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Wintersport anno dazumal

Schnee war früher genug da. Deshalb wurde der Bewegungsspaß mit Kufen, Skiern und Co. im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen seit jeher groß geschrieben

Wintersport anno dazumal

Um Gleichgesinnte zu finden, begannen die Anhänger schon bald, sich zu organisieren: Ein Skiclub in Lenggries wurde Anfang der 1920er-Jahre gegründet. Und der Wintersportverein Isartal in Icking kann 2025 auch schon das 100-jährige Jubiläum feiern. In den Lenggrieser Bergen entwickelte sich der Skitourismus in den 1930er-Jahren. Damals wurde das Skigebiet erstmals systematisch erschlossen. Die Einheimischen wunderten sich nur anfangs, dass am Bahnhof Lenggries scharenweise zünftig gewandete Münchner dem Zug entstiegen, die das neumodische Skizeug schulterten und sich auf den beschwerlichen dreistündigen Weg hinauf aufs Brauneck machten. Skilifte gab es damals noch keine.

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Auch waren die Skier nicht mit den heutigen vergleichbar. Sie bestanden vollständig aus Holz und waren mit über drei Metern Länge doppelt so lang wie heute. Gefahren wurde mit strapazierfähigen Lederstiefeln, die mit Riemen an den Brettl'n befestigt wurden. Die Fersen waren nicht fixiert, sodass die alten Bindungen auch gern mal„Fußbrechmaschinen“ hießen. Statt Skistöcken verwendete man lange Alpenstöcke. Hinauf ging es zu Fuß mit Spitzkehren, oben wurden die Bremsfelle abgenommen und um den Körper geschnallt, damit sie nicht im Wege waren, und dann ging es wieder runter: Im berühmten Telemarkstil wurde bei jedem Schwung das Kurveninnere Bein nach hinten gestreckt und gebeugt. Der Skisport nahm aber erst mit der Einrichtung von mechanischen Aufstiegshilfen in den 1950er Jahren so richtig an Fahrt auf. 1952 wurde der Bau einer 3,2 Kilometer langen Bergbahn beschlossen, die im Jahr 1957 erstmals bergauf schwebte.

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Weiter nördlich war Icking das winterliche Sportzentrum des Isartals. Mit der 1893 erfolgten Gründung des „Akademischen Schneeschuhvereins München“ fielen die ersten skinarrischen Wintersportler in das beschauliche Dorf am Isarhochufer ein, um ihrer schweißtreibenden Leidenschaft zu frönen. Ende der 1920er-Jahre wurde in Icking eine Sprungschanze mit einem Sprungturm aus Holz errichtet, der Nachfolger aus Beton existiert bis heute. Die Sportler kamen bequem mit der Isartalbahn angereist und hatten es nur ein paar Schritte weit. Viele Münchner gingen in Icking Skifahren, sogar Karl Valentin soll darunter gewesen sein, wie der Schanzenforscher Franz Mettal aus Bad Tölz vor Jahren für eine Ausstellung recherchiert hat. Damals hatte fast jedes Dorf seine eigene Sprungschanze, denn das Skispringen war früher ein echter Breitensport. Im Oberland soll es sage und schreibe 33 Schanzen gegeben haben, allein drei in Bad Tölz. Die meisten von ihnen sind inzwischen verfallen und vergessen.

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Künstliche Eisbahnen gab es erst später, aber Eislaufen auf den zahlreichen heimischen Teichen und Seen war schon immer beliebt. Auch deshalb, weil die zugefrorenen Gewässer eine zwanglose Gelegenheit für junge Leute boten, sich kennenzulernen und die eine oder andere Runde gemeinsam zu drehen. Gerade für Frauen war dies ein unkompliziert auszuübender Sport, denn sie konnten sich in „Eiskostümen“ mit fußfreiem Rock auf die Fläche wagen - Hosen „schickten“ sich damals noch nicht. Wie viel Vergnügen unsere Vorfahren am Eislauf hatten, lässt sich anhand vieler historischer Fotos ablesen. Ein großer Freizeitspaß war auch das Schlittenfahren.

Auf den Hängen tummelten sich an schneereichen Tagen kleine und große Rodler. Dörfer und Städte unterstützten das: Überall, wo es möglich war, wurden Hänge gerodet und eine Schlittenbahn gebaut. In Wolfratshausen gab es eine Rodelbahn vom Bergwald hinunter bis zum Untermarkt, wie ein altes Foto beweist. Ein echtes Spektakel vor 100 Jahren war in Wolfratshausen die Austragung eines Skijörings im Markt. Die Sportart kommt ursprünglich aus Skandinavien und bedeutet so viel wie „gezogene Ski“. Dabei lässt sich ein Skifahrer von einem Pferd schleppen. Mit der Zeit wurden auch andere Antriebe wie Motorräder ausprobiert - damit ging es noch flotter voran. Die immer schneeärmeren Winter haben den winterlichen Freizeitsport vor der Haustür weitgehend zum Erliegen gebracht. Aber wie es früher in der „guten alten Zeit“ zuging, davon kann man sich im Museum Wolfratshausen oder im Heimatmuseum Lenggries ein Bild machen, die dem Pistenspaß ein eigenes kleines Kapitel widmen. Susanne Hauck

Wir, die Fraktion der FREIEN WÄHLER im Kreistag Fürstenfeldbruck, 

Von links: Johann Thurner (Mammendorf), Schorsch Huber (Puchheim), Dr. Michael Schanderl (stellv. Landrat, Emmering), Josef Heckl (Mammendorf), Sandra Meissner (Fraktionsvorsitzende, Kottgeisering), Gottfried Obermair (Maisach), Hans Friedl (MdL a. D., Alling) und Rudi Keckeis (Moorenweis).
Von links: Johann Thurner (Mammendorf), Schorsch Huber (Puchheim), Dr. Michael Schanderl (stellv. Landrat, Emmering), Josef Heckl (Mammendorf), Sandra Meissner (Fraktionsvorsitzende, Kottgeisering), Gottfried Obermair (Maisach), Hans Friedl (MdL a. D., Alling) und Rudi Keckeis (Moorenweis).

wünschen Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute, vor allen Dingen Gesundheit und Zuversicht für das kommende Jahr.

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