Viele wirbellose, essbare Meerestiere gehören quasi seit Anbeginn der Menschheit zu unserem Speiseplan. Zu ihnen zählen neben den sogenannten Krustentieren, den Hummern, Langusten, Krebsen, Garnelen und Seeigeln, auch 28 essbare Muschelarten. Und unter diesen wiederum gibt es ganz besonders vier Sorten, die sehr geschätzt werden, nämlich Austern, Jakobsmuscheln, Miemuscheln sowie Venus- oder Herzmuscheln. Muscheln sind hochkarätige Lieferanten von wertvollem Eiweiß und Jod, das zur Funktion der Schilddrüse beiträgt. So gesehen also ist der Verzehr von Muscheln durchaus gesund. Da es meistens nicht möglich ist festzustellen, ob Muscheln mit Schadstoffen oder Biotoxinen belastet sind oder nicht, empfiehlt es sich, beim Kauf darauf zu achten, woher die Muscheln genau stammen. Miesmuscheln aus der Nordsee etwa, so heißt es, bergen, da sie strengstens überwacht werden, so gut wie gar kein Risiko.
Besondere Sorgfalt sollte man bei der Zubereitung walten lassen. Muscheln, die im Handel als „frisch“ angeboten werden, wurden meistens schon einige Wochen in Frischwasserbecken gehalten, sodass Sand und eventuelle andere Einschlüsse herausgespült wurden. Dennoch sollte man gekaufte Muscheln zu Hause unter fließendem kaltem Wasser noch einmal gründlich abspülen. Sofort aussortieren muss man dabei in der Regel offene Muscheln und später Muscheln, die sich nach dem Kochen nicht geöffnet haben.
Die sogenannte „R-Regel“, nach der Muscheln nur in Monaten mit einem „R“ im Namen verzehrt werden sollten, also September bis April, stammt zwar noch aus einer Zeit, in der die Kühl- und Frischhaltetechniken noch nicht so perfektioniert waren wie heute, dennoch hat die Regel nach wie vor Gültigkeit. In den Sommermonaten besteht eine erhöhte Gefahr, dass sich in den Muscheln vermehrt Giftstoffe aus Algen anreichern, die im schlimmsten Fall zu Vergiftungen führen können.
Die Auster
Austernarten gibt es viele, doch nur wenige sind wirklich genießbar und schmackhaft. Sie werden lebend aufgebrochen und gleich verzehrt, man kann sie jedoch auch kochen oder braten. Wichtig ist sicherzustellen, dass die Auster vor dem Verzehr tatsächlich noch lebt. Wenn sie bereits offen ist, ist das nicht mehr der Fall, und ihr Genuss kann dann im schlimmsten Fall zu einer gefährlichen Lebensmittelvergiftung führen.
Die Miesmuschel
Sie sind günstiger als Austern oder Jakobsmuscheln und leichter zuzubereiten. Wie bei allen Muschelarten gilt auch hier: Finger weg von Muscheln, die nach dem Kochen nicht aufgegangen sind! Sie haben zum Zeitpunkt der Zubereitung nicht mehr gelebt, waren also nicht mehr frisch.
Die Venus- oder Herzmuschel
Es gibt circa 400 Arten, die meisten von ihnen sind essbar. Die Venusmuschel kommt weltweit in Küstengewässern, meist auf sandigem Untergrund, vor. Der Schwerpunkt ihrer Verbreitung liegt in den warmen Meeren. Da sie nur eine geringe Größe aufweisen, ist ihr Verzehr ein Geduldsspiel, denn es erfordert ein wenig Geschick, sie aus der nach dem Kochen geöffneten Schale herauszupicken.
Die Jakobsmuschel
Anders als bei den meisten Muschelarten sind die Schalen der Jakobsmuschel oft leicht geöffnet, was hier aber kein Ausschlusskriterium ist. Mit einem Messer kann man die Frische testen: Wenn das Muskelfleisch bei Berührung leicht zuckt, ist die Muschel frisch. Serviert ist sie nicht wirklich ein „Genuss zum Aufklappen“, sie schmeckt mit ein wenig Zitrone auch roh.
Michael K. Albrecht
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
der lateinische Begriff Advent verweist im christlichen Glauben auf das Ankommen Jesu Christi. Im übertragenen Sinne kann „Ankommen“ auch als Metapher für unsere gemeindlichen Projekte dienen. Seit März sorgen wir mit einem Vereinsbus dafür, dass ortsansässige Vereine und Organisationen gut an ihrem Ziel eintreffen. Mit Blick auf das Klima haben wir eine wichtige Weiche gestellt, um in einer klimaneutralen Zukunft anzukommen. Die Wärmeversorgung in der Gemeinde wurde erfasst und darauf basierend ein Energienutzungsplan entwickelt. Gut angekommen sind auch unsere Seniorinnen und Senioren in der Begegnungsstätte am Bahnhofsplatz, während in der Hauptstraße ein neues Haus errichtet wird. Zu guter Letzt ermöglichen Sie mit großzügigen Spenden, dass Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, in der Mitte unserer Gesellschaft ankommen. Dafür gilt mein herzlicher Dank. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest, und kommen Sie gut im neuen Jahr an!
Ihr Thomas Pardeller
Erster Bürgermeister Gemeinde Neubiberg