2. Bundesliga Trainer Büskens verlässt Fürth

"Ich habe von Anfang an gesagt, dass das Engagement auf zwölf Spiele ausgelegt war": Mike Büskens verlässt Fürth.

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Greuther Fürth und Mike Büskens gehen nach zwölf Spielen wieder getrennte Wege. Julia Görges siegt bei den French Open überraschend gegen Caroline Wozniacki, Philipp Kohlschreiber scheitert. Reals Wunschtrainer Rafael Benitez verlässt Neapel.

Fußball, 2. Liga: Die SpVgg Greuther Fürth und Trainer Mike Büskens beenden ihre Zusammenarbeit. Wie die Franken wenige Tage nach dem gesicherten Klassenverbleib am Donnerstag mitteilten, informierte Büskens den Klub, dass er ab Sommer nicht mehr zur Verfügung stehen wird. "Ich habe von Anfang an gesagt, dass das Engagement auf zwölf Spiele ausgelegt war", sagte der 47-Jährige, der im Februar das Amt von Frank Kramer übernommen hatte. Dank fremder Hilfe hatten die Fürther am letzten Spieltag den Klassenverbleib im deutschen Profi-Unterhaus gefeiert.

"Wir danken Mike Büskens ganz herzlich dafür, dass er in einer sehr schwierigen Situation eingesprungen ist und ganz erheblich dazu beigetragen hat, den Verein in der Liga zu halten", würdigte Präsident Helmut Hack den damaligen Aufstiegstrainer beim Weg in die Bundesliga. "Wir werden nun intensive Gespräche führen und sind zuversichtlich, dass wir zeitnah den Nachfolger vorstellen können", erklärte Michael Mutzel, Direktor Profifußball.

Tennis, French Open: Deutschlands beste Tennisspielerin Andrea Petkovic hat sich bei den French Open in die dritte Runde gekämpft. Die am Oberschenkel verletzte Darmstädterin bezwang die Spanierin Lourdes Dominguez Lino nach 2:20 Stunden Spielzeit mit 4:6, 6:4, 6:4. Petkovic ist damit die fünfte Deutsche unter den besten 32, das hat es seit 21 Jahren in Paris nicht mehr gegeben. Vor der 27-Jährigen aus Darmstadt hatten bereits Angelique Kerber (Kiel/Nr. 11), Sabine Lisicki (Berlin/Nr. 20), Annika Beck (Bonn) und überraschend auch Julia Görges (Bad Oldesloe) mit 6:4, 7:6 über die Dänin Caroline Wozniacki ihre Zweitrundenpartien gewonnen.

Carina Witthöft ist bei den French Open in der zweiten Runde ausgeschieden. Die 20 Jahre alte Hamburgerin verlor am Donnerstag gegen die an Nummer 17 gesetzte Sara Errani aus Italien mit 3:6, 6:4, 2:6. Witthöft hielt gegen die French-Open-Finalistin von 2012 in Paris zwar gut mit, in den entscheidenden Momenten konnte die deutsche Tennis-Nachwuchshoffnung ihre Chancen aber nicht nutzen. Nach 1:54 Stunden verwandelte Errani ihren ersten Matchball.

Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber hat die Fortsetzung seines Zweitrundenmatches bei den French Open in Paris verloren. Der an Position 22 gesetzte Augsburger vergab gegen den Spanier Pablo Andujar einen 4:2-Vorsprung im entscheidenden fünften Satz, bei diesem Stand war die Partie am Mittwochabend wegen Dunkelheit unterbrochen worden. Kohlschreiber gab nach der Wiederaufnahme am Donnerstagmittag vier Spiele in Folge ab und verlor letztlich das Match nach insgesamt 3:31 Stunden Spielzeit 1:6, 6:7 (5:7), 6:3, 6:3, und 4:6. Damit ist kein deutscher Tennisprofi mehr im Herreneinzel von Roland Garros vertreten. Benjamin Becker sagte sein Drittrundenmatch gegen den Japaner Kei Nishikori wegen einer Muskelverletzung an der rechten Schulter ab.

Fußball, Real Madrid: Real Madrids Wunschtrainer Rafael Benítez verlässt den italienischen Fußball-Erstligisten SSC Neapel zum Saisonende. Das gab der spanische Coach (55) am Donnerstag in Neapel bekannt. Damit ist der Weg für den gebürtigen Madrilenen zurück in seine Heimatstadt frei. Dort soll er den am Montag entlassenen Carlo Ancelotti beerben. Eine Bestätigung der erwarteten Verpflichtung durch die Königlichen steht aber noch aus.

Fußball, Schalke 04: Der FC Schalke 04 macht nach einer nicht befriedigenden Saison und dem Rücktritt von Chefcoach Roberto Di Matteo ernst mit dem Umbruch im Spielerkader. Wie der Fußball-Bundesligist am Donnerstag mitteilte, werden die zum 30. Juni auslaufenden Verträge mit Tranquillo Barnetta und Christian Fuchs nicht verlängert. "Wir haben uns mit beiden Spielern noch einmal zusammengesetzt, sind aber in den Gesprächen übereingekommen, dass die Wege sich trennen werden", erklärte Sportvorstand Horst Heldt. Beide wollten woanders neue Herausforderungen suchen.

Fußball, Österreich: Neuer Job für Thorsten Fink: Der frühere Trainer von Fußball-Bundesligist Hamburger SV wird neuer Coach des österreichischen Traditionsklubs Austria Wien. "Ich spüre, dass der ganze Verein mich unbedingt will. (Sportdirektor) Franz Wohlfahrt hat mich mit seinem Konzept voll überzeugt", sagte Fink bei Sport1: "Das ist der richtige Schritt für mich." Die Austria belebt mit Fink die Tradition deutscher Trainer wieder: Vor dem 47-Jährigen, der einen Zweijahresvertrag mit einer Option auf eine weitere Saison erhalten soll, waren unter anderem bereits Horst Hrubesch (1995/1996), Christoph Daum (2002/2003) oder Joachim Löw (2003/2004) für die Veilchen tätig. Der 24-malige österreichische Meister (zuletzt 2013) belegt einen Spieltag vor Saisonende in der Zehnerliga einen enttäuschenden siebten Platz, steht aber im Pokalfinale gegen Meister RB Salzburg (3. Juni in Klagenfurt). Fink war zuletzt auch bei Bundesligist Hannover 96 im Gespräch. Bis Anfang Mai war er beim zyprischen Meister APOEL Nikosia tätig.

Basketball, NBA: Die Golden State Warriors haben erstmals seit 1975 wieder die Endspiele in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA erreicht. Am Mittwoch (Ortszeit) kamen die Kalifornier durch einen 104:90-Erfolg in der heimischen Arena gegen die Houston Rockets zum vierten und entscheidenden Sieg. Insgesamt setzte sich das beste Vorrunden-Team der Liga gegen die Texaner mit 4:1 durch. Stephen Curry, Klay Thompson und Harrison Barnes erzielten für die Warriors mindestens 20 Punkte. Houston, das sich in der ersten Playoff-Runde gegen Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks durchsetzen konnte, hatte zwar sechs Profis mit einer zweistelligen Anzahl von Treffern, konnte das Halbfinal-Aus dennoch nicht verhindern. Golden States Finalgegner sind ab dem 4. Juni die Cleveland Cavaliers von Superstar LeBron James, die sich gegen die Atlanta Hawks und Dennis Schröder durchsetzten. Die ersten beiden Partien werden in Oakland ausgetragen.

Tennis, French Open: Angefeuert von ihrem Lebensgefährten Bastian Schweinsteiger hat die serbische Tennisspielerin Ana Ivanovic mit Mühe die dritte Runde der French Open in Paris erreicht. Die Nummer sieben der Weltrangliste setzte sich nach 1:58 Stunden Spielzeit gegen Misaki Doi aus Japan 3:6, 6:3, 6:4 durch und trifft nun auf Donna Vekic (Kroatien). Fußball-Weltmeister Schweinsteiger (30) und Ivanovic (27) hatten ihre Liaison im Februar öffentlich gemacht. Bereits bei den Australian Open im Januar war der Bayern-Profi in Melbourne für ein paar Tage an Ivanovics Seite gewesen. Ivanovic hatte das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres in Roland Garros 2008 gewonnen, es ist bislang das einzige Major, bei dem die 27-Jährige triumphiert hat.

Angelique Kerber ist derweil ihrer Fed-Cup-Kollegin Sabine Lisicki und Youngster Annika Beck in die dritte Runde gefolgt. Die Weltranglistenelfte aus Kiel bezwang die Australierin Ajla Tomljanovic 6:3, 6:2. Am Freitag wartet Garbine Muguruza, Nummer 21 der Setzliste auf Kerber. Die Spanierin hatte im vergangenen Jahr in der zweiten Runde von Paris sensationell Serena Williams (USA) aus dem Turnier geworfen. Vier weitere deutsche Spielerinnen haben am Donnerstag die Chance, die dritte Runde zu erreichen. Zuletzt standen vor 21 Jahren mehr als drei Deutsche im Dameneinzel unter den besten 32 im Stade Roland Garros. Kerber war von ihrer Rückenverletzung, die sie am vergangenen Samstag vor dem Halbfinale beim Nürnberger Versicherungscup zur Aufgabe gezwungen hatte, nichts mehr anzumerken. Nach 70 Minuten verwandelte die 27-Jährige ihren erster Matchball. Ihr bestes Resultat in Paris war das Viertelfinale 2012, in den beiden Jahren danach verlor sie im Achtelfinale.