1. FC Kaiserslautern:Noch mehr Aufregung beim FCK

Damit aber nicht genug der Aufregung. Von 400 000 Euro, die im letzten Geschäftsjahr an externe Berater geflossen seien, seien zehn Prozent an den Kuntz-Vertrauten Ansgar Schwenken gegangen, so FCK-Vorstand Klatt. Dessen Arbeitsergebnisse habe aber nur der damalige Vorstand gesehen, nie der Aufsichtsrat, ergänzte Aufsichtsratsboss Nicolai Riesenkampff. Schwenken ist mittlerweile in der Geschäftsleitung des Ligaverbands DFL als Direktor für "Fußballangelegenheiten und Fans" tätig. Aufsichtsrat Mathias Abel wiederum rief Stefan Kuntz noch nach, er habe im letzten Jahr nur deshalb bei der Profi-Mannschaft mittrainiert, um sich auf seinen neuen Job vorzubereiten.

Vom Helden Stefan Kuntz ist in der Pfalz wirklich nicht mehr viel übrig.

Ob die Nichtentlastung durch die Mitglieder juristische Folgen für Kuntz haben wird, ist aber fraglich. Aufsichtsratschef Riesenkampff teilte mit, es gebe ein internes Gutachten, nach dem "haftungsrechtlich wohl nichts zu holen sei". Noch aber ist zur Thematik Fan-Anleihe eine Klage am Landgericht anhängig, deren Ergebnis die Lage ändern könne.

Langfristig, sagte der neue Vorstand Michael Klatt am Samstag, gebe es für den Traditionsklub nur zwei Szenarien: Bundesliga oder Regionalliga. Oder, wie es ein Mitglied formulierte: "Wir halten die zweite Liga nicht mehr aus - und nicht mehr lange durch."

© SZ vom 14.11.2016/ebc
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