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Erding und Freising: KulturHighlights am Ende und am Anfang

Musik und Events in und um beide Städten. Am 28-29.12. Kulthits mit dem Duo Only Two, Gospel mit Oliver Schott. Die Band Helter Skelter spielt die klassische Rockmusik in der Erdinger Stadthalle.

Erding und Freising: KulturHighlights am Ende und am Anfang

„A bisserl was geht allerweil“ beim Chiemgauer Volkstheater-am 5. Januar in der Erdinger Stadthalle. Foto: CVT/SYC

Die Geschenke sind verteilt, der Festtagsschmaus ist gegessen und das neue Jahr steht vor der Türaber man fremdelt ja noch. Es ist schon eine ganz spezielle Zeit, die man „zwischen den Jahren nennt. Es kehrt auch eine besondere Art von Ruhe ein, bevor die Korken und Böller zu Silvester knallen. Das kann ja ganz erholsam sein nach einem trubeligen Weihnachtsfest, aber sie kommt dann doch meist wieder schnell, die Lust auf neuen Input. Ein wenig rausgehen, ein bisschen was erleben, das wäre doch ganz schön.

In Erding kann man schon am zweiten Weihnachtsfeiertag viele neue Eindrücken sammeln, in dem man sich mit der hiesigen Kulturgeschichte vertraut macht: Museumsleiter Harald Krause öffnet am Nachmittag die Türen des Museums Erding für eine Feiertagsführung durchs ganze Haus. Mit Informationen aus erster Hand geht es durch die Ausstellungen, die sich mit der archäologischen Vorgeschichte, dem ortsprägenden Handwerk und der lokalen Kunstszene beschäftigen. Eine Anmeldung zur Führung ist nicht erforderlich, man kann sich also auch einfach ganz spontan dazu entschließen, das Weihnachtsfest mal auf etwas andere Art zu beschließen.

Wer sich vom Gefühl der Weihnacht aber partout nicht trennen möchte, kann das Fest ja sogar noch bis zum 29. Dezember verlängern, denn so lange geht der inzwischen fast schon legendäre Wintermarkt am Flughafen. Zum Fest selbst übrigens auch wieder mit einem kleinen aber feinen Musikprogramm: So gibt es am ersten Feiertag Kulthits mit dem Duo Only Two und einen Tag später Gospel mit Oliver Schott. Am Wochenende nach Weihnachten kommen in der Erdinger Stadthalle dann die Fans von ehrlicher Rockmusik auf ihre Kosten: Am 28. Dezember präsentieren die Sieben von der Band Helter Skelter die größten Songs aus der Hoch-Zeit des Classic Rock. „Nur das Beste vom Besten der Besten“ ist ihr Motto, und das bedeutet Banger von AC/DC, Klassiker von den Stones oder Power-Hits von ZZ Top.

„Abisserl was geht allerweil“ trifft nicht nur auf das Kulturprogramm rund um die Feiertage zu, sondern auch auf das Chiemgauer Volkstheater. Ganz genauso heißt nämlich das Stück, mit dem das aktuelle Ensemble am 5. Januar wiederum in der Erdinger Stadthalle gastiert. Dabei geht es um das recht unglaubliche Treiben in einem gemeindlichen Bauausschuss, von dem hoffentlich nicht allzu viel aus der Realität abgeschaut worden ist.

Witz und Humor zeichnen das Chiemgauer Volkstheater schon seit Jahrzenten aus, und beides wird auch vom Ukulelen-Orchester Dorfen vorzüglich ausgespielt. Seit dessen Gründung vor sechs Jahren hat sich die Formation mit einem Faible für ungewöhnliche Interpretationen bekannter Musikstücke kontinuierlich in die Herzen des Publikums gespielt. Daher kommt auch die Traute, gleich an zwei Abenden hintereinander aufzutreten. Am 5. und 6. Januar mit Klassik, Disco, Pop und Zupfinstrument im Dorfener „Jakobmayer“.

Zwei Neujahrskonzerte der unvergesslichen Art werden das mit Sicherheit- und davon gibt es diesmal sogar noch ein paar mehr: Am7. Januar kommen die virtuosen Münchner Symphoniker wieder nach Erding. Daniel Spaw dirigiert, Max Müller moderiert und das Orchester feiert unter anderem Werke von Strauß, Sousa, Elgar und Dvorák. In Freising wird das neue Jahr am Dreikönigstag mit einer „Oper weiss-blau“ eingeläutet. Und das im Wortsinn, denn bei diesem doch sehr speziellen Neujahrskonzert kommen sogar Kuhglocken zum Einsatz. Die Mezzosopranistin Franziska Rabl und die Holledauer Musikanten präsentieren im Asam-Saal einen wilden und zugleich festlichen Mix aus altbayerischer Blasmusik, berühmten Arien und populären Melodien.

So einen Ritt durch die Genres könnte man auch locker dem musikalischen Tausendsassa Ecco DiLorenzo zutrauen, denn er ist ein versierter und facettenreicher Entertainer, der schon mit den unterschiedlichsten Stilarten überzeugen konnte. Am 10. Januar kommt er mit Bigband und mitreißendem Soul-Repertoire in den Freisinger Lindenkeller. „Ecco DiLorenzo and His Innersoul“ sind ein echter Blast: Mit Stimmgewalt, Spielfreude und einer Wucht im Repertoire bringen Ecco Meineke und Band den guten alten Soul der 60er- und 70er-Jahre auf die Höhe von 2025.
Kai-Uwe Digel


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