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2. Bundesliga:Duell im hohen Norden

HSV-Verfolger schwächeln, nur Osnabrück drängt nach oben

Der Hamburger Sportverein kann unbesorgt in das Spitzenspiel der zweiten Fußball-Bundesliga bei Holstein Kiel an diesem Montag gehen. Die härtesten Verfolger des HSV versäumten es am Wochenende, den Tabellenführer mehr unter Druck zu setzen. Einzig das Überraschungsteam des VfL Osnabrück hielt am Sonntag mit dem 4:2 (2:1)-Sieg bei Jahn Regensburg Schritt und schob sich mit 13 Punkten auf Rang zwei. Zunehmend besser in Schwung kommt Bundesliga-Absteiger SC Paderborn als Tabellenvierter.

HSV-Trainer Daniel Thioune hat seinem Kieler Kollegen Ole Werner vor dem Nord-Duell Hochachtung gezollt. "Für viele ist Holstein Kiel ein Geheimfavorit. Aber es ist keine so große Überraschung, dass sie sich in den Top 5 bewegen", sagte Thioune. In den letzten Jahren sei "ein bisschen was gereift" an der Förde. Der HSV hat in vier Zweitligaspielen noch nie gegen die Nord-Rivalen gewonnen. Zwei Kieler Siege, zwei Remis stehen bislang zu Buche.

Bereits am Samstag hatte der VfL Bochum, bis dahin auf Platz zwei gelegen, gegen die SpVgg Greuther Fürth verloren. Für den Revierklub war die erste Saison-Heimniederlage ein Dämpfer. Das Team von Thomas Reis (11 Punkte) rutschte auf Rang sechs ab. Paderborn fügte mit einem 4:0 (3:0) den Darmstädtern die erste Heimniederlage im Jahr 2020 bei. Dennis Srbeny traf für das Team von Steffen Baumgart zweimal. Darmstadt musste nach einer Gelb-Roten Karte für Nicolai Rapp mehr als eine Halbzeit in Unterzahl spielen. Unterdessen unterlag St. Pauli dem Karlsruher SC im heimischen Stadion mit 0:3 (0:1). Während der Karlsruher SC die Abstiegsränge verließ, rutschte St. Pauli, das sich gegen einen cleveren Rivalen diesmal konzept- und ideenlos zeigte, auf Platz 17.

Neben Hannover und Aue (0:0) sowie Sandhausen und Braunschweig (2:2) trennten sich auch Nürnberg und Düsseldorf (1:1) remis. Die Sorgen beim Club, der auf Tabellenplatz 16 in die Länderspielpause geht, sind noch größer geworden. Gleichwohl mache ihm "die Art und Weise, wie wir Fußball spielen" Mut, sagte Nürnbergs Trainer Robert Klauß. "Wir merken, dass die Mannschaft Fortschritte macht."

© SZ vom 09.11.2020 / dpa
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