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1. FC Köln:Erstickte Lebenslust

Fussball 1. Bundesliga / 1. FC Koeln - Hannover 96  1:1

Vergebens in Rage geredet: Marcel Risse versucht verzweifelt, Schiedsrichter Markus Schmidt davon zu überzeugen, Kölns Tor doch zu geben.

(Foto: Sven Simon)

In letzter Sekunde gewonnen, in allerletzter Sekunde doch nur ein 1:1: Der Tabellenletzte hadert mal wieder mit dem Schicksal.

Im unerschöpflichen Kanon des Kölschen Liedguts spielt "et Jlöck" eine bedeutsame Rolle. Der Kölner empfindet und hat auch gern Glück, weshalb es der sog. Video Assistant Referee vermutlich niemals in irgendein kölsches Lied schaffen wird. Die Fußballer vom 1. FC Köln machen in dieser Saison schmerzliche Erfahrungen mit dem Videoassistenten und fühlen sich vom Jlöck verlassen. Dass der 2:1-Siegtreffer von Claudio Pizarro in der 94. Minute des Spiels gegen Hannover 96 per Videobeweis für ungültig erklärt wurde, zermürbte die Fußballer auch deshalb, weil das ganze Stadion schon 86 Sekunden lang gejubelt, gefeiert und "Alaaf" geschrien hatte, bevor der Schiedsrichter Markus Schmidt das Tor nach knapp eineinhalb Minuten mitten in die Euphorie hinein für ungültig erklärte. Entsetzen machte sich breit.

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