1860 München:Pfundige Diskussionen

25.09.2021 - Fußball, 2021/2022, 3. Liga, 10. Spieltag, SC Verl - TSV 1860 München: Michael Köllner (Trainer - München)

Steht nicht zur Debatte: Trainer Michael Köllner hat die Rückendeckung von Präsident Robert Reisinger.

(Foto: Noah Wedel/imago)

Löwen-Trainer Michael Köllner hat sich noch nicht festgelegt, ob Sascha Mölders gegen Viktoria Berlin in die Startelf zurückkehrt - und ist damit beschäftigt, möglichem Krisengerede entgegenzutreten.

Von Christoph Leischwitz

Michael Köllner stehe nicht zur Diskussion - damit hatte 1860-Präsident Robert Reisinger Anfang der Woche die Lage erst einmal beruhigt. Der Drittliga-Vierte der Vorsaison steht aktuell nur auf Rang 13 und hat schon seit fünfeinhalb Wochen nicht mehr gewonnen. Der Trainer berichtet, er habe von Reisinger selbst auch schon gesagt bekommen, dass es um ihn keine Debatte gebe. Sascha Mölders wiederum hat das von Trainer Köllner in dieser Woche so noch nicht zu hören bekommen. Zumindest könnte es sein, dass der Angreifer und Kapitän am Samstag, im Heimspiel gegen Aufsteiger Viktoria Berlin (14 Uhr, Grünwalder Stadion), wieder nicht in der Startelf steht. "Ich bin noch unentschlossen", sagt Köllner. Die Fans würden freilich am liebsten ihre "Heroes", ihre Legenden sehen - so machte der Trainer noch einen eleganten Schwenk von der noch aktiven Legende Mölders zu Radi Radenkovic, der am Freitag seinen 87. Geburtstag feierte. Doch er, Köllner, müsse eben jede Woche Spielerprofile erstellen und sehen, wer am besten geeignet sei, für einen Sieg zu sorgen.

"Die Spieler werden ja jede Woche gewogen, Dinge sind ja belegbar", sagt Köllner

Auf die Frage, ob angesichts der ewigen Diskussion über Mölders' überflüssige Pfunde die höchste Siegmöglichkeit nicht eben mit einem leichteren Mölders bestünde, antwortete Köllner, dass man, das Gewicht mal herausgelassen, Spieler immer danach beurteilen müsse, ob sie einen Eigenantrieb erkennen lassen, sich zu verbessern. Im Training sei Mölders sehr aktiv. Aber ja, über dieses Thema werde gesprochen. "Die Spieler werden ja jede Woche gewogen, Dinge sind ja belegbar", so der 51-Jährige.

Darüber hinaus waren Trainer sowie Geschäftsführer Günther Gorenzel damit beschäftigt, möglichem Krisengerede entgegenzutreten. Sechs Mal habe man schon Remis gespielt, dadurch habe man immerhin weniger Niederlagen (zwei) als die meisten Spitzenteams - es sei eben nicht alles schlecht, findet Gorenzel, man befinde sich zurzeit auf einer "Gratwanderung". Wichtig sei für ihn vor allem, dass das Selbstvertrauen der Spieler möglichst bald zurückkehre. Hierzu steht immerhin fast das gesamte Personal zur Verfügung.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB