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1860 München gegen Leipzig:1860 wartet weiter auf den ersten Saisonsieg

Danach geriet das Verteidigen gegen die filigrane Offensive von RB zwar weiter zur Schwerstarbeit für die Löwen, Entlastung durch eigene Angriffe fand lange kaum statt. Doch große Torchancen ließ die Abwehr nun nicht mehr zu, auch dank des robusten früheren Leipzigers Rodnei, der seine Startelf-Premiere für den verletzten Kai Bülow gab. "Er hat sich oft dazwischen geworfen, wenn es mal brenzlig wurde", lobte Innenverteidiger-Kollege Schindler den Zugang.

So kämpfte sich Fröhlings Mannschaft nach und nach ins Spiel und verzeichnete durch Daniel Adlungs 35-Meter-Schuss, den RB-Torwart Fabio Coltorti zur Ecke lenkte, die erste große Möglichkeit nach den Toren. "Wir haben unsere Möglichkeiten gehabt, auch wenn es Distanzschüsse oder Standards waren", stellte Fröhling fest. Die allergrößte Chance des ersten Durchgangs hatte allerdings Leipzigs Yussuf Poulsen; er setzte den Ball nach einem Fehler von 1860-Torwart Vitus Eicher unbedrängt über die Querlatte (44.).

Okoties erstes Tor nach mehr als sieben Monaten

Im zweiten Durchgang hatten die Löwen das Geschehen dann lange im Griff, doch kurz nachdem Adlung erneut an Coltorti gescheitert war, wechselte RB-Trainer Ralf Rangnick Marcel Halstenberg ein. Der Neue setzte sich bei seiner ersten Aktion über die linke Seite durch, passte nach innen, und Marcel Sabitzer leitete den Ball zu Davie Selke weiter - 2:1 (67.).

Das zweite Zurückkommen der Löwen war noch unerwarteter als das erste: Diesmal leitete Wolf die Szene ein, Okotie vollendete den Konter mit seinem ersten Treffer seit siebeneinhalb Monaten (78.). "Da waren wir in Überzahl und hindern ihn nicht am Schuss, das war einfach ein sehr, sehr dämliches Verhalten", klagte Rangnick, der "extrem enttäuscht und frustriert über das Ergebnis" war.

Ob nun die Leipziger zwei Tore verschenkt oder sich die Münchner zwei erkämpft hatten, war eine Frage der Perspektive. Nur eine Perspektive gibt es hingegen auf die Tabelle: Sechzig sieglos, fünf Punkte aus neun Spielen, Platz 17. "Wir haben super gekämpft, aber das bringt uns alles nichts, wenn wir nicht mal gewinnen", sagte Schindler. Fröhling meinte: "Der Sieg muss irgendwann kommen, das geht ja gar nicht anders." Am besten in Bielefeld vor der Länderspielpause.

© SZ vom 28.09.2015/schma
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