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2. Bundesliga:Harnik schießt Hannover an die Spitze

Hannover 96 v 1. FC Nuernberg - Second Bundesliga

Torschütze gegen Nürnberg: Martin Harnik.

(Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Hannover 96 hat für mindestens 24 Stunden die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga übernommen. Der Erstliga-Absteiger gewann unter dem neuen Trainer André Breitenreiter auch das zweite Spiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 1:0 (0:0) und zog zum Auftakt des 27. Spieltags am vorherigen Spitzentrio VfB Stuttgart, Eintracht Braunschweig und Union Berlin vorbei.

Der österreichische Nationalspieler Martin Harnik erzielte in der 47. Minute vor 34.000 Zuschauern in der HDI-Arena das Tor des Tages. Damit hat 96 im engen Aufstiegskampf zunächst ein Zwei-Punkte-Polster auf seine Rivalen, die allesamt am Mittwochabend spielen.

Mit schnellen Pässen in die Spitze vor allem auf Felix Klaus, Niclas Füllkrug und Harnik erzeugten die Hausherren vom Anpfiff weg zunächst reichlich Torgefahr. Nach rund 20 Minuten fand der Club in der Defensive aber seine Ordnung, das Spiel verflachte deutlich. Nach dem Wiederanpfiff war 96 erneut die deutlich bessere Mannschaft - und belohnte sich durch Harnik, der nach einer Füllkrug-Flanke eiskalt mit seinem 14. Saisontor die Führung markierte. Auch in der Folge gab Hannover im Duell der Ex-Bundesligisten gegen offensiv lange ungefährliche Franken den Ton an.

Bielefeld schlägt Düsseldorf

Arminia Bielefeld hat im zweiten Spiel unter seinem neuen Trainer Jeff Saibene den ersten Sieg gefeiert. Beim Heimdebüt des Franzosen gelang den Ostwestfalen ein 2:1 (1:1) gegen Fortuna Düsseldorf, wodurch sie sich zunächst mal auf den 15. Platz verbesserten. Den Siegtreffer für die Gastgeber erzielte der etatmäßige Kapitän Fabian Klos per Foulelfmeter in der 84. Minute. Für den Torjäger, der erst in der 55. Minute eingewechselt worden war, war es bereits der zwölfte Saisontreffer. Marcel Sobottka, der den Strafstoß mit einem dummen Foul an Julian Börner verursacht hatte, sah für diese Aktion die Gelb-Rote Karte.

Bielefeld hatte vor 15.645 Zuschauern einen Start nach Maß erwischt und war bereits in der elften Minute durch Börner in Führung gegangen. Kaan Ayhan gelang in der 40. Minute der Ausgleich für die Gäste, die sich mit 33 Punkten noch im sicheren Fahrwasser befinden. Aufregung gab es in der ersten Hälfte noch, als Bielefeld nach einem Zweikampf zwischen Düsseldorfs Torwart Michael Rensing und Reinhold Yabo Elfmeter forderten, den Schiedsrichter Timo Gerach aus Landau-Queichheim aber zu Recht verwehrte. Glück hatten die Gastgeber, dass Ayhan in der Nachspielzeit einer mittelmäßigen Begegnung noch eine große Gelegenheit vergab.

Slomka mit Karlsruhe unter Druck

Trainer Mirko Slomka gerät beim Karlsruher SC immer stärker unter Druck. Das Schlusslicht der 2. Fußball-Bundesliga kam auch gegen Aufsteiger Würzburger Kickers nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Der KSC holte damit nur einen Sieg aus den vergangenen neun Spielen und hat lediglich 22 Punkte auf dem Konto. Würzburg (31) bleibt in diesem Jahr ohne Sieg, liegt aber weiter im unteren Mittelfeld der Tabelle. Wie schon bei der jüngsten Niederlage beim 1. FC Nürnberg (1:2) ging Karlsruhe auch gegen Würzburg zunächst in Führung: Eine lange Flanke von Jonas Meffert (39.) fand ihren Weg ins Tor der Gäste. Rico Benatelli (51.) glich jedoch kurz nach der Pause für Würzburg aus. In der Schlussphase agierten die Kickers in Unterzahl, Benatelli sah wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (76.).

Vor 12.710 Zuschauern hatte Slomkas Mannschaft durchaus gefällig begonnen, dem gegnerischen Tor näherte sich der KSC jedoch kaum gefährlich. Mefferts eigentlich verunglückte Flanke sorgte beinahe aus dem Nichts für die Führung. Die offensiv ebenfalls schwachen Würzburger nutzten eine seltene Chance zum Ausgleich, Benatelli traf aus zentraler Position.

St. Pauli nur mit einem Punkt gegen Sandhausen

Der FC St. Pauli tritt im Abstiegskampf auf der Stelle. Trotz gut 80-minütiger Überzahl mussten sich die Hamburger mit einem 0:0 gegen den SV Sandhausen begnügen. Die Gastgeber liegen auf dem 16. Tabellenplatz, können aber schon am Mittwoch von Erzgebirge Aue verdrängt werden. Sandhausen blieb zwar zum achten Mal in Folge ohne Sieg, hat aufgrund seiner guten Vorrunde aber mit dem Abstieg nichts zu tun.

Vor 29.085 Zuschauern am Millerntor spielte eine Rote Karte für Damian Roßbach den Gastgebern frühzeitig in die Karten. Der SVS-Verteidiger musste nach einer Notbremse gegen Waldemar Sobota bereits nach elf Minuten zum Duschen.Aber auch mit einem Mann mehr konnte sich die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen kein Übergewicht erspielen. Bis auf einen Lattentreffer von Aziz Bouhaddouz in der 24. Minute brachte St. Pauli vor der Pause nicht viel zu Stande. Auf der anderen Seite vergab Lucas Höler nach einer halben Stunde eine gute Gelegenheit für die Gäste.

Auch nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. St. Pauli biss sich aber an der guten Defensive der Kurpfälzer die Zähne aus. Allein Bouhaddouz vergab zwei gute Chancen.