2. Bundesliga:Corona-Ausbruch beim KSC - Spiel gegen Sandhausen verlegt

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TSV 1860 München - Karlsruher SC

Unter der Woche freuten sich die Spieler des Karlsruher SC noch über den Sieg im DFB-Pokal beim TSV 1860 München.

(Foto: dpa)

Der Karlsruher SC muss auf 16 Profis verzichten, die Partie wird neu angesetzt. Für Skispringer Andreas Wellinger gerät wegen einer Infektion sogar Olympia in Gefahr.

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2. Liga, Karlsruhe: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat das Zweitliga-Spiel zwischen dem Karlsruher SC und dem SV Sandhausen abgesetzt. Dies teilte der Ligaverband am Freitag zu der eigentlich für Sonntag (13.30 Uhr) angesetzten Partie mit, nachdem der KSC insgesamt 16 Corona-Fälle gemeldet hatte. Die Partie werde verlegt, "da dem Karlsruher SC unter anderem aufgrund von Quarantäne infolge positiver Corona-Befunde nicht die nach der DFL-Spielordnung notwendige Mindestanzahl an Spielern zur Verfügung steht", hieß es von der DFL. Nachholtermin ist nun der 8. Februar (18.30 Uhr).

"Wir kriegen nicht mehr als elf Spieler hin", hatte KSC-Sportchef Oliver Kreuzer zuvor erklärt. In der Mannschaft gebe es neben den 16 Corona-Fällen fünf Profis, die schon längere Zeit verletzt seien, erklärte Kreuzer. Sie könnten nicht spielen, auch wenn die Tests bei ihnen negativ ausgefallen seien: "Also müssen wir von den verbleibenden 16 Spielern noch einmal fünf abziehen." Sandhausen als Gegner hätte gerne gespielt.

Skispringen, Wellinger: Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger droht nach einem positiven Coronatest das Aus für die Winterspiele in Peking. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) mitteilte, war der 26-Jährige aus Ruhpolding während der Anreise zum Weltcup in Titisee-Neustadt bei einem "onBoardTest" positiv und begab sich am Freitag sofort in Quarantäne. Der Rest der deutschen Mannschaft war nicht betroffen. "Was soll ich sagen? Dem Knie geht es wieder besser, ich hatte medizinisch die Freigabe und könnte springen. Und dann kommt der scheiß Coronatest dazwischen", sagte Wellinger, der nach auskurierten Problemen am operierten Knie am Samstag um einen der verbleibenden Olympia-Startplätze kämpfen wollte: "Das kann ich jetzt leider nicht, und das ist bitter. Mir geht es gesundheitlich gut, ich merke nix, aber der CT-Wert war halt knapp jenseits der Grenze."

Wellinger, der zuletzt in Zakopane fehlte, hätte am Freitag zur Qualifikation antreten sollen. Nach dem Springen am Samstag (16.15 Uhr/ARD und Eurosport) will Bundestrainer Stefan Horngacher seine letzten zwei Peking-Plätze vergeben, dafür kamen Wellinger, Severin Freund, Pius Paschke und Constantin Schmid infrage. Gesetzt sind bereits Karl Geiger, Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe.

DFB, Arzt: Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer sieht keine Hinweise auf vermehrte medizinische Probleme bei Fußballern nach Impfungen. Angesprochen in einem Interview des Bayerischen Fußball-Verbandes auf Behauptungen in Sozialen Medien, Fußballer würden nach der Impfung auf dem Platz reihenweise kollabieren, sagte Meyer: "Kurz und knapp: Da ist gar nichts dran! Manchmal ist es nervig, den ganzen gezielt gestreuten Falschmeldungen hinterherzulaufen", sagte er. "Da wir das FIFA-Register für plötzliche Todesfälle betreiben, hatten wir natürlich viele derartige Anfragen. Hinweise auf vermehrte medizinische Probleme bei Fußballspielern und Fußballspielerinnen oder gar häufigere Todesfälle liegen nicht vor."

Ähnlich äußerte sich BFV-Arzt Werner Krutsch. "Ich wurde auch schon mit dieser Thematik konfrontiert. In dieser einmaligen Situation kommen eben solche Themen immer wieder hoch und verbreiten sich vor allem in den sozialen Netzwerken rasant schnell", sagte er. "Wir bleiben jedenfalls bei den wissenschaftlichen Fakten und den Erfahrungen des Alltags aus den letzten 22 Monaten - und daraus lassen sich derlei Behauptungen nicht belegen. Nur basierend auf diesen Prinzipien geben wir unsere Empfehlungen zum Gesundheitsschutz unserer Spieler und Spielerinnen heraus." Meyer äußerte sich auch zu Herzmuskelentzündungen als Nebenwirkung einer Impfung gegen Corona. "Herzmuskelentzündungen sind als Impfnebenwirkung sehr selten und sie scheinen auch meist harmlos zu verlaufen. Viel häufiger treten sie hingegen als Komplikation bei einer Erkrankung mit dem Coronavirus auf", sagte Meyer, Leiter der Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb.

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