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Heiß begehrte Schattenspender

Für jede Wohnsituation gibt es den passenden Sonnenschutz - und dieser ist mittlerweile unverzichtbar

Heiß begehrte Schattenspender

Die Terrasse ist ein beliebter Teil des Gartens, sei es vor oder hinter dem Haus. Sie soll sich der Hausarchitektur und der Gartenanlage anpassen und entsprechend ausgestattet sein. Zu einer neuen, modernen Terrasse gehört auch hochwertiger Sonnenschutz. Die Planung von Markisen sollte man dem Profi anvertrauen. Auf der sicheren Seite sind Hausbesitzer mit Marken-Sonnenschutzsystemen mit langfristig wetterfesten und lichtechten Gestellen und Stoffen. Foto: djd/www.Lewens-Markisen.de/Adobe Stock/KB3

Hitzewellen werden in unseren Breiten zunehmen. Davon sind alle Klimaexperten überzeugt. Verschattungen und entsprechende Baumaßnahmen werden umso wichtiger. Während im Winter große Glasflächen durch die Sonneneinstrahlung einen kostenlosen Wärmegewinn erbringen, sollten sie im Sommer verschattet werden. Sonst erwärmen sich Innenräume schnell auf unerträgliche Temperaturen. Steigt das Quecksilber über 26 Grad Celsius, wird ein konzentriertes Arbeiten schwierig, ab 30 Grad Celsius ist der Arbeitgeber verpflichtet, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die Belastung zu reduzieren. Nicht nur im Büro, sondern auch im Homeoffice sind daher Maßnahmen zum Sonnenschutz notwendig. 

Haben sich Räume erstmal aufgeheizt, ist es schwierig, sie wieder herunterzukühlen. Daher sollten Jalousien, Markisen oder Sonnensegel rechtzeitig - bevor die Sonne aufheizt - ausgefahren werden. Eine Verschattung von außen ist wirksamer als von innen. Fensterläden und Rollläden sollten tagsüber geschlossen werden und nachts sollten die Fenster weit geöffnet werden, um kühlere Luft in die Räume strömen zu lassen und für Durchzug zu sorgen. Fliegengitter können vor unliebsamen Gästen in den Wohn- und Schlafräumen schützen und dennoch genügend Luft hindurchlassen. Wer ins Büro pendelt, kann so ohne viel Aufwand die Räume auf angenehme Temperaturen kühlen. In mediterranen Ländern sind daher bekanntlich tagsüber oft die Rollläden heruntergelassen oder die Fensterläden geschlossen.

Eine Klimaanlage ist in unseren Breiten zumeist unnötig. Wärmepumpen können über die Fußbodenheizungen zur Kühlung genutzt werden. Sie zählen zusammen mit einer eigenen Photovoltaikanlage auf dem Dach heute als ökologischste Form nicht nur zur Wärmeerzeugung, sondern auch der Kühlungstechnik. Dabei wird der Kreislauf des Wärmetauschs einfach umgedreht, und es strömt kühleres Wasser durch die Fußbodenheizung. Es werden zwar nur wenige Grad Kühlung erreicht, doch die reichen in vielen Fällen bereits, um ein angenehmes Klima in den Wohn- und Schlafräumen zu schaffen.

Schwierig wird es bei großen Glasflächen und Dachfenstern. Da können Sonnenschutzfolien helfen. Sie absorbieren und reflektieren nach Herstellerangaben bis zu 80 Prozent der gesamten Sonnenenergie. Die Folien sind transparent, ermöglichen aber gleichzeitig, etwa für den Arbeitsplatz, einen Blendschutz. Am effektivsten ist der Hitze- und UV-Schutz, wenn die Folie außen angebracht wird. Markisen an Dachfenstern sind teurer und haben den Nachteil, dass sie bei Wind eingefahren werden müssen. Innenliegend bieten sie nur wenig Hitzeschutz. Bei schlecht gedämmten Dachgeschosswohnungen helfen auch beste Sonnenschutz-Maßnahmen wenig. Sie heizen sich dennoch schnell auf.

Klassiker zum Verschatten auf Terrassen und Balkonen sind Sonnenschirme und Markisen. Bei einem Sonnenschirm sollte man darauf achten, dass er auch zu kippen ist. Sogenannte Ampelschirme haben den Ständer neben dem Schirm, sind meist auch kippbar und ermöglichen so eine Verschattung direkt über dem gewünschten Bereich ohne störenden Schirmständer. Wer einen Essplatz verschatten möchte, kann auch mit entsprechender Sitzplatzgarnitur - mit einem Loch in der Tischmitte für den Schirm - für eine angenehme Verschattung des gesamten Tischs sorgen. Runde oder quadratische Tische eignen sich gut für einen zentralen Schirm. Bei tief stehender Sonne ist eine ausreichende Verschattung allerdings kaum noch möglich. Am effektivsten sorgen Markisen für große Schattenflächen auf der Terrasse und vor großen Fensterflächen. Sie haben zudem den Vorteil, leicht ausgefahren und wieder eingerollt werden zu können. Tiefe Sonneneinstrahlung kann durch zusätzlichen Stoff an den Seiten und an der Stirnseite der Markise verhindert werden. Sonnensegel vermitteln ein mediterranes und modernes Ambiente und können eine noch größere Fläche überspannen als Markisen. Sie benötigen keine Verankerung an der Hauswand und können an Stangen befestigt werden, die auf der Terrasse eingelassen sind und zwischen denen das Sonnensegel aufgerollt wird. Markisen und Sonnensegel können mit einer automatischen Aufrollfunktion ausgestattet werden, die es ermöglicht, das Tuch bei Wind und Regen einzufahren. Hellere Stoffe der Markise oder des Sonnensegels reflektieren die Sonne stärker und vermeiden besser die Hitzeentwicklung auf der Terrasse.

Bei einer mit Glas überdachten Terrasse werden Sonnensegel in Seilspanntechnik oder Faltmarkisen meist innen unter dem Glas angebracht. Das ist für die Wärmeentwicklung nicht optimal, schützt das Tuch aber vor Regen und Wind. Der Terrassen-Sitzplatz sollte zu den Seiten offen sein, damit warme Luft abziehen kann.

Für Schatten in den Wohn- und Schlafräumen kann auch eine entsprechende Bepflanzung sorgen. Laubbäume haben den Vorteil, im Winter - wenn Licht und Wärme gewünscht sind - die Sonnenstrahlen durchzulassen und im Sommer für Schatten zu sorgen. Nadelbäume können dort, wo es gewünscht wird, für eine ständige, dichte Verschattung sorgen.

Wolfram Seipp

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