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2. Bundesliga:FC Ingolstadt stolpert auch in Aalen

VfR Aalen - FC Ingolstadt 04

Schwache Kulisse, schwaches Spiel: Aalens Orhan Ademi (re.) und Stefan Lex von Ingolstadt kämpfen um den Ball.

(Foto: dpa)
  • Wird der Spitzenreiter nervös? Nach der Pleite gegen Sandhausen reicht es für den FC Ingolstadt nur zu einem 1:1 gegen den VfR Aaalen.
  • Der SV Darmstadt gewinnt wieder und klettert auf den dritten Platz - Greuther Fürth verpasst erneut einen Heimsieg.
  • Zu den Ergebnissen und der Tabelle der 2. Bundesliga geht es hier.

Karlsruher SC kann auf vier Punkte herankommen

Tabellenführer FC Ingolstadt hat erneut wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg verspielt. Eine Woche nach der 1:3-Heimpleite gegen den SV Sandhausen kamen die Oberbayern am 22. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga beim abstiegsbedrohten VfR Aalen über ein 1:1 (0:0) nicht hinaus. Damit könnte sich der Vorsprung von Ingolstadt auf vier Zähler reduzieren, sollte der Karlsruher SC am Samstag gegen den VfL Bochum gewinnen. Die Aalener verbesserten sich zumindest auf den 16. Rang, blieben aber auch das sechste Spiel in Serie ohne Sieg. Jürgen Gjasula sorgte per Foulelfmeter (56.) für die Führung, Mathew Leckie mit seinem fünften Saisontor (77.) für den Ausgleich.

5048 Zuschauern sahen in der ersten Halbzeit ein schwaches Spiel. Keine Tore, keine Torchancen und insgesamt ein Spiel, das phasenweise der 2. Liga nicht würdig war. Dass es beim Gang in Halbzeitpause zu Rangeleien zwischen Spielern kam, passte in die zuvor gezeigte niveaulose Vorstellung.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff wurde zumindest der erste Torschuss für den Aufstiegsfavoriten aus Ingolstadt registriert. Insgesamt legte die Begegnung an Tempo zu. Nach einem Foul von FC-Torhüter Ramazan Özcan an Orhan Ademi zeigte der Referee auf den Elfmeterpunkt. Es folgten wütende Angriffe der Gäste. Mit viel Glück, aber auch großem Kampfgeist überstanden die Aalener einige brenzlige Situationen und erspielten sich zudem gute Konterchancen.

Darmstadt bleibt oben dran

Aufsteiger Darmstadt 98 bleibt im Kampf um den Aufstieg. Das Team von Trainer Dirk Schuster gewann in einer glanzlosen Partie 1:0 (0:0) bei Erzgebirge Aue - und wendete das vierte Unentschieden in Serie in der Schlussphase noch ab. Die Sachsen mussten hingegen die erste Niederlage 2015 und einen Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg hinnehmen.

Die Fußballgötter

Reflexe

Jerome Gondorf (83.) erzielte das entscheidende Tor für die Gäste, die mit nun 38 Punkten Dritter der Tabelle sind und erstmals seit dem 17. Dezember wieder einen Sieg feierten. Aue steht mit 20 Punkten weiter auf dem 15. Platz. Vor 9000 Zuschauern konnte sich keine Mannschaft in den ersten Minuten große Vorteile erspielen: Die Darmstädter Angreifer störten die Gastgeber tief in deren Hälfte. So war ein geordnetes Aufbauspiel auf beiden Seiten zunächst nicht zu sehen. Hektisch wurde es erstmals in der 20. Minute, als Marcel Heller ein Abseits-Tor erzielte. Der quirlige Stürmer, der eine starke Partie absolvierte, fiel im Spiel der Darmstädter immer wieder auf. In der zweiten Halbzeit erspielten sich die Gäste in einer umkämpften aber höhepunktarmen Partie immer mehr Spielanteile und belohnten sich schließlich mit dem Siegtreffer.

Wieder kein Heimsieg für Greuther Fürth

Die SpVgg Greuther Fürth kann im eigenen Stadion einfach nicht mehr gewinnen. Gegen den SV Sandhausen reichte es nur zu einem torlosen Unentschieden. Dabei hatten die Franken noch Glück, dass Torhüter Wolfgang Hesl vor 9 135 Zuschauern einen Foulelfmeter von Andrew Wooten in der 18. Spielminute hielt. Der letzte Fürther Heimsieg datiert vom 3. Oktober 2014 beim 2:0 gegen Erzgebirge Aue.

Die Fürther taten sich zunächst sehr schwer. Ansatzweise für Gefahr sorgte vor der Pause allein Stephan Schröck mit Vorstößen über die linke Seite. Die Gäste hätten wie zuletzt beim 3:1-Sieg in Ingolstadt erneut früh in Führung gehen können. Aber Wooten vergab die größte Chance des Spiels mit dem schwach geschossenen Strafstoß nach Foul von Fürths Abwehrspieler Benjamin Röcker an Manuel Stiefler. Hesl parierte in der zweiten Hälfte auch einen Freistoß von Leart Paqarada (65.). Anschließend boten sich in Fürths bester Phase Kacper Przybylko zwei gute Tormöglichkeiten, die aber verpufften.