Nachdem es bei Häusern im „Dunkeldesign“ und Küchen mit schwarzen Fronten für ziemlich viel Erstaunen gesorgt hat, hat das Unbunte in diesem Jahr nun auch endgültig den Deko-Bereich erreicht: Schwarze Kerzenleuchter aus Metall bringen Tisch und Fensterbank stylisch zum Leuchten, Sterne und Weihnachtskugeln geben sich heuer tief gedeckt und Advents- oder Türkränze im „Gothic“-Style setzen bisher selten gesehene Akzente.
Richtig edel wirkt es mit Glitzer-Akzenten
Mit Trauerschmuck oder depressiver Stimmung hat das allerdings rein gar nichts zu tun, denn die Kombi macht's: Das Zusammenspiel mit knalligen Farben und glitzernden Elementen in Kupfer, Silber oder Gold sorgt für ein richtig edles Antlitz. Ein ganz spezieller Look, der meist schon von den Oberflächen der verwendeten Gegenstände ausgeht. Matt, glänzend oder auch strukturiert - das Angebot ist so riesig wie die Vielfalt der Materialien, die in Verbindung mit Schwarz besonders gut wirken. So akzentuiert werden Glas, Stein oder Holz optisch auf ein höheres Level gehoben. Wer sich aber dennoch nicht etwa an einen schwarzen Adventskranz wagen möchte, der könnte sich vielleicht für den vom Fachverband deutscher Floristen ausgerufenen Winter-Trend „Charming Carmine“ erwärmen, mit dem die floralen Kreationen in besonders warmen Farben eine dezente Festlichkeit transportieren sollen. Rubintöne, Koralle, aber auch dunkles Grün spielen hier die Hauptrolle. Mit Sträußen, die die Form der einzelnen Blüten in den Mittelpunkt stellen, mit Kränzen, die durch die Verarbeitung von Nüssen und Beeren richtig fruchtig wirken oder mit Blumen-Girlanden, die einen Raum auf etwas andere Art verschönern.
Transparenz und Licht
Der Advent ist die große Zeit der kleinen Geschenke. Um dem Paketboten fürs Schleppen zu danken, als Mitbringsel zum Kaffee mit Plätzchennaschen oder fürs Wichteln mit Freunden und Kollegen. Wenn die kleine Aufmerksamkeit dabei ein bisschen wertiger sein darf, bietet sich in diesem Jahr ein lang vermisster Klassiker an: Das farbige Glas ist zurück. Ob als mundgeblasene Rarität aus der lokalen Werkstatt, in Form des ikonischen Teelichthalters aus Finnland oder als schickes Väschen aus dem Möbelhaus: Die Faszination für Transparenz in Verbindung mit Farbenpracht ist neu erwacht und zeigt sich in großer Vielfalt. Auch hier gibt es stylische Stücke in Schwarz, dezente Rauch-Optik ist ebenfalls angesagt - aber auch Bonbonfarben, die aus dem Set des „Barbie“Films stammen könnten. Und auch in dieser Saison können wir uns alle wieder als kleine Baumeister betätigen. Die schon seit Längerem beliebten Lichthäuschen bleiben stimmungsvolle Konstanten im vorweihnachtlichen Wohnzimmer. Als Kirche, Fachwerkhaus oder Stadtvilla, aus Stahl oder Porzellan, mit inkludierter Spende für den guten Zweck oder einfach so fürs eigene heimelige Vergnügen. Kai-Uwe Digel