014 mit 6:4, 6:3, 6:3 durch.

In den vergangenen beiden Jahren erreichte Thiem bei den French Open jeweils das Finale und unterlag Nadal. Überraschend ausgeschieden ist der an Nummer vier gesetzte Russe Daniil Medwedew durch eine 4:6, 6:7 (3:7), 6:2, 1:6-Niederlage gegen Marton Fucsovics aus Ungarn. Bei den Damen startete Serena Williams hochkonzentriert und besiegte im Duell zweier US-Amerikanerinnen Kristie Ahn 7:6 (7:2), 6:0. Die 39 Jahre alte Williams unternimmt in Paris den nächsten Versuch, ihren 24. Grand-Slam-Titel zu gewinnen und mit Rekordhalterin Margaret Court (Australien) gleichzuziehen.

© SZ.de/dpa/sid/jbe

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