FC Bayern München - 1. FC Nürnberg 4:2 (1. Mai 1982)

Frankfurter Waldstadion, DFB-Pokalfinale 1982. Zur Halbzeit führte der FCN gegen Bayern mit 2:0, am Ende gewannen die Münchner dieses dramatische Endspiel mit 4:2. Was von dieser Partie am nachhaltigsten in Erinnerung blieb, war jedoch nicht das Ergebnis. Es waren auch nicht Karl-Heinz Rummenigge, Wolfgang Kraus und Paul Breitner, die das Spiel drehten.

Zu historischer Bedeutung gelangten an diesem Tag ein "Turban" und dessen Träger, Dieter Hoeneß: Der Bayern-Stürmer erlitt in der ersten Hälfte nach einem Crash mit dem Nürnberger Alois Reinhardt eine Platzwunde am Kopf, spielte aber noch fast eine Stunde weiter - mit einem hollywoodreifen Verband, der an große Kampfeslust erinnerte. Als Hoeneß in der 89. Minute mit seinem "Turban-Kopf" dann auch noch den 4:2-Endstand erzielte, staunte nicht nur "Club"-Torhüter Rudi Kargus. "Für diesen Einsatz hat sich Dieter das Eiserne Kreuz verdient", sagte der von Hoeneß' Einsatzfreude begeisterte Bayern-Präsident Willi O. Hoffmann nach dem Spiel.

Bild: imago 28. April 2019, 16:302019-04-28 16:30:00 © SZ.de/ebc