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2. Bundesliga:Sieben Tore in Fürth

Greuther Fuerth v FSV Frankfurt - 2. Bundesliga

Mann des Tages: Vincenzo Grifo (links) trifft beim 5:2-Sieg des FSV Frankfurt in Fürth dreimal.

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Der FSV Frankfurt befreit sich vorerst aus der Abstiegszone der 2. Fußball-Bundesliga und gewinnt bei Greuther Fürth mit 5:2.
  • RB Leipzig schlägt Bochum 2:0 und klettert auf Rang drei. Union Berlin bestätigt seine gute Form und bezwingt Aalen mit 2:1.
  • Hier geht es zu den Ergebnissen und der Tabelle.

Sieben Treffer in Fürth

Die SpVgg Greuther Fürth verliert in der 2. Fußball-Bundesliga den Kontakt zur Tabellenspitze. Die Franken leisteten sich gegen das bisherige Schlusslicht FSV Frankfurt eine überraschende 2:5 (2:3)-Heimniederlage und kassierten nicht nur einen Dreierpack von Vincenzo Grifo, sondern auch die erste Pleite nach zuvor 13 Punkten aus fünf Saisonspielen zuhause.

Mit insgesamt 15 Zählern bleibt Fürth im Tabellen-Mittelfeld. Frankfurt verließ hingegen dank der Treffer von Grifo (15., 33., 88./Foulelfmeter), Tom Beugelsdijk (21.) und Zlatko Dedic (59.) den letzten Platz. Für Fürth traf Goran Sukalo doppelt (10., 30.), der Slowene sah aber vor Grifos Elfmetertor wegen einer Notbremse die Rote Karte (87.).

In einer turbulenten ersten Halbzeit zweier defensiv völlig konfuser Mannschaften war Fürth vor 9805 Zuschauern zunächst durch Sukalo in Führung gegangen, der von einem Fehler von FSV-Keeper Patric Klandt profitierte. Beugelsdijk und Grifo drehten das Spiel, ehe Sukalo nach erneutem Klandt-Patzer ausglich. Mit seinem zweiten Treffer brachte Grifo Frankfurt wieder in Front, die Hoffenheimer Leihgabe traf mit einem sehenswerten Volleyschuss.

Nach der Pause drückten die Gastgeber zunächst auf den erneuten Ausgleich, inzwischen stand die Abwehr der Frankfurter aber deutlich sicherer. Dafür nutzte Dedic auf der Gegenseite einen Fehlpass von Benedikt Röcker. Bester Spieler der Fürther war trotz eines Platzverweises Sukalo, beim FSV überzeugte neben Doppel-Torschütze Grifo vor allem Beugelsdijk.

Aufsteiger Leipzig befreit sich

Aufsteiger RB Leipzig hat seine kleine Krise beendet und dem VfL Bochum die erste Auswärtsniederlage der laufenden Saison beigebracht. Nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg setzten sich die Leipziger mit 2:0 (1:0) durch und stehen zumindest bis Samstag auf dem dritten Tabellenplatz. Bochums Fabian Holthaus unterlief bereits in der sechsten Spielminute ein Eigentor, Daniel Frahn erhöhte (33.). Der VfL verliert damit nach dem starken Saisonstart die Aufstiegsplätze aus den Augen.

Die Partie war von einigen Nebengeräuschen begleitet gewesen. Vor dem Spiel hatten sich beide Trainer ein mediales Wortgefecht geliefert. Bochums Peter Neururer hatte gesagt: "Ich bleibe dabei, dass ich einiges, was da in Leipzig möglich ist, zum Kotzen finde. Diese Meinung habe ich ja auch nicht exklusiv." Der 59-Jährige warf dem finanzstarken Kontrahenten aufgrund des Zusammenspiels mit RB Salzburg "Wettbewerbsverzerrung größten Maßes" vor.

Leipzigs Coach Alexander Zorniger gab in Richtung Neururer zurück: "Wenn man mal Trainer beim LR Ahlen war, muss man schon aufpassen, was man zum Thema Kommerz sagt." Vor dem Anpfiff begrüßten sich beide Übungsleiter aber freundschaftlich. Die Begegnung selbst war vor 30 194 Zuschauern umkämpft, blieb aber fair. Bochum erwischte einen schlechten Start, als Holthaus eine Ecke von Dominik Kaiser mit dem Hinterkopf ins eigene Tor lenkte.

Die Gäste hielten dagegen, fingen sich allerdings noch vor der Pause das zweite Gegentor durch Frahns dritten Saisontreffer. Kurz nach Wiederanpfiff hatte der VfL seine bis dahin beste Torchance, als Danny Latza von der Strafraumgrenze aus den Pfosten traf. Zu mehr reichte es für die Westfalen nicht, die in Latza und Keeper Andreas Luthe ihre besten Spieler hatten. Leipzig, bei denen Yussuf Poulsen und Anthony Jung herausragten, verwaltete in der Schlussphase den Vorsprung recht souverän.

Union Berlin klettert

Union Berlin ist mit dem dritten Saisonsieg vorerst ins Tabellenmittelfeld geklettert. Die Mannschaft von Trainer Norbert Düwel gewann beim VfR Aalen mit 2:1 (0:1). Die Köpenicker konnten den zuletzt erkämpften Aufwärtstrend nach ihrem Saisonfehlstart bestätigen und stehen nun mit 13 Zählern vorerst auf dem zehnten Platz. Aalen liegt nach der Heimniederlage auf dem 15. Rang.

Vor 5435 Zuschauern in der Scholz-Arena dominierten die Gäste zunächst klar die Partie, bis Andre Hainault in der 39. Spielminute nach einer Ecke das glückliche 1:0 für Aalen markierte. Während die Gastgeber in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel kamen, erzielte Toni Leistner in der 62. Spielminute den Ausgleichstreffer für Union. Sören Brandy versenkte den Ball per Seitfallzieher zum 2:1-Endstand (70.). Bei Berlin verdienten sich Sebastian Polter und Benjamin Köhler Bestnoten, bei Aalen überzeugten Sascha Mockenhaupt und Arne Feick.