1. FC Köln:Der nächste Abstiegskampf steht bevor

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Christian Keller ist Geschäftsführer Sport beim 1. FC Köln - und bleibt das vorerst wohl auch. (Foto: Federico Gambarini/dpa)

Dafür, dass sie den 1. FC Köln in den Abgrund geführt haben, ist das Selbstverständnis der Verantwortlichen beneidenswert intakt. Dass sie nun tatsächlich besser im Amt bleiben, hat aber andere Gründe.

Kommentar von Philipp Selldorf

Dieter Prestin, 67, hat als Profi mit dem 1. FC Köln dreimal den Pokal und einmal die deutsche Meisterschaft gewonnen, angeblich war der Verteidiger mit dem schönen Spitznamen "Praline" der Schrecken Karl-Heinz Rummenigges. Neuerdings genügt ihm sein Platz in der Altstar-Galerie des Klubs nicht mehr, weshalb er seit ein paar Monaten in der Rolle des Dissidenten hervortritt. Zuletzt kündigte er an, mit seinem Oppositionsteam das Präsidium stürzen und Sportvorstand des FC werden zu wollen, und spätestens seit dem Wochenende wird wohl mancher endgefrustete FC-Fan mit dieser verwegenen Idee sympathisieren, zumal da Prestin im Kölner Stadt-Anzeiger eine bestechende Saisonanalyse vorlegte: "Der Abstieg", sagte er, "ist verdient und das Produkt des Versagens der Vereinsführung."

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Von Philipp Selldorf

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