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2. Bundesliga:Dynamo Dresden beurlaubt Trainer Walpurgis

Maik Walpurgis

Maik Walpurgis ist nicht mehr Trainer bei Dynamo Dresden.

(Foto: dpa)

Der Verein bezeichnet die Trennung als "alternativlos". Auch Leicester City trennt sich von seinem Coach. Dallas verliert trotz Saisonbestleistung von Dirk Nowitzki.

Fußball, 2. Liga: Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat auf den schwachen Rückrundenstart reagiert und Trainer Maik Walpurgis mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Neuer Chefcoach wird Cristian Fiel. Der 38 Jahre alte ehemalige Kapitän bei den Dresdnern erhielt am Sonntag einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 und soll am Donnerstag offiziell vorgestellt werden.

"Die Beurlaubung von Maik Walpurgis und seinen Co-Trainern ist für uns in dieser Situation alternativlos, weil nicht nur das Erreichen unserer Ziele in dieser Saison in große Gefahr geraten ist, sondern auch der Glaube verloren gegangen ist, gemeinsam in dieser Konstellation erfolgreich sein zu können", erklärte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge am Sonntag.

Für Walpurgis endet die Amtszeit nach nur 166 Tagen. Die Dresdner hatten am Samstag 0:2 (0:1) beim SV Darmstadt 98 verloren und damit vier der fünf Spiele nach der Winterpause verloren. Von 15 möglichen Punkten holte Walpurgis nur einen, zudem erzielte Dynamo in den vergangenen vier Partien keinen eigenen Treffer. "Die sportliche und tabellarische Entwicklung unserer Mannschaft ist insgesamt besorgniserregend", sagte Minge. Walpurgis hatte Dynamo erst am 11. September 2018 übernommen. In den 20 Pflichtspielen unter seiner Verantwortung gab es sechs Siege, fünf Remis und neun Niederlagen.

Fußball, England: Leicester City hat sich von Trainer Claude Puel getrennt. Das gab der Premier-League-Klub am Sonntag in einer knappen Mitteilung auf seiner Website bekannt. Der Verein reagierte damit auf die negative sportliche Entwicklung. Am Samstag hatten die Foxes im eigenen Stadion mit 1:4 (0:1) gegen Crystal Palace verloren. Es war die fünfte Niederlage in den jüngsten sechs Partien und schon die vierte Heimpleite in Serie für Leicester, das seit dem 1. Januar kein Spiel mehr gewonnen hat.

Der Franzose Puel hatte das Traineramt bei Leicester City im Oktober 2017 als Nachfolger von Craig Shakespeare übernommen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Klub in Abstiegsnot. Puel führte die Foxes aber am Ende noch auf den neunten Tabellenplatz. Der Vertrag des 57-Jährigen wäre noch bis Sommer 2020 gelaufen. Zu einem möglichen Nachfolger machte Leicester City zunächst keine Angaben.

Fußball, Frankreich: Nasser al-Khelaifi, Präsident des französischen Fußballmeisters Paris Saint-Germain, schiebt einem Wechsel von 222-Millionen-Mann Neymar (27) zu Champions-League-Sieger Real Madrid einen Riegel vor. "Weder Real Madrid noch ein anderer Klub muss sich wegen Neymar bei uns melden", sagte der Klub-Chef im Interview mit Marca. Neymars Vertrag bei PSG läuft noch bis 30. Juni 2022. "Wir haben ein fantastisches Verhältnis zu Neymar und seinem Vater. Wir wollen ihn dauerhaft behalten", betonte al-Khelaifi.

Der brasilianische Superstar war im Sommer 2017 für die Weltrekord-Ablösesumme von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona nach Paris transferiert worden. Zurzeit steht der filigrane Offensivspieler dem Team von Trainer Thomas Tuchel aufgrund eines Mittelfußbruchs nicht zur Verfügung und wird in seiner Heimat behandelt.

Skifahren, Riesenslalom: Skirennfahrer Marcel Hirscher hat sich vorzeitig die kleine Kristallkugel im Riesenslalom-Weltcup gesichert. Dem 29 Jahre alten Österreicher genügte am Sonntag im Bansko Platz zwei hinter dem norwegischen Weltmeister Henrik Kristoffersen, um in den noch ausstehenden Wettbewerben in dieser Disziplin nicht mehr vom ersten Platz verdrängt werden zu können. Dritter wurde in Bulgarien der Franzose Thomas Fanara. Der Allgäuer Alexander Schmid kam neun Tage nach seinem achten Rang beim WM-Riesenslalom in Are auf einen guten elften Platz. Besser war er im Weltcup erst ein Mal.

Basketball, NBA: Trotz der Saisonbestleistung von Dirk Nowitzki haben die Dallas Mavericks in der NBA den nächsten Rückschlag im Kampf um die Playoffs kassiert. Der Meister von 2011 erlitt mit dem 109:125 bei Utah Jazz die vierte Niederlage in Folge, der 40-jährige Nowitzki stand dabei erstmals in dieser Spielzeit in der Startformation und erzielte in 25 Minuten auf dem Parkett 15 Punkte. Mit 26 Siegen bei 33 Niederlagen sind die Mavs nur 13. im Westen. "Ich habe mich okay gefühlt", sagte Nowitzki, der auch für den erkrankten Maximilian Kleber in die Bresche springen musste: "Man findet leichter ins Spiel, wenn man von Beginn an spielt. Man ist dann gleich im Rhythmus."

© SZ.de/sid/dpa/tbr/chge/dsz
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