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Auch das stärkt den Rücken

Fasten und mediterrane Kost helfen auch bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises

Auch das stärkt den Rücken

Viel Gemüse, viel Obst, Nüsse und Olivenöl. Dazu Lebensmittel mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und Antioxidantien: Diese Ernährungsweise kann den Krankheitsverlauf von rheumatoider Arthritis positiv beeinflussen. Foto: Adobe Stock

Mit Beginn der Fastenzeit, die heuer mit dem muslimischen Fastenmonat Ramadan zusammenfällt, denken viele über den temporären Verzicht auf lieb gewonnene Essgewohnheiten nach. Auch Menschen mit rheumatoider Arthritis wollen häufig eine der vielen möglichen Formen des Fastens, wie etwa Heilfasten, durchführen. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V. (DGRh) weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es für Betroffene einiges zu beachten gilt. Denn es gibt für Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises nur wenige Studien, die die Effekte des Fastens auf die Aktivität der Entzündung erfasst haben“.

Die Fachgesellschaft beruft sich unter anderem auf eine Untersuchung aus den 1990er-Jahren, die zum Ergebnis hatte, dass eine persönliche Fastenzeit bei rheumatoider Arthritis (RA) deren Symptome lindern könnte. Die zur DGRh gehörende Kommission für Komplementäre Heilverfahren und Ernährung kommt zu dem Schluss, dass bei ausgewählten Patientinnen und Patienten Fasten „sinnvoll in ein rheumatologisches Therapiekonzept integriert werden kann“. Fasten in einem begrenzten Zeitraum von fünf bis zehn Tagen kann demnach vor allem „bei RA-Patienten mit Übergewicht und metabolischem Syndrom eine ergänzende Maßnahme zur konventionellen Rheumatherapie sein. Voraussetzung ist, dass derartige Interventionen von Ärztinnen und Ärzten begleitet werden, die Erfahrungen auf dem Gebiet rheumatischer Erkrankungen und der Ernährungsmedizin haben“, heißt es dazu in einer Mitteilung der DGRh.

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Die Experten plädieren zudem dafür, dass dem Fasten eine Ernährungsumstellung „auf eine mediterrane Kost oder eine andere Kostform mit überwiegend pflanzlicher Nahrung“ folgt. Das heißt: Die mediterrane Ernährungsweise auch gerne als Kreta-Diät bezeichnet - soll einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und Antioxidantien aus Gemüse, Obst, Nüssen und Olivenöl enthalten. Entzündungsfördernde Nahrungsmittel, wie rotes Fleisch, gesättigte Fette und Zucker, sollen hingegen reduziert werden. Die DGRh rät jedoch ausdrücklich davon ab, die Ernährung auf vegan oder glutenfrei umzustellen.

Damit ist es jedoch nicht getan. „Ein richtig durchgeführtes Heilfasten, gefolgt von einer pflanzenbasierten Ernährung, kann bei ausgewählten Patientinnen und Patienten den Krankheitsverlauf einer RA positiv beeinflussen, wenn diese Maßnahmen in ein sinnvolles medikamentöses Therapiekonzept eingebettet werden“, sagt Professor Gernot Keyẞer, Sprecher der DGRh-Kommission für Komplementäre Heilverfahren.

Dorothea Friedrich


Fasten, aber richtig

Wer unter rheumatologischen Erkrankungen leidet, sollte grundsätzlich seine Ärztin, seinen Arzt konsultieren, bevor er sich für eine Fastenzeit entscheidet. Zudem sollten sie oder er auf ärztliche Begleitung während der Fastenperiode bestehen. Menschen mit starkem Untergewicht, mit Essstörungen oder bestimmten Vorerkrankungen, wie beispielsweise Gicht, sollten aufs Fasten verzichten. Die DGRh empfiehlt, nach dem Ende der Fastenzeit auf eine entzündungshemmende Ernährung wie die mediterrane Küche umzusteigen und auf entzündungsfördernde Lebensmittel wie rotes Fleisch, gesättigte Fette und Zucker zu verzichten. dfr


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