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2. Bundesliga:Fadenkreuz-Proteste auch in der zweiten Liga

Hannover 96 - Holstein Kiel

Am Montagabend kam es beim Zweitligaspiel in Hannover zu Protesten.

(Foto: dpa)

Bei der Partie Hannover gegen Kiel werden Hopp und Mateschitz verunglimpft. Die Uefa prüft Notfall-Szenarien für die EM 2020.

2. Bundesliga, Hannover: Überschattet von Schmähungen gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp und RB-Leipzig-Anteilseigner Dietrich Mateschitz hat sich Hannover 96 mit einem 3:1 (1:0) im Montagsduell der 2. Fußball-Bundesliga gegen Holstein Kiel von den Abstiegsplätzen absetzen können. Mit nun 29 Punkten beträgt der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz fünf Zähler. Die Treffer der Niedersachsen erzielten der Schwede John Guidetti (11. Minute), Philipp Ochs (80.) und Hendrik Weydandt (90.+1), den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgte der Südkoreaner Jae-Sung Lee (68.).

Wegen beleidigender Sprechchöre und Fadenkreuzbannern war das Spiel in der Anfangsphase unterbrochen worden. Als Zuschauer Hoffenheims Mäzen Hopp lautstark beleidigten und Banner mit Gesichtern von Hopp und Mateschitz im Fadenkreuz zeigten, unterbrach Schiedsrichter Sascha Stegemann die Partie in der 8. Minute kurz. Als die Banner wieder verschwanden, setzte er die Partie fort. Zudem waren lautstarke Proteste und Unmutsbekundungen gegen den DFB zu hören.

EM 2020, Uefa: Die Uefa-Führung hat angesichts der Coronavirus-Krise erstmals eingeräumt, mit Blick auf die EM im Sommer diverse Notfall-Optionen zu prüfen. "Wir haben verschiedene Szenarien. Wir wollen aber diese im Moment nicht öffentlich diskutieren", sagte Generalsekretär Theodore Theodoridis nach dem Kongress der Europäischen Fußball-Union am Dienstag in Amsterdam. Der Grieche sprach allerdings nicht von einer möglichen Absage oder Verschiebung des Turniers vom 12. Juni bis 12. Juli in zwölf Ländern und warnte auch vor voreiligen Schlüssen. "Wir wollen nicht spekulieren, was in drei oder vier Monaten passiert", sagte er.

Uefa-Präsident Aleksander Ceferin versuchte die schwierige Lage im großen Kontext der Turnierorganisation zu bewerten. "Sie wissen nicht, wie viele Sorgen wir haben, Sicherheit, politische Stabilität, Virus. Wir kümmern uns darum, und wir sind zuversichtlich, dass wir damit umgehen können", sagte der Verbandschef. Man bewerte auch im Europapokal und bei den im März anstehenden EM-Playoff-Partien jedes Spiel für sich und sei im Austausch mit den jeweiligen Regierungen, betonte Theodoridis. Dies betreffe auch das Rückspiel im Europa-League-Achtelfinale von Eintracht Frankfurt beim FC Basel am 19. März. In der Schweiz sind alle Veranstaltungen im März mit mehr als 1000 Zuschauern untersagt.

Fußball, England: Der englische Fußball-Erstligist FC Arsenal ist als erstes Team ins Viertelfinale des FA Cup eingezogen. Der Rekordpokalsieger setzte sich ohne zahlreiche Stammspieler beim Drittligisten FC Portsmouth mit 2:0 (1:0) durch. Der frühere Bundesliga-Profi Sokratis (45.+4) und Edward Nketiah (51.) erzielten die Treffer für die Londoner, die seit 1958 gegen Portsmouth ungeschlagen sind. Nationaltorwart Bernd Leno saß nach dem Aus in der Europa League vergangene Woche gegen Olympiakos Piräus auf der Bank. Die Rio-Weltmeister Shkodran Mustafi und Mesut Özil standen nicht im Kader. Im Vorjahr war die Mannschaft von Teammanager Mikel Arteta im Achtelfinale gegen Rekordmeister Manchester United ausgeschieden. Letztmals hatte der 13-malige Titelträger im ältesten Pokalwettbewerb der Welt 2017 nach einem 2:1-Sieg gegen den Stadtrivalen FC Chelsea triumphiert.

Eishockey, NHL: Eishockey-Nationalspieler Leon Draisaitl hat mit einer weiteren Gala-Vorstellung und vier Toren seine persönliche Bestmarke aus der vergangenen Saison übertroffen. Beim 8:3 der Edmonton Oilers gegen das neue Team von Landsmann Korbinian Holzer, die Nashville Predators, war der 24-Jährige am Montagabend (Ortszeit) an insgesamt fünf Toren direkt beteiligt und kommt nun auf schon 107 Scorerpunkte in der nordamerikanischen Profiliga NHL. Die Scorer-Wertung führt er damit klar an und unterfütterte seinen Status als womöglich bester Spieler der Liga. Die vergangene Spielzeit hatte er mit 105 Scorerpunkten beendet.

Für die Playoffs hatten Draisaitls Leistungen vor einem Jahr nicht gereicht, dieses Mal ist das Team aus Kanada dagegen auf Kurs und liegt hinter Las Vegas auf Rang zwei der Pacific Division. Der 32 Jahre alte Nationalspieler Holzer war erst vergangene Woche von den Anaheim Ducks nach Nashville transferiert worden und kam auch gegen die Oilers noch nicht zum Einsatz.

© SZ.de/dpa/sid/ebc
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